Heilmittel aus der Natur

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Aloe Vera

Die Heilkraft steckt im Pflanzensaft
Die an Kakteen erinnernde Pflanze spendet Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend. Regelmäßig aufgetragen kann sie auch gegen Falten wirken (füllt die Zelle auf). Als Salbe beruhigt die Aloe Vera gestresste Haut (Rötungen, Trockenheit, Sonnenbrand). Kleine Verletzungen heilen schneller und bei regelmäßiger Anwendung können Altersflecken verblassen. Fertigprodukte (Salbe, Gel, Saft) in Apotheken erhältlich.
Rezept: Täglich nach der Gesichtsreinigung den Saft der frischen Pflanze pur auf Falten rund ums Auge auftragen. Anti-Aging-Effekt!
Tipp: Kaufen Sie sich eine Aloe Vera als Zimmerpflanze – das abgeschnittene Stück im Kühlschrank (Gemüsefach) aufbewahren.

Arnika

Kleine Gebirgspflanze, große Wirkung
Kleine Wunden, blaue Flecken oder Entzündungen im Mund lassen sich mit Arnika (Tinktur, Salbe, Gel aus der Apotheke) lindern. Arnika zählt zudem zu den wichtigsten homöopathischen Mitteln und unterstützt die Wundheilung nach Verletzungen, 
Operationen und Geburten.
Rezept: Entzündungen im Mund: Einen TL Arnikablüten mit 250 ml Wasser übergießen, abkühlen lassen und damit gurgeln.
Tipp: Lindert auch Zahnschmerzen.

Baldrian

Gut verwurzelt
Wussten Sie, dass von der Pflanze die Wurzel medizinisch interessant ist? Sie beruhigt, entspannt und ist krampflösend. Studien haben zudem gezeigt, dass das Kraut die Schlafqualität deutlich verbessern kann. Weiterer Vorteil: Stört nicht den natürlichen Schlafrhythmus! Bei Herzrasen ohne organische Ursache reguliert Baldrian den Herzschlag. Gibt es auch als Dragees in der Apotheke.
Rezept: Bei Nervosität je 10 g Baldrianwurzel und Melissenblätter mit 20 g Schafgarbe mischen, zwei TL davon mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich zwei Tassen davon trinken, eine in der Früh und eine abends.
Tipp: Baldrian nie zusammen mit verschreibungspflichtigen Beruhigungsmitteln einnehmen!

Cranberrys

Vitamin-C-Giganten
Es handelt sich nur um eine Verwandte der Preiselbeere, nicht um die gleiche Pflanze. Roh schmecken Cranberrys zwar sehr sauer, aber getrocknet oder gekocht sind sie vorzüglich. Sie beeinflussen positiv die Harnorgane und können sogar den Alterungsprozess verlangsamen.
Rezept: Sorbet für ein starkes Immunsystem: 150 ml Saft mit 40 g Puderzucker 5 Min. kochen, 75 g frische Cranberrys und Saft einer halben Orange unterrühren. Eine Stunde ins Gefrierfach.
Tipp: Täglich zwei Gläser Saft (Supermarkt) schützen vor Blasenentzündung.

Echinacea

Gut für die Abwehrkräfte
Seine antibakterielle, antivirale und immunsystemstärkende Wirkung macht ihn vor allem in Grippezeiten unentbehrlich. Als Tabletten, Tropfen oder Globuli in der Apotheke erhältlich.
Rezept: Zum Stärken der Abwehrkräfte: Zerkleinerte Teile der ganzen Pflanze in ein Marmeladeglas geben, mit 50 prozentigem Alkohol bedecken und vier Wochen dunkel stellen, in Fläschchen füllen. Zwei Tl täglich davon einnehmen.
Tipp: Korbblütler-Allergiker (Margarite, Beifuß) vertragen Echinacea mitunter nicht. Vorher mit dem Arzt besprechen!

Ginkgo

Asiens Tempelbaum
Die wirksamsten Inhaltsstoffe (Ginkgolide, Diterpene, Flavonoide) stecken in den Blättern. Sie verbessern das Gedächtnis, wirken durchblutungsfördernd und schützen die Nervenzellen. Außerdem aktivieren sie bestimmte Botenstoffe, die wir fürs Lernen brauchen.

