Migräne: Antworten auf die 3 meist gestellten Fragen

Medizin

Migräne: Antworten auf die 3 meist gestellten Fragen

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Viele Menschen leiden unter der bekannten Migräne. Woher sie kommt und welche Tipps rasch helfen, beantwortet die Apotheken Umschau. 

Eine typische Migräne ist oft mit untragbaren Kopfschmerzen verbunden. In Extrem-Fällen leiden Menschen sogar unter Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen und sogar temporären Seh- und Gefühlsstörungen. Zusätzlich reagiert das Gehirn besonders sensibel auf Reize von außen, es kann sie schlecht ausblenden oder filtern. Die Veranlagung, eine Migräne zu entwickeln, ist genetisch bedingt, und wird sozusagen familiär vererbt. Aber auch zu wenig Schlaf, Wetter-Schwankungen und schlechte Ernährung können die schrecklichen Kopfschmerzen auslösen. Die Apotheken Umschau beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema. 

Abwarten - oder gleich Medikamente nehmen? Hier gilt, desto früher, desto besser! Um rasche Hilfe zu gewährleisten raten Experten sofort bei den ersten Anzeichen einer Attacke, Schmerzmittel zu nehmen. Bei einer Migräne ohne Aura wirken vor allem Triptane am besten, wenn sie frühzeitig eingenommen werden. Ansonsten sollten Medikamente erst eingenommen werden, wenn Seh- oder Gefühlsstörungen abgeklungen sind.

Wie viel Schmerzmittel ist zu viel? Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Triptane lindern die Migräne, können die Kopfschmerzen allerdings auch verschlimmern oder neue Attacken auslösen, wenn sie zu häufig eingenommen werden. Es gilt: diese Mittel möglichst an weniger als zehn Tagen im Monat einnehmen. Ein Kopfschmerztagebuch kann dabei hilfreich sein. In diesem wird erfasst, wie stark die Schmerzen sind, wann und wo sie auftreten und in welchem Zusammenhang sie entstehen. Dieses kann man dann den Ärzten vorlegen, um die Ursachenfindung zu erleichtern.

Wie kann man Attacken vorbeugen? Es gibt mehrere Mittel zur Vorbeugung und Verhinderung, wie niedrig dosierte Antidepressiva oder Antiepileptika. Auch Betablocker, Akupunktur und sogar Botox kommen oft zum Einsatz. Zusätzlich, fördern manche Lebensmittel eine Migräne, von denen man also den Konsum vermeiden sollte. Zu den stärksten Auslösern gehören alkoholische Getränke, vor allem Sekt und Wein, sowie koffeinhaltige Flüssigkeiten, vor allem Kaffee oder grüner Tee. Grundsätzlich empfiehlt es sich den jeweiligen Arzt aufzusuchen um die beste individuelle Behandlung in Erfahrung zu bringen. 

Studien zeigen aber auch, dass regelmäßiger, moderater Ausdauersport wie Walken, Joggen oder Radfahren die Häufigkeit der Schmerztage verringern kann, genauso wie Yoga, Meditation oder Progressive Muskelentspannung. Die neuesten Fitness Trends und Tipps, finden Sie hier.

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