Paracetamol in der Schwangerschaft erhöht Risiko für ADHS

Neue Studie

Paracetamol in der Schwangerschaft erhöht Risiko für ADHS

ADHS bei Kindern könnte auf die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft zurückzuführen sein.

Eine neue Metaanalyse zu Paracetamol sorgt für Aufsehen. Laut der noch nicht veröffentlichten Studie von Dr. Kay Brune, dem Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Erlangen, soll die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft das Risiko für das Kind erhöhen an ADHS zu erkranken.

Für ihre Analyse haben Brune und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die neuere Forschung über Paracetamol zusammengetragen. Eine große statistische Ehebung mit 64 322 dänischen Müttern und ihren zwischen 1996 und 2002 geborenen Kindern zeigte: Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft regelmäßig Paracetamol einnahmen, sind verhaltensauffällig oder leiden an ADHS. Etwa die Hälfe der Mütter gab an, während der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen zu haben. Ihre Kinder hatten ein rund 37 Prozent höheres Risiko, die Diagnose ADS oder ADHS zu erhalten.

Paracetamol wird Frauen in der Schwangerschaft häufig empfohlen - es ist außerdem das einzige Analgetikum, welches während der gesamten Schwangerschaft eingenommen darf. Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik warnt: "Schwangere Frauen werden seit Jahrzehnten nahezu bedrängt, Schmerzen während der Schwangerschaft mit Paracetamol zu behandeln", schreibt der Arzt. "Es wird suggeriert, dass es sich um die sicherste Medikation gegen Schmerzen handelt." Dies wird die nächste Zeit nach Veröffentlichung der Studie wohl umstritten bleiben.