Rezept: Gehirnnahrung: 100 g Zucchini mit 10 g gehackten Ginkgonüssen (Asia Shop) andünsten, 50 g Tofu anbraten. Alles mit einem TL Pesto vermengen.
Tipp: Ginkgo-Tee beugt Krampfadern vor.

Ginseng

Im Alten China nur für den Kaiser
Die Wurzel gilt als potenzsteigernd. Wir schätzen sie wegen ihrer positiven Wirkung auf Immunsystem und Psyche. Sie hält fit, schenkt neue Energie und verbessert die Stimmung. Ginseng wird als Pulver oder Kapsel angeboten.
Rezept: Zwei Ginsengwurzeln (Asia Shop) frittieren, mit Sirup übergießen und essen.
Tipp: Ginseng-Kaffee (Reformhaus) kann einen erhöhten Blutdruck senken.

Eukalyptus

Als Blatt die Lieblingsspeise der Koalas
Arzneilich wirksam sind die Blätter mit den ätherischen Ölen. Vor allem Cineol löst den Schleim aus den Bronchien, fördert den Abtransport und wirkt krampflösend. Hilft bei Nebenhöhlenentzündung.
Rezept: Bei Husten fünf Tropfen Eukalyptusöl in eine Schüssel träufeln und mit einem Liter heißem Wasser verdünnen. Die Dämpfe fünf Minuten lang inhalieren.
Tipp: Inhalieren eignet sich nicht für Kinder unter vier Jahren.

Hopfen

Gut für erholsamen Schlaf
Medizinisch bedeutsam sind die Hopfenzapfen der weiblichen Blüten. Sie enthalten Bitterstoffe wie Humulon und Lupulon. Zusammen mit Gerbstoffen und Flavonoiden wirken sie beruhigend auf die Nerven.
Rezept: Bei Einschlafstörungen ein bis zwei Handvoll Hopfenzapfen (Apotheke) ins Badewasser streuen. 15 Min. baden.
Tipp: Homöopathisches Magenmittel.

Ingwer

Tolle Knolle
Ob frisch, als Paste oder Tee: Ingwer ist ein Alleskönner. Seine schmerz- und entzündungshemmenden Eigenschaften helfen gegen Husten, Bronchitis, Fieber, Sodbrennen und Rheuma.
Rezept: 1/2 TL geriebenen Ingwer mit Schale mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 Min. ziehen lassen und abgießen. Bei drohendem Völlegefühl 30 Min. vor dem Essen (!) eine Tasse trinken.
Tipp: Frisch geriebener Ingwer im Essen stärkt das Herz, beugt Sodbrennen vor.

Johanniskraut

Der Seelentröster
Johanniskraut hilft gegen Angst, Unruhe und Schlaflosigkeit – allerdings erst nach vier bis sechs Wochen Einnahme. Angeboten wird der „Seelentröster“ als Tee, Salbe, Öl und in Form von Tabletten.
Rezept: Rotöl: Johanniskraut-Blüten (frisch gepflückt oder Apotheke) in einem Marmeladeglas mit Olivenöl bedecken und 6 Wochen verschlossen in der Sonne stehen lassen. Wenn das Öl tiefrot ist, filtern und in Flaschen füllen, kühl stellen. Bei Prellungen sehr dünn auftragen.
Tipp: Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich. Sprechen Sie bei Bedarf mit Ihrem Arzt. Auch eine hormonelle Beeinflussung ist möglich.

Lavendel

Unentbehrlich bei Stress
Lavendelblüten helfen bei Unruhe, Schlafstörungen, nervösen Magen- und Darmbeschwerden.
Rezept: Beruhigungstee: Zwei TL Blüten mit einer Tasse Wasser übergießen, fünf Min. ziehen lassen. Vor dem Schlafengehen zwei Tassen trinken.
Tipp: Für einen besseren Schlaf Ihrer Babys: Lavendelblüten-Säckchen ans Bettfußende hängen.

Mandel

Schützt das Herz
Studien belegen: Täglich 60 g Mandeln beugen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und einem hohen Cholesterinspiegel vor. Außerdem: Knochendichte wird besser.
Rezept: Schlank-Frühstück: 3 EL Müsli mit warmem Wasser übergießen, quellen lassen. Einen EL Mandelmus, einen geriebenen Apfel unterheben.
Tipp: Mandeln am besten ungeschält kaufen, dann schimmeln sie nicht so leicht.

