Risiken bei Einnahme

Medikament Nureflex: Diese Gefahren lauern für unsere Kinder

20.09.2023

Es ist wieder so weit: Die Schnupfenviren breiten sich pünktlich zu Kindergarten- und Schulbeginn in Windeseile aus. Für viele Eltern ist Nureflex ein treuer Begleiter. Doch welche Auswirkungen hat der Fiebersaft mit Erdbeer- und Orangengeschmack tatsächlich auf unsere Kinder?

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Erst rinnt die Nase, dann jucken die Augen, und plötzlich schlägt das Fieberthermometer Alarm. Klein (und Groß) liegen flach. Pünktlich zu Herbstbeginn steht auch die Grippesaison wieder vor der Türe. Um das Kind zu beruhigen greifen viele Eltern fast schon automatisch zur Nureflex-Packung. Wenige Minuten später schläft das Kind und zumindest für die nächsten sechs bis acht Stunden scheint die Krankheit fast vergessen. Doch hinter dem hochgepriesenen Kinder-Medikament lauern Gefahren.

So funktioniert das Medikament

Der Wirkstoff des Wundermittels ist Ibuprofen - auch in zahlreichen anderen Arzneimitteln der ausschlaggebende Helfer. Für Kinder eignet sich der Arzneistoff besonders gut, da er bereits ab dem dritten Lebensmonat verabreicht werden darf.

Ibuprofen zählt zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR) genannt werden. Diese Arzneimittel wirken, indem sie in den Entstehungsprozess von Fieber und Schmerz eingreifen. 

Wann man Nureflex nicht geben sollte

Zwar sind die Nebenwirkungen der Einnahme sehr gering und somit ist das Medikament für Kinder relativ unbedenklich, in bestimmten Fällen sollten Eltern jedoch darauf verzichten. Wenn das Kind etwa unter starkem Durchfall oder Erbrechen leidet, könnte sich das Medikament negativ auf die Nieren auswirken. Flüssigkeitsentzug begünstigt dieses Risiko. Grundsätzlich wird Eltern daher auch empfohlen Nureflex - ob in flüssiger Form oder als Zapferl - nur bei hohem Fieber und möglichst kurz zu geben. 

Nureflex-Knappheit 

Die Medikamenten-Knappheit im Winter diesen Jahres führte auch dazu, dass der Fiebersaft einige Wochen kaum zu bekommen war. Auch diesen Herbst könnte wieder ein Medikamentenmangel in den Apotheken drohen. Aber es gibt auch Alternativen. Um Fieber zu senken, kann auch der Wirkstoff Paracetamol, etwa in Mexalen enthalten, verwendet werden. Zwar ist die Wirkung hier etwas geringer als beim Wirkstoff Ibuprofen, laut Expert:innen sei es für Kinder jedoch trotzdem eine gute Alternative.

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