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Dr. Paul Sevelda im Talk

23.09.2016

Dr. Paul Sevelda im Talk

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Das mit 1.1.2014 eingeführte Brustkrebs-Früherkennungsprogramm sorgt für Verunsicherung in der Bevölkerung und wurde respektive wird teils von Ärzten heftig kritisiert. Warum?

Dr. Paul Sevelda: Das Programm ermöglicht jeder in Österreich sozialversicherten Frau die Inanspruchnahme einer Mammografie – sowohl als „Vorsorge-Mammografie“ – alle 2 Jahre – als auch für medizinisch indizierte Fälle. Der Unterschied besteht u.a. in der ärztlichen Zuweisung. Für die „Vorsorge-Mammografie“ ist keine Überweisung notwendig, für medizinisch indizierte Fälle sehr wohl. Dieser Unterschied ist bei Frauen und Ärzten nicht ausreichend angekommen und sorgt für Unsicherheit, Fehlinformation und Frustration.

Was sollte verbessert werden?

Dr. Sevelda: Wir mahnen seit langem drei Punkte ein. Erstens eine bessere Information der Frauen zu den Kriterien des Programmes. Viele sind immer noch der Meinung, dass sie auf das offizielle Einladungsschreiben warten müssen. Zweitens wurde Anfang 2016 vereinbart, dass Ärzte ab sofort wieder entsprechend den Empfehlungen zur Vorsorge-Mammografie zuweisen können sollen.  Dies würde die Ärzte wieder ins Boot holen und dafür sorgen, dass der zuweisende Arzt den Mammografie-Befund automatisch erhält. Bis dato ist eine solche Info an die Ärzte nicht erfolgt. Drittens: Die Krebshilfe weist die Verantwortlichen seit Beginn des Programmes darauf hin, dass es Schwierigkeiten bei der Dokumentation gibt. Vielen Spitälern fehlt es an Ressourcen und/oder an technischen Voraussetzungen.

Ihre Forderung?

Dr. Sevelda: Wenn wir wollen, dass das Programm bestmöglich funktioniert, müssen diese Punkte raschest umgesetzt werden. Die Krebshilfe hofft, dass der Brustkrebsmonat Oktober und die „Pink Ribbon Aktion“ positiv dazu beitragen wird, dass hier raschest die erforderlichen Nachbesserungen erfolgen.

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