28. Juni 2016 15:49
Neue Therapie
Könnte das ein Heilmittel gegen Krebs sein?
Diese neuen Erkenntnisse könnten die schlimme Krankheit heilen.
Könnte das ein Heilmittel gegen Krebs sein?
© Getty Images

Krebs ist wohl eine der schwersten Krankheiten und oftmals unheilbar. Fast jeder wurde im Familien- oder Bekanntenkreis schon einmal mit der Krankheit konfrontiert. Statistisch gesehen erkranken 51 Prozent aller Männer und 43 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens an der schwerwiegenden Krankheit und für viele gibt es keine Heilung mehr. Moderne Therapien schaffen es zwar mittlerweile oftmals die Ausbreitung der Krebszellen zu verzögern oder sogar aufzuhalten, doch für viele kommt die Diagnose Krebs zu spät und es gibt keine Rettung mehr.

Impfstoff im Kampf gegen Krebszellen?

Doch jetzt haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz einen Weg entdeckt, wie man Immunzellen neu vernetzen kann, um jegliche Form von Krebs mittels eines Impfstoffes zu heilen. Im Rahmen einer potentiellen neuen Therapie können kleine Partikel eines genetischen Codes in den Körper injiziert werden, die zu den Immunzellen wandern und ihnen beibringen wie man Krebszellen erkennt und zerstört. Obwohl Wissenschaftler vorher schon beweisen konnten, dass das möglich ist, war dies bisher nur außerhalb des Körpers möglich. Jetzt ist es erstmalig, beim Versuch an Mäusen, gelungen dies auch innerhalb des Körpers zu realisieren.

Da der genetische Code auf jede Krebsart programmiert werden kann, würde der Impfstoff für jede Form von Krebs anwendbar sein. Behandelnde Ärzte bräuchten dann nur noch das genetische Profil des Tumors, um einen speziell angepassten Impfstoff herzustellen der die Krankheit bekämpft. Der Impfstoff wäre schnell produzierbar und nicht teuer. Dr. Aine Mc Carthy von Cancer Research UK fügt jedoch hinzu, dass die neue Therapie erst an drei Krebspatienten in einer frühen klinischen Studie getestet wurde und noch nicht gesagt werden kann, ob der Impfstoff tatsächlich universell wirkt und sicher im Einsatz ist. Größere klinische Studien müssen das erst zeigen.