Migräne erkennen & behandeln

Kopfweh

Migräne erkennen & behandeln

Migräne zählt zu den häufigsten Kopfschmerzarten. Die wichtigsten Fakten und was hilft!

Bislang wurde von der medizinischen Wissenschaft die Ursache von Migräne noch nicht entdeckt. Es handelt sich dabei um eine häufig vorkommende und äußerst komplexe Erkrankung, die meist zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auftritt. Statistisch gesehen leiden rund zehn Prozent der erwachsenen ÖsterreicherInnen daran. Bei Kindern und Jugendlichen liegt das Vorkommen bei ungefähr vier bis fünf Prozent.

Was genau ist Migräne?

Es gibt zahlreiche Thesen zu Phänomenen, die vor und nach der Migräne-Attacke im Gehirn auftreten. Unter Migräne versteht man einen intensiven und heftigen Kopfschmerz, der typischerweise als Attacke auftritt und sich in Form einer sogenannten Aura (Sehbeeinträchtigung, Lärmempfindlichkeit …) ankündigt. Der Schmerz tritt einseitig auf und kann während des Anfalls auf die andere Seite wechseln. Typisch ist ein pulsierender Schmerz. Bei rund 30 Prozent der Fälle ist der gesamte Kopf betroffen. Die Intensität des Schmerzes kann während der Attacke unterschiedlich stark sein und von Minute zu Minute schwanken. Die Schmerzdauer erstreckt sich von einigen Stunden bis zu drei Tagen. Die Selbstmedikation mit herkömmlichen Kopfschmerztabletten reicht dabei oft nicht aus, um den Migräne-Anfall zu unterbrechen. In den Arztpraxen oder Kliniken können in schweren Fällen Infusionen mit hochpotenten Schmerzmitteln oder mit Cortison verabreicht werden.

Typische Symptome & Verlauf
Bei einem Zehntel aller Migräne-Erkrankungen kündigt sich die Schmerzattacke einige Zeit vorher mit Ausfällen des Nervensystems an. Diese Störungen werden als Aura bezeichnet. Dazu zählen Sehstörungen (Gesichtsfeldausfälle), Sprachstörungen, Schwindel oder Lähmungen der Gesichtsmuskeln. Außerdem kann es in Händen und Armen zu Kribbeln kommen. Zu weiteren typischen Symptomen zählen unter anderem Appetitlosigkeit bzw. ein gesteigerter Appetit vor oder nach der Schmerzattacke. Ca. 80 Prozent der Betroffenen klagen über Übelkeit, bei der Hälfte kommt es zu Erbrechen. Die Patienten beschreiben abgedunkelte, kühle Räumlichkeiten meist als besonders angenehm, da es so zu keiner weiteren Reizüberflutung kommt.

Auslöser
Fest steht: Es gibt mehrere Faktoren, die eine Migräne auslösen. Es wird davon ausgegangen, dass bei Migräne-Patienten die Reize im Gehirn anders verarbeitet werden. Das Gehirn steht unter „Hochspannung“ – bestimmte Triggerfaktoren (siehe unten) können dann migräneauslösende Prozesse in Gang setzen und so das Fass zum Überlaufen bringen. Zu Beginn werden plötzlich Neurotransmitter (Botenstoffe) ausgeschüttet. Dabei wird das Serotonin (Glückshormon) zu schnell und in großen Mengen freigesetzt. Andere Neurotransmitter, die ein Entstehen begünstigen, gesellen sich dazu. Die Folge: ein Migräneanfall samt typischen Symptomen.

Behandlungsmöglichkeiten
Nach ganzheitlicher Diagnose (Hormone, Darm, Leber, Gallenblase, Ernährung, Verspannungen und Zahn-/Kieferstörungen sind mögliche Ursachen) wird mit einer entsprechenden Therapie begonnen. Neben Schmerztherapie mittels adäquater Medizinpräparate oder auch alternativer Heilmöglichkeiten (z. B. Akupunktur, Osteopathie, Physiotherapie) spielt Ernährung eine große Rolle (Metabolic-Stoffwechselumstellung). Dank ­guter Behandlungsmöglichkeiten ist heute das Leben mit Migräne für die meisten Betroffenen erträglich, oft kann zumindest die Intensität der Attacken gemildert werden.

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