Medizin

Alternativmedizin: Sanfte Heilung

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Methode 1: Akupunktur

Das kann Sie: Akupunktur gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), seit über 2000 Jahren arbeitet man in China damit. Durch Einstiche feiner Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten auf den Meridianen werden krankmachende Energien aus dem Körper abgeleitet. Die Einstiche sind kaum spürbar und lösen Blockaden wirksam auf. Eine Sitzung dauert 20 bis 30 Minuten. Längst hat die Methode Einzug in den Westen gehalten, wo sie sich vor allem bei chronischen Schmerzen bewährt.

Anwendungsgebiete: Akupunktur wird vor allem bei chronischen Erkrankungen eingesetzt. Dazu zählen: Atemwegs-Infektionen, Erkrankungen des Bewegungsapparates (wie Rückenschmerzen), Kopfschmerzen und Migräne, Zahnschmerzen, Menstruationsprobleme und generell Schmerzzuständen aller Art.

Wirksamkeit:
In mehreren Studien wurde die Wirksamkeit von Akupunktur bei der Behandlung verschiedener Krankheiten untersucht. Ergebnis:  Akupunktur wirkt vor allem bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen. Aber auch als Prophylaxe gegen Migräneattacken bewährt sich die Methode. Sie wirkt genauso gut – oder sogar besser – als gängige Therapien wie Medikamente, Krankengymnastik oder Massagen. In der Regel sind 10 bis 15 Behandlungen ein- bis zweimal die Woche notwendig.

Methode 2: Homöopathie

Beliebt. Das Heilsystem beruht auf dem Ähnlichkeitsprinzip: Der Name setzt sich aus den griechischen Wörtern homoion (ähnlich) und pathos (Leiden) zusammen und stammt von dem Entdecker der wissenschaftlichen Homöopathie, dem Arzt Dr. Samuel Hahnemann (geb. 1755).  Homöopathie darf in Österreich ausschließlich von Ärzten ausgeübt werden. Das sind die wichtigsten Mittel für die Hausapotheke:

Insektenbiss/-Stich

Bei einem Insektenbiss oder -stich, der nach Tagen nicht abheilt und vielleicht stark juckt: Einige Kügelchen Ledum C 30 im Mund zergehen lassen, eventuell am nächsten Tag wiederholen. Auch Apis C 30 hat sich bewährt.

Wundschmerzen nach OP
Nach einer Operation treten oft Wundschmerzen auf. Hier sprechen die Patienten oft  sehr gut auf Staphisagria C 30 an. Globuli im Mund zergehen lassen!

Allergische Reaktion
Bei einer allergischen Reaktion, bei der auch die Augenlider anschwellen (bei Atemnot Notarzt rufen!), hilft oft rasch Apis C 30. Alle fünf Minuten 3 Kügelchen im Mund zergehen lassen.

Finger eingeklemmt
Ein Finger wurde in der Autotür eingeklemmt? Nach einer Erstversorgung bleiben starke Schmerzen bestehen? Hypericum C30 mehrmals täglich bringt rasch Linderung.

Magenverstimmung
Sodbrennen, Verstopfung oder Magenschmerzen? Ein klarer Fall für Nux vomica D4. Hilft vor allem, wenn zusätzlich gereizte Stimmung vorherrscht. Stündlich drei Globuli einnehmen.  Auch ein bewährtes Anti-Kater-Mittel (nach zu viel Alkohol oder schwerem Essen).

Bei Fieber und Entzündungen
Als Anfangsmittel bei Husten, Schnupfen, Fieber und/oder Entzündungen im Hals und in den Ohren hilft Aconitum C 30, danach gibt man Belladonna D 4,  3 Kügelchen drei Gaben. Tritt noch keine Besserung ein – nach drei Tagen wiederholen.
 

