Coronavirus: Was man darüber wissen muss

Covid-19

Coronavirus: Was man darüber wissen muss

Das Coronavirus ist endgültig in Europa angekommen: Der Status Quo zu SARS-CoV-2.

Das Coronavirus rückt Östereich immer näher. Nach dem Ausbruch und bereits fünf Todesfällen in Italien werden auch hierzulande die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ausgeweitet. Wir haben die wichtigsten Infos, die man in Österreich derzeit wissen muss. 

Ursprung des Virus

Die chinesische Millionenstadt Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Epidemie - genauer gesagt ein Markt mit Meeresfrüchten. Dort sprang das Virus Anfang Dezember auf den Menschen über. An der Folgeerkrankung - der Lungenkrankheit Covid-19 - starben in China bisher mehr als 2.500 Menschen. In der Volksrepublik sind mehr als 77.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Inzwischen hat sich das Virus auf rund 30 weitere Länder ausgebreitet. Zuletzt waren vor allem in Italien, im Iran und in Südkorea viele Neuinfektionen registriert worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor einer "möglichen Pandemie".

Coronaviren (CoV) bilden eine große Familie von Viren, die leichte Erkältungen bis hin zu schweren Lungenentzündungen verursachen können. Zu den Coronaviren gehören u. a. das MERS-Coronavirus (MERS-CoV) und das SARS-Coronavirus (SARS-CoV). 

© APA

Übertragung des Virus

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch und kann auch über direkten Kontakt von Tier zu Mensch erfolgen. Es wird vermutet, dass das Virus bis zu 24 Stunden außerhalb des Körpers überlebt. Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, aber auch Schmierinfektionen. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 14 Tage, in manchen Fällen sogar länger. Die durchschnittliche Inkubationszeit beträgt 3 Tage. Forscher vermuten, dass man bereits in der Inkubationszeit - also noch bevor erste Symptome auftreten - andere anstecken kann. 
 

Die Symptome

Das Virus vermehrt sich in den Atemwegen, weshalb sich dort die ersten Symptome zeigen. Infektionen von Menschen mit gewöhnlichen Coronaviren sind meist mild und asymptomatisch. Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome. Personen mit Grunderkrankungen haben ein höheres Infektionsrisiko. Da es noch keinen Impfstoff gibt, erfolgt die Behandlung symptomatisch, d. h. durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie z. B. fiebersenkende Mittel. 
 
Das Bundesminisertium für Soziales empfiehlt Personen mit akuten Symptomen einer Atemwegsinfektion ihren Arzt zu kontaktieren - insbesondere wenn sie in den 14 Tagen zuvor Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten, sich in China aufgehalten haben oder in einer Gesundheitseinrichtung waren, in der SARS-CoV-2-Infizierte behandelt werden.
 

Helfen Antinbiotika und die Grippeimfpung?

Leider nicht! Antibiotika und Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie der Pneumokokken-Impfstoff und der Impfstoff gegen Haemophilus influenza Typ B (Hib) bieten keinen Schutz gegen das neue Coronavirus. Forscher arbeiten fieberhaft daran, einen Impfstoff gegen Coronaviren zu entwickeln. Jüngsten Schätzungen zufolge sollte dieser im April auf den Markt kommen. Forscher empfehlen vor allem eines: Häufiges und gründliches Händewaschen!

Schutz vor Coronaviren
Schutz vor Verbreitung
Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen: 
  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife. 
     
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Taschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen.
     
  • Kein direkter Kontakt zu Kranken!
Können Masken schützen?
Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Verbreitung durch Niesen oder Husten zu verringern.
 

Gerüchte & Mythen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kämpft auf der Coronavirus-Front auch gegen Gerüchte. Fake News verbreiten sich ebenso schnell im Netz wie das Virus! Die gute Nachricht für Tierhalter: Bisher gibt es keine Indizien, dass sich die Hauskatze oder der Haushund infizieren können. Händetrockner jedenfalls töten das Coronavirus nicht ab, und auch Knoblauch ist kein Gegenmittel! Auch das regelmäßige Spülen der Nase mit einer Kochsalzlösung schütze nicht vor einer Coronavirus-Infektion. Um sich vor dem neuen Virus zu schützen, soll man sich häufig die Hände waschen und danach ordentlich mit Papierhandtüchern abtrocknen.gefährlich sei es, einen Brief oder ein Packerl aus China entgegenzunehmen. "Aus früheren Analysen wissen wir, dass Coronaviren auf Objekten wie Briefen oder Paketen nicht lange überleben", so die WHO. 

Von einer Bestrahlung mit UV-Lampen gegen das Coronavirus rät die WHO ab, da Hautreizungen drohen. Auch das besprühen der Haut mit Alkohol oder Chlor helfe nicht, wenn die Viren schon im Körper sind. Auch Sesamöl tötet das Coronavirus nicht ab. Es gibt einige chemische Desinfektionsmittel, die das 2019-nCoV auf Oberflächen abtöten können. Dazu gehören Desinfektionsmittel auf Bleich-/Chlorbasis, manche Lösungsmittel, Ethanol (75 Prozent), Peressigsäure und Chloroform. Die Mittel können zum Desinfizieren von Oberflächen verwendet werden, dürfen aber nicht auf die Haut.

Von Italienreisen wird abgeraten

In Italien verbreitet sich das Coronavirus ungewöhnlich rasch und die Sorge um eine Ansteckung ist entsprechend groß.Das Außenministerium hat am Montag eine partielle Reisewarnung für betroffene Gebiete in Norditalien erlassen.  Die Warnung gilt nur für einzelne Gemeinden in der Lombardei und Venetien. "Wer innerhalb der nächsten Tage nach Italien reisen möchte (Ausnahme: gesperrte Gebiete), kann dies auf eigenes Risiko tun", informierte der ÖAMTC am Montag. Im Zweifelsfall sollten Pauschaltouristen umgehend Kontakt mit dem Reiseveranstalter aufnehmen. 

Service-Hotline des Außenministeriums: +43(0)501150-0 erreichbar, aktuelle Sicherheitshinweise zur Lage in Italien: www.oeamtc.at/laenderinfo

Allgemeine Informationen erhalten Sie auch telefonisch bei der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: 800 555 621 (9-17 Uhr)