Natürlich gegen Bakterien

Alternativen zu Antibiotika

Natürlich gegen Bakterien

Bei bakteriellen Infektionen bekommt man Antibiotika verschrieben. Probieren Sie doch mal die kleinen Helferchen aus der Natur. Wir verraten Ihnen, welche Pflanze wie hilft!

Aus Pflanzen gewonnene natürliche Antibiotika gehören zu den Geheimwaffen im Kampf gegen leichte bis mittelschwere, bakterielle Infektionen. „Besonders bei erhöhter Infektanfälligkeit der Harn- und Atemwege zeigen Senföle, wie z. B. aus Meerrettich und Kapuzinerkresse, eine große Wirkung, meist ohne Nebenwirkungen“, weiß Gesundheits-Experte Jann Glasmachers aus  Wiesbaden (D). Werden zu oft synthetische Antibiotika eingesetzt, besteht die Gefahr von Resistenzbildung. „Das bedeutet, dass die Antibiotika bei immer mehr Krankheitserregern, den Bakterien, wirkungslos bleiben.“

Vorteile von pflanzlichen Antibiotika
Kreuzblütler wie Kren und fast alle Liliengewächse, wie z. B. Knoblauch oder Zwiebeln, beinhalten stark antibiotisch wirksame Stoffe, mit denen sich diese Pflanzen selbst wirkungsvoll gegen schädliche Bakterien, Viren und Pilze verteidigen können. Diese bakterien-, viren- und pilzhemmende Wirkung ist meist auf die enthaltenen Schwefelverbindungen und ätherischen Öle zurückzuführen. „Ein besonderer Vorteil der natürlichen Antibiotika“, erklärt Glasmachers, Gründer des Gesundheitsfundaments im Netz (www.gesundheitsfundament.de), „ist auch, dass  sie unsere im Körper vorhandenen nützlichen Bakterien, wie z. B. die wichtigen Darmbakterien, nicht schädigen. Während ein klassisches Antibiotikum alle Bakterien, sowohl die ,guten‘ aus auch die ,schlechten‘ abtötet. Daher ist nach einer Antibiotikagabe ein gezielter Darmaufbau mit Pro- und Präbiotika notwendig. Dies ist von großer Bedeutung für ein funktionierendes Immunsystem. Wird die Darmflora nachhaltig geschädigt, nimmt auch die Infektanfälligkeit immer mehr zu und ein Teufelskreis beginnt.“
 
Einsatz von Pflanzen
Wir haben hier für Sie die wirkungsvollsten Rezepte aus der Natur gegen die häufigsten durch Bakterien verursachten Beschwerden zusammengestellt. Die Kräuter für die empfohlenen Tees und auch die Kapseln bekommen Sie in ausgesuchten Apotheken (z. B.  www.kottas.at) oder auch in Reformhäusern (www.gewusstwie.at).

Antibiotika aus der Natur 1/5
akritz
Lakritz, auch Süßholz genannt, hatten vermutlich schon römische Soldaten als Hustenmedikament im Gepäck. Heute schätzt man die Wurzel vor allem als Mittel bei Bronchitis und Erkrankungen der oberen Atemwege. Im Ayurveda verwendet man die Pflanze ob der kühlenden, tonisierenden, lindernden, auswurffördernden, entwässernden und leicht abführenden Eigenschaften. In der chinesischen Medizin ist Lakritz seit 3.000 Jahren bekannt. Es gilt als fiebersenkend, entgiftend und milzstärkend. Bei uns ist Lakritz vor allem als Genussmittel bekannt. Aus eingedicktem Wurzelextrakt wird mit Zugaben von Zuckersirup, Mehl und Gelatine die schwarze Gummi-Süßigkeit hergestellt. Gesünder ist Lakritz  als Tee: 1/2–1 Teelöffel gepulverte Wurzel in 1/4 Liter Wasser 15 Minuten köcheln lassen. Bis zu drei Tassen über den Tag verteilt trinken.
 
Wasserdost
Der durchwachsene Wasserdost wird vor allem bei Fieber und Schüttelfrost, Knochenschmerzen, Erschöpfung und Schwächezuständen eingesetzt. So geht der Tee: Für einen kalten Tee gibt man 30 Gramm Kraut in einen Liter kochendes Wasser, lässt den Tee über Nacht ziehen, seiht ihn ab und trinkt ihn über den Tag verteilt. Kalter Tee ist besonders gut für die Schleimhäute und gilt als Lebertonikum. Heißer Tee wird mit einem Teelöffel Kraut in 1/4 Liter Wasser zubereitet. Man lässt ihn 15 Minuten ziehen und trinkt ihn dann bis zu vier Mal täglich. Nur heiß genossen, ist Wasserdost schweißtreibend - empfohlen bei akuten Infektionen oder wiederholtem Fieber und Schüttelfrost.
 
Weihrauch


Das Baumharz des Weihrauchbaumes wird als Räucherwerk (z. B. in der Kirche) aber auch innerlich verwendet. Hierzu gibt es Fertigpräparate in der Apotheke. Entweder in Kapselform geschluckt oder Weihrauch-Stücke (kl. Bild oben) gekaut. Hilft bei Magen-Darm-Infektionen sowie rheumatischen Gelenkserkrankungen. Das Trockenextrakt wird dreimal täglich in einer Dosierung von bis zu 400 mg eingenommen. Weihrauch soll auch bei Asthma günstig wirken.

Mehr dazu lesen Sie in Ihrem aktuellen gesund&fit am Montag, 17.8.2015!