Methode 3: Pflanzenheilkunde

Die Phytotherapie ist eine der ältesten Therapieformen.  Es kommen  die ganze Pflanze, Teile davon (wie die Wurzel) oder Extrakte daraus zum Einsatz. Motto: „Gegen so gut wie  alles ist ein Kraut gewachsen.“ 

Eisenkraut
Das eher unscheinbare Eisenkraut (Verbena officinalis) wächst auf Böschungen und Schuttplätzen. Selbst eher anspruchslos, entfaltet es wichtige Heilkräfte  gegen Nervenbelastung und Verdauungsschwäche. Eisenkraut-Tee lockert zudem stockende Menstruationen, hilft gegurgelt bei Zahnfleischbluten und getrunken bei jeder Art von Magenbeschwerden und/oder Durchfall.

Aloe Vera
Durch ihre  fleischigen Blätter erinnert die Aloe ein wenig an Kakteen, aber sie ist eine Lilienart. In ihrer karibischen Heimat ist sie über 6.000 Jahre bekannt. Als Gel oder frisch von der Pflanze, äußerlich angewendet, hilft sie bei leichten Verbrennungen. Sie wirkt befeuchtend, entzündungshemmend, lindernd, reizmildernd aber auch als Feuchtigkeits-Spender mit Anti-Aging-Effekt. Aloe vera getrunken hilft bei Colitis ulcerosa (Darmerkrankung), Diabetes, erhöhten Blutfetten, Husten, Reizdarm. Stärkt das Immunsystem!

Ingwer
Die Scharfstoffe (Gingerole) bringen die Verdauung in Schwung und haben eine ähnliche Wirkung wie die Acetylsalicylsäure (Aspirin), wodurch Ingwer auch eine schmerzstillenden (bei Kopfweh) und entzündungshemmenden Effekt hat. Er wirkt gegen Übelkeit und Erbrechen, hat eine antibakterielle Wirkung und wird bei Erkältungen als Tee getrunken:  Wurzel schälen, 6 bis 8 dünne Scheiben mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, mit Honig/Zitrone abschmecken.

Brunnenkresse
Die Brunnenkresse findet sich am Ufer von Seen und Bächen. Die Heilpflanze ist reich an Vitamin C und enthält pflanzliche Antibiotika, Bitterstoffe, Eisen, Jod, Arsen und Zink. Werden die Blätter gegessen (über Salate oder auf einem Butterbrot),  füllen sie Vitamindepots auf, regen den Stoffwechsel an und wirken als Hausmittel bei Blasenentzündungen, verschleimten Atemwegen und fördern die Verdauung.

Methode 4: Osteopathie

Das kann sie:   Bei dieser Methode wird auf Instrumente und Apparate gänzlich verzichtet. Der Osteopath arbeitet nur mit seinen Händen und übt durch seine Fingerspitzen sanften Druck auf Bindegewebe, Muskeln und Sehnen aus. Das dehnt und lockert die Strukturen und steigert deren Beweglichkeit. Mit dem Effekt, dass Schmerzen verschwinden. Die Ursache von Erkrankungen wird aufgespürt – Blockaden und Dysfunktionen in allen Körperregionen werden gelöst. Eines der Prinzipien: Der Mensch ist imstande, sich selbst gesund zu erhalten.

Anwendungsgebiete: Sowohl Säuglinge und Kinder als auch Erwachsene jeden Alters können bei unterschiedlichen Beschwerden osteopathisch behandelt werden. Besonders chronische und akute Schmerzzustände des Bewegungsapparates, Kopfschmerzen, neurologische Erkrankungen oder Folgebeschwerden nach Unfällen sprechen auf Osteopathie gut an.

Wirksamkeit: Vor allem gegen Rückenschmerzen halten sowohl Wissenschaftler als auch Ärzte die Wirksamkeit von Osteopathie für erwiesen. Bei Kreuzschmerzen kann osteopathische Wirbelsäulenmanipulation für Schmerzlinderung sorgen.
 

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