Kind überlebt im Bauch einer toten Schwangeren

Wunder der Medizin

Kind überlebt im Bauch einer toten Schwangeren

Sandra Pedro kämpfte ihr Leben lang mit Krankheiten. Die 37-jährige Portugiesin litt unter Lungenentzündungen, an chronischen Herzproblemen und einem Nierentumor. Im Februar kam sie schließlich aufgrund von hämmernden Kopfschmerzen in das Krankenhaus in Lissabon. Sie fiel ins Koma. Die Ärzte konnten nicht mehr viel tun, als ihren Hirntod feststellen.

Nur das Baby blieb am Leben

Den Ärzten war bewusst, dass Sandra Pedro schwanger war. Umso größer war die Überraschung als sie feststellten, dass ihr ungeborenes Kind noch lebte. Daraufhin setzten Ärzte und Pfleger alles daran, um das Baby am Leben zu erhalten. Insgesamt 80 Menschen kümmerten sich um das Wohl des Kindes und hielten die wesentlichen Körperfunktionen der Mutter mit Maschinen aufrecht. Die Mutter wurde mit Schläuchen ernährt, künstlich beatmet und erhielt notwendige Hormone, um das Kind am Leben zu erhalten.

Zu Tränen gerührt

Es wurde sowohl für die medizinischen, als auch für die emotionalen Bedürfnisse des Kindes gesorgt. Ärzte sorgten sich um die medizinische Versorgung, Pfleger sprachen mit dem Ungeborenen und spielten ihm klassische Musik vor. Auch gesungen wurde für das Baby. Eine Krankenschwester strickte sogar ein Jäckchen und Socken für das Ungeborene. Das Krankenhauspersonal blieb zwar skeptisch, versuchte aber alles, um dem Baby zu helfen. Bei Hirntoten besteht die Gefahr, dass diese die künstliche Nahrung nicht aufnehmen können, die ihnen zugeführt wird. Aber bei Sandra Pedro war dies nicht der Fall. Ihr Babybauch wuchs und das Baby ebenfalls.

Nach 107 Tagen kam schließlich der kleine Lourenco zur Welt. Das Krankenhauspersonal war zu Tränen gerührt. Dem Jungen geht es gut und er wird nun von seinem Vater umsorgt. Ärzte und Pfleger bezeichnen das Überleben des Babys als Wunder und sind, genauso wie der Vater, glücklich, dass es dem kleinen Lourenco gut geht.

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