Krebs ist häufigste Todesursache in EU

Statistik

Krebs ist häufigste Todesursache in EU

Krebs ist die häufigste Todesursache in der Europäischen Union. 2011 (jüngere Zahlen liegen derzeit nicht vor) war demnach Krebs für 26,3 Prozent aller Todesfälle verantwortlich und raffte 1,281 Millionen Menschen hin, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Österreich lag dabei mit einem Wert von 26,4 Prozent an Todesfällen aufgrund von Krebs beinahe exakt im EU-Schnitt.

Diese Krebs-Vorsorgen nutzen wirklich etwas: 1/5
HPV-Test Mit ihm kann eine Ansteckung mit dem humanen Papillomavirus, der Gebärmutterhalskrebs auslöst, nachgewiesen werden.
Brust abtasten Ein Mal jährlich sollten sich Frauen ab 30 Jahren Die Brüste vorsorglich untersuchen lassen. Veränderungen wie harte Stellen, Knötchen können so erkannt werden.
Prostata abtasten Genitalien, Lymphknoten in der Leiste und die Prostata können abgetastet werden um Prostatakrebs zu erkennen. Männer ab 45 Jahren sollten sich ein Mal im Jahr untersuchen lassen.
Hautveränderungen abchecken lassen Veränderung von Muttermalen, neue Hautveränderungen beim Hautarzt abklären lassen. Am besten eine Vorsorgeuntersuchung ein Mal jährlich machen, denn am Rücken sehen Sie selbst keine Veränderungen.
Stuhl auf Blut checken Beim Hausarzt ab dem 50. Lebensjahr den Stuhl jährlich auf Blut untersuchen lassen, um Darmkrebs früh zu erkennen, oder bei Bedarf eine Darmspiegelung machen lassen.


An der traurigen Spitze stehen indes die Niederlande mit 31,9 Prozent, gefolgt von Slowenien (31,3 Prozent) und Irland (30,5 Prozent). Deutlich besser stehen hier Bulgarien (15,6 Prozent), Rumänien (19,1 Prozent) und Litauen (19,9 Prozent) da.

Insgesamt besonders hoch liegt die Krebsrate mit 37,1 Prozent unter jenen Toten, die jünger als 65 Jahre waren. Auch hier ist Österreich mit einem Wert von 38,1 Prozent annähernd im EU-Schnitt, während die Niederlande mit einem Anteil von 48 Prozent erneut an der Spitze stehen - gefolgt von Italien (45,2 Prozent) und Spanien (43,9 Prozent). Am anderen Ende der Skala finden sich die drei baltischen Länder Litauen mit einer Rate von 23,2 Prozent bei den Unter-65-Jährigen, Lettland (24,2 Prozent) und Estland (26,3 Prozent).

Krebsbedingte Todesfälle

In der Altersgruppe über 65 Jahren ging die Zahl der krebsbedingten Todesfälle sogar auf 23,8 Prozent leicht zurück. Hierbei hat Slowenien mit 28,8 Prozent die höchste Rate zu beklagen, noch vor Irland (28,4 Prozent) und abermals den Niederlanden (28,3 Prozent). Den niedrigsten Anteil verzeichnen Bulgarien (12,3 Prozent) und Rumänien (15,2 Prozent).

Lungenkrebs

Den Spitzenplatz in der Todesliste der Krebsarten nahm 2011 der Lungenkrebs ein, der für 20,8 Prozent aller krebsbedingten Toten verantwortlich zeichnete. Der Dickdarmkrebs lag mit 11,9 Prozent auf Platz 2, gefolgt vom Brustkrebs (7,2 Prozent), dem Bauchspeicheldrüsen- (6,1 Prozent) sowie dem Prostatakrebs (5,7 Prozent). Allerdings trifft der Prostatakrebs naturgemäß nur Männer, bei denen er für 10,2 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich zeichnet.

In den vergangenen zehn Jahren sank in der EU die Zahl der Todesfälle um 0,5 Prozent, während diejenigen, die auf Krebs zurückzuführen waren, um 6,3 Prozent in die Höhe schnellten - von 1,206 Millionen 2002 auf 1,281 Millionen 2011. Bei Frauen verlief dieser Anstieg mit einem Plus von 6,6 Prozent noch schneller als bei den Männern (plus 6 Prozent). In absoluten Zahlen liegen die Männer bei den Krebstoten jedoch noch weit vor den Frauen - mit 718.000 gegenüber 563.000 Sterbefällen.

Krebsmythen unter der Lupe 1/10
1. Krebs durch zu engen BH Nein! Weder enge BHs noch BHs mit oder ohne Bügel haben Einfluss auf das Brustkrebsrisiko.
2. Körpergewicht beeinflusst Krebsrisiko Bei Frauen, die in den Wechseljahren deutlich übergewichtig sind, steigt auch das Krebsrisiko.
3. Deos können Krebs auslösen Nein! Es kursiert das Gerücht, dass Deos zu Krebs führen können, weil sie angeblich die Ausscheidung von krebsfördernden Schadstoffen über den Schweiß verhindern. Diese Annahme ist aber falsch. Schadstoffe werden über Nieren und Blase oder den Darm ausgeschieden.
4. Amalgam als Krebsauslöser Ebenfalls weit verbreitet ist die Annahme, dass die quecksilberhaltige Zahnfüllung Amalgam eine Tumorerkrankung auslösen kann. In Wahrheit geben die Füllungen nur äußerst geringe Mengen an Quecksilber ab. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) nennt die Krebsgefahr durch Amalgam "äußerst unwahrscheinlich".
5. Alkohol als Krebsauslöser Alkohol und der eigene Lebensstil werden hingegen als Krebsauslöser unterschätzt. Dass Übergewicht Krebs auslösen kann, glauben beispielsweise nur wenige, obwohl dieser Risikofaktor gut untersucht und wissenschaftlich bewiesen ist. Auch der Alkoholkonsum wird als Krebs-Risikofaktor häufig unterschätzt.
6. Zusatzstoffe in Lebensmitteln verursachen Krebs In Lebensmitteln dürfen nur Zusatzstoffe verwendet werden, die zugelassen sind. Diese verursachen nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Krebs.
7. Im Alter wächst Krebs kaum noch Es kommt nicht auf das Alter an, sondern auf die Krebsform. Einzige Ausnahme ist der Prostatakrebs - wenn er ab dem 60. Lebensjahr auftritt, wächst er nur mehr sehr langsam vor sich hin.
8. Zu viel Milchprodukte lösen Krebs aus Stimmt nicht - sogar das Gegenteil ist der Fall: das Kalzium in Milchprodukten bietet sogar eine Prophylaxe gegen Erreger.
9. Stress führt zu Krebs Stress kann indirekt Krebs auslösen - wer viel leisten muss, hat danach weniger Energie, fühlt sich kraftlos und erschöpft - das Immunsystem wird anfälliger und die Abwehrkräfte sind schwächer. Wer zusätzlich trinkt und raucht steigert seine Krebsgefahr dramatisch
10. Wer kein Obst isst bekommt Krebs Stimmt nicht - mehrere Portionen Obst sind zwar gesund - kein regelmäßiger Verzehr löst aber nicht Krebs aus.

 

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