Gesunder Darm nach Antibiotika

Darmsanierung

Gesunder Darm nach Antibiotika

Warum Antibiotika den Darm schwächt und wie man das gesunde Gleichgewicht wieder herstellt.

Nachdem dieses Jahr die Grippewelle besonders heftig über Österreich hinweggerollt ist und dementsprechend viele Antibiotika eingenommen wurden, haben nun viele Menschen mit einer geschwächten Darmflora zu kämpfen. Warum Sie nach einer Antibiotika-Einnahme unbedingt Ihren Darm sanieren sollten und wie das geht, lesen Sie hier.

Das braucht der Darm jetzt 1/5
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Zerstörte Darmflora
Ein gesunder Mensch verfügt durchschnittlich über eineinhalb bis zwei Kilogramm Darmbakterien. Diese bilden einen mikroskopisch dünnen Film, der die Darmschleimhaut bedeckt. Da Antibiotika nicht zwischen den Krankheitserregern und den „guten“ Darmbakterien unterscheiden, werden durch sie schlichtweg alle Bakterien zerstört. Meist sind eher harmlose Durchfälle die Folgen, doch auch lebensbedrohliche Blutvergiftungen können auftreten. Eine dauerhafte Schädigung der Darmflora kann Erkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit, Schizophrenie oder Depressionen begünstigen. Eine gesunde und ausgewogene Darmflora steigert hingegen unsere Chance auf ein langes und gesundes Leben. Natürlich kann eine Antibiotika-Einnahme nicht immer verhindert werden. Wenn sie aber unumgänglich ist, können Sie Ihre Darmflora mit der Einnahme von Probiotika gezielt beim Wiederaufbau unterstützen.

Prophylaxe
Zu den wichtigsten Vertretern einer gesunden Darmflora gehören probiotische Milchsäurebakterien (Laktobazillen). Werden diese nicht ausreichend über die Nahrung (etwa durch probiotische Joghurts) aufgenommen, ist es sinnvoll, zusätzlich Präparate mit Laktobazillen zuzuführen. Sie stellen außerdem einen unverzichtbaren Begleiter jeder Antibiotika-Therapie dar.

Da Probiotika lebende Mikroorganismen sind und ihre gesundheitsfördernde Wirkung nur unter bestimmten Gesichtspunkten voll entfalten können, ist bei der Auswahl eines Probiotikums auf die Qualität des Präparats zu achten. Lactobacillus casei rhamnosus ist einer der am besten erforschten und wirksamsten Stämme, wenn es darum geht, den Grundstein für eine gesunde Darmflora zu legen.

Gesunder Darm
Der Darm beherbergt einen Großteil unseres Immunsystems – gut auf ihn Acht zu geben, zahlt sich daher aus. Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen unterstützen die Darmfunktion, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 Litern Wasser ohne Kohlensäure pro Tag trägt ebenfalls zu einer optimalen Darmtätigkeit bei.

In Bewegung bleiben!
Neben der richtigen Ernährung ist auch gezielte Bewegung von großer Bedeutung für die Darmgesundheit. Sie hält den Darm in Schwung, Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation bringen die Magen-Darm-Tätigkeit in einen optimalen Einklang. Genügend Schlaf, wenig Stress, viel Sauerstoff- und Lichtzufuhr wirken sich ebenfalls positiv auf unser Immunsystem aus. Und wichtig: keine Antibiotika-Therapie ohne Probiotika!