Medizin aus Tibet: Altes Wissen neu entdeckt

Großer Trend

Medizin aus Tibet: Altes Wissen neu entdeckt

Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird nun die traditio­nelle tibetische Medizin (TTM) entdeckt. Die Fakten zum Gesund-Trend.

Wenn Sie nun denken: „Oh, schon wieder etwas Neues“, dann irren Sie gewaltig. Die traditionelle tibetische Medizin, kurz TTM, ist bereits 3.000 Jahre alt – sie teilt ihre Ansätze mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sowie dem indischen Ayurveda.

Kein Hokuspokus – sondern ein medizinisches System

„Die TTM ist kein spirituelles, sondern ein medizinisches Heilsystem, das man in Tibet an Universitäten studiert“, erläutert Dr. Herbert Schwabl, geschäftsführender Forschungsleiter der Padma AG in der Schweiz. „Sie hat einen ganzheitlichen Ansatz, das heißt, es wird nicht nur ein Symptom wie Schnupfen oder Husten behandelt, sondern der Mensch als Ganzes gesehen.“ Zentraler Gedanke im System der TTM ist die Wiederherstellung und Erhaltung des Gleichgewichts der drei „Körpersäfte“ durch sanfte Heilmethoden. Grundlage ist die Konstitutionslehre gemäß der drei Körperenergien Wind (rLung), Galle (Tripa) und Schleim (Beken). Die tibetische Medizin teilt also in drei Konstitutionstypen ein.

Die drei Typen nach TTM
Der Windtyp ist schlank, sehr aufmerksam, etwas nervös und innerlich sehr unruhig, außerdem sehr kreativ. Immer am Sprung, immer am Tun, manchmal auch hektisch. Der Galletyp zeigt sich zielorientiert, angespannt und athletisch. Der Schleimtyp jedoch neigt zu Übergewicht, sei eher ein ruhiger und langsamer Geselle. Neigt auch zu Faulheit und Trägheit.

Jeder Mensch hat alle drei Energien
Die TTM geht davon aus, dass jeder Mensch von Geburt an diese drei Grundenergien in sich trägt. Und zwar in einem solchen Verhältnis, dass diese ausbalanciert sind. Eine Energie jedoch ist meist stärker ausgeprägt. Der Mensch hat also konstitutionelle Stärken und Schwächen. Kommt diese individuelle Zusammenstellung aus dem Gleichgewicht, können Krankheiten entstehen. „Eine Störung  äußert sich in einem Mangel oder einem Überschuss einer dieser  Energien.“

Pulsdiagnose gibt Auskunft
Der tibetische Arzt braucht für seine Diagnose keine Apparatur, sondern verlässt sich ausschließlich auf seine eigene Kenntnis. Er nimmt den Puls, beobachtet den Menschen als Ganzes, tastet Haut und Haare und stellt die richtigen Fragen zu den Themen Lebensstil, Ernährung und natürlich der Krankengeschichte.

Nerven stärken, Leber reinigen
Die TTM konzentriert sich für die Gesunderhaltung des Körpers auf eine Stärkung der Nerven (die besten Tipps finden Sie im Kasten rechts), die Entgiftung der  Leber (S. 41), und es gibt noch einen  weiteren Schlüssel für eine langes, gutes Leben: die Verdauung.

Verdauung ankurbeln
Für die Tibeter ist Wasser das erste Heilmittel. Am besten trinken Sie gleich in der Früh eine Tasse heißes Wasser. Das kurbelt den Stoffwechsel und die Verdauung an.
Heute wie vor Jahrtausenden gilt das vierbändige Buch „Gyüshi“ als das Standardwerk der tibetischen Medizin. Und in diesem Buch fand man folgende Rezeptur als bewährtes Hausmittel für eine starke Verdauung:

  • Granatapfelsamen. Die Wunderfrucht enthält viele Gerbstoffe und stärkt die Magensekretion. Sie wirkt antioxidativ und entzündungshemmend.
  • Galgantwurzel. Diese Wurzel enthält ätherische Öle, Flavonoide, hilft bei Appetitlosigkeit, wirkt ebenfalls antioxidativ und entzündungshemmend.
  • Langer Pfeffer. Seine ätherischen Öle wirken wohltuend für den Magen und auch gefäßerweiternd.
  • Kardamom. Das gelbe Gewürz wirkt stark appetitanregend und fördert die Magensekretion.
  • Zimt. Seine ätherischen Öle und Gerbstoffe sind ebenfalls wohltuend für den Magen. Tipp: Geben Sie doch in Ihren Kaffee statt Milch und Zucker einen Löffel Honig und würzen Sie diesen mit Kardamom und Zimt.


Tibetisches Wissen aus der Schweiz

Wichtig, wie bei allen Heilkräuter-Anwendungen, ist auch hier die Bio-Qualität. Achten Sie darauf, dass die in Kapseln gedrehten Kräuter einer sorgfältigen Qualitätskontrolle unterzogen wurden und nur ausgewählte, unbelastete Pflanzen verwendet werden. Der Wiener Dr. Herbert Schwabl, Geschäftsführer der Padma AG in der Schweiz, garantiert jedenfalls: „Unsere Produkte werden auf Echtheit und Reinheit geprüft und sorgfältig entsprechend der tibetischen Rezeptur gemischt.“
Die Padma-Produkte unter den Namen „Nervotonin“ (für den unruhigen Wind-Typ), „Hepaten“ (für aufbrausenden Galle-Typ) und „Digestin“ (für die Verdauung/den trägen Schleim-Typ) sind in unseren Apotheken erhältlich.

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