Pfefferminze

Kraut mit Frische-Geschmack
Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich anerkannt bei Schmerzen, Infekten der oberen Atemwege, Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. Bei Erkältungen haben sich Inhalationen mit dem ätherischen Öl bewährt.
Rezept: Bei Schnupfen 25 ml Pflanzenöl mit 3g Bienenwachs im Wasserbad schmelzen, nach dem Abkühlen 5 ml Minzöl (Apotheke) einrühren. Ein wenig der Salbe unter die Nase streichen – der Duft beruhigt die Schleimhäute.
Tipp: Bei Kopfschmerzen die Schläfen mit Minzöl einreiben.

Salbei

Seit der Antike beliebter Allrounder
Die im Salbei enthaltenen Phytoöstrogene mildern übermäßiges Schwitzen. Bei Husten, Halsschmerzen, Heiserkeit kommen seine antibakteriellen und schmerzlindernden Eigenschaften zum Tragen. 

Rezept: Tee bei Verdauungsstörungen: 2 TL Salbeiblätter mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen, dreimal täglich eine Tasse trinken.
Tipp: Salbei maximal einen Monat durchgehend anwenden (Schwindelgefahr).

Ringelblume

Salbe für Wundheilung
Schon im Mittelalter kannte man ihre Heilkraft bei Wunden. Noch heute ist Ringelblumensalbe (Apotheke) bei Verletzungen (Prellung, Zerrung) oder Sonnenbrand eine gute Wahl. Ein Sud stoppt Entzündungen im Mund.
Rezept: 2 TL getrocknete Blüten mit 200 ml Wasser aufbrühen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Zahnfleischentzündung, mehrmals gurgeln.
Tipp: Sud auch zur Wund-
Reinigung.

Rettich

Unterschätzte Pflanze mit viel Vitamin C!
Im Wiener „Schweizerhaus“ ist der Rettich wegen seiner gallentreibenden und cholesterinsenkenden Wirkung nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus wirkt er antibiotisch, pilztötend und schleimlösend. Empfohlen bei Verdauungsstörungen, Rheuma und Stress – als Rohkost und Saft.
Rezept: Rettich-Drink: 100 g Salatgurke, 50 g Rettich, Dill, Mineralwasser, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker pürieren. Regt die Verdauung an.
Tipp: Ein Rettich (160 g) deckt Tagesbedarf an Vitamin C.

Rosskastanie

Nicht nur für Pferde
Bei Krampfadern wirken Rosskastanienprodukte (Kapseln, Salben) entzündungshemmend und gefäßabdichtend. Wer viel steht, hat oft dicke Füße – Kastaniengel hilft schnell.
Rezept: 1/2 Tl getrocknete Blüten (Apotheke) mit 1 Tasse Wasser überbrühen, Tee 5 Min. ziehen, dreimal täglich bei Husten trinken.'
Tipp: Shampoo mit Kastanienextrakt stärkt dünnes Haar.

Weissdorn

Herz-Helfer der Rosen-Familie
Medizinisch verwendet werden die Blüten, Blätter und Früchte des Strauchs. Ihre Heilkraft verdanken sie den sekundären Pflanzenstoffen. Weißdorn (Tabletten, Dragees) reguliert den Blutdruck, stärkt das Herz.
Rezept: Bei grippalem Infekt: Zu gleichen Teilen Weißdornblüten mit Holunderblüten, Mädesüßkraut, Engelwurz und Thymian mischen, 1 TL mit 150 ml Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen. 3–4 Tassen.
Tipp: Wer bei Anstrengung schnell aus der Puste kommt, sollte den Arzt fragen, ob ein Weißdornpräparat nützen könnte.

Zimt

Rinde des chinesischen Lorbeerbaums
Das „Weihnachtsgewürz“ in Form von Pulver, Zimtstangen oder ätherischem Öl regt die Verdauung an, tötet Keime ab, erweitert die Gefäße und stabilisiert den Kreislauf. Weitere Anwendungsgebiete: 
gegen Sodbrennen, grippale Infekte oder Erschöpfungszustände.
Rezept: Bei schwachem Kreislauf: 1/2 Zimtstange und 1 TL schwarzen Tee mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen lassen, abseihen und trinken – zweimal täglich eine Tasse.
Tipp: Falls jemand zu Allergien neigt: lieber erst in kleinen Mengen probieren!