Verband

Initiative Wund?Gesund!

Defizite in der Versorgung von chronischen Wunden

Betroffene und Gesundheitsexperten im Dialog

Die Initiative Wund?Gesund! hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken. Am „Tag der Wunde“, berichteten vor dem Parlament Betroffene von ihren Erfahrungen mit der österreichischen Wundversorgung. Unterstützt wird die Initiative von Gesundheitsexperten, die mit Impulsvorträgen ihre Position auf die aktuelle Situation darlegten.

Tag der Wunde

„Den Tag der Wunde haben wir ins Leben gerufen, weil wir die Öffentlichkeit auf die aktuelle Wundversorgungssituation aufmerksam machen wollen. Unser Ziel ist es, über die Chancen und Möglichkeiten einer innovativen Wundversorgung aufzuklären. Die Defizite in der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden hat der Wundreport bereits bestätigt. Patienten wollen besser minformiert werden; und die Bevölkerung hat das Recht, sich selbst ein Bild von der aktuellen Situation machen“, so Mag. Martina Laschet, Sprecherin der Initiative Wund?Gesund!.

Doris Bures nahm Positionspapier der Initiative Wund?Gesund! entgegen

Die Vertreter der Initiative übergaben ihr Positionspapier mit den Forderungen der Initiative an die Präsidentin des Nationalrats, Doris Bures. Die Initiative will damit ihren Forderungen nach einer optimierten Wundversorgung Nachdruck verleihen und auch politische Entscheidungsträger auf die Defizite in der Wundversorgung aufmerksam machen.

Gesundheitsexperten referierten über ihre Position zur aktuellen Wundversorgung

Experten aus dem Gesundheitswesen erläuterten mit Impulsvorträgen ihre Position zur aktuellen
Situation in der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden. Neben Dr.in Sigrid Pilz, Leiterin der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft unterstützten Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV), Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer und Felix Madar, Wundmanager und Geschäftsführender Gesellschafter der WBZ Pflegedienstleistungen GmbH die Initiative in ihrem Bestreben über die vielfältigen Möglichkeiten einer innovativen Wundversorgung aufzuklären.

Dr.in Sigrid Pilz: „Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden haben bis zu einer state of the art Behandlung oft einen langen Leidensweg hinter sich. Verständliche Aufklärung über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden, ein flächendeckendes kostenloses Versorgungsangebot und ein barrierefreier Zugang zu den nötigen Heilbehelfen ist dringend erforderlich.“

Wundpatienten berichteten von ihren Erfahrungen

Patienten und Betroffene versammelten sich am Tag der Wunde vor dem Parlament und berichteten von ihren Erfahrungen mit der österreichischen Wundversorgung. „Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren“, so Mag. Philipp Lindinger, Sprecher der Initiative Wund?Gesund! „Jeder Patient hat eine ganz eigene, individuelle Geschichte. Wir laden Passanten und Interessierte ausdrücklich dazu ein, mit den Patienten und Experten zu sprechen und sich selbst ein Bild von der aktuellen Situation zu machen. Nur durch den direkten Dialog können wir das Bewusstsein in der Bevölkerung stärken.“

Mehr Information und eine nachhaltige Wundversorgung für alle

Die Initiative fordert eine nachhaltige Wundbehandlung für alle Patienten und Mehrwertprodukte statt Zweiklassenmedizin. Gemeinsam mit ihren derzeit 18 Kooperationspartnern aus dem Gesundheitswesen hat sich die
Initiative Wund?Gesund! zum Ziel gesetzt, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken und verstärkt über die Möglichkeiten der innovativen Wundversorgung aufzuklären. Unverzichtbar für Wund?Gesund! ist deshalb der Zugang zu verständlicher und umfassender Information für Patienten über die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten der innovativen Wundversorgung. Patienten müssen ihr Recht auf umfassende Information geltend machen und ihre Leistungen in Anspruch nehmen können. Dazu bedarf es für die Initiative vor allem nachvollziehbarer und transparenter Prozesse durch eine einheitliche Heilbehelfeverordnung und eine bessere
Kommunikation seitens der Krankenkassen und Gesundheitsberufe. Außerdem fordert die Initiative eine praxisnahe und bedarfsgerechte Ausbildung von Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie eine verbesserte interdisziplinäre Zusammenarbeit.