Alles was Sie über Diabetes wissen sollten

Zuckerkrank

Alles was Sie über Diabetes wissen sollten

Durst, starker Harndrang, Infektanfälligkeit und immer wiederkehrende Müdigkeit – Diabetes kann sich durch die verschiedensten Symptome bemerkbar machen. Was viele nicht wissen: Diabetes – umgangssprachlich auch „Zuckerkrankheit“ genannt – ist eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten weltweit. Allein in Österreich leiden rund 570.000 Personen daran.

Mögliche Diabetes-Symptome 1/8
Häufiges Wasserlassen
 Der Körper versucht bei Diabetes, den vermehrt im Blut vorhandenen Zucker über den Urin auszuscheiden. Betroffene haben deshalb einen verstärkten Harndrang. Oft handelt es sich dabei um das erste Anzeichen für einen Diabetes.
Durst


Ein verstärkter Harndrang kann einen Wassermangel zur Folge habe. Betroffene verspüren dann ein erhöhtes Trinkbedürfnis.

Hautprobleme


Eine trockene Haut kann ein erstes Anzeichen eines Diabetes sein. Auch sie entsteht, wenn der Körper verstärkt Zucker über den Urin ausscheidet und dabei Flüssigkeit verliert.

Müdigkeit


Ein erhöhter Blutzuckerspiegel führt dazu, dass Betroffene sich oft schlapp und antriebslos fühlen.

Gewichtsverlust


In manchen Fällen kommt es bei Diabetes zu Gewichtsverlust. Dieser ist einerseits auf den Flüssigkeitsverlust in Folge des verstärkten Harndrangs zurückzuführen. Eine weitere mögliche Ursache dafür: Können die Zellen ihren Energiebedarf wegen der verschlechterten Blutzuckerverwertung nicht mehr ausreichend abdecken, greift der Körper auf Fettdepots zurück.

Schlechte Wundheilung


Bei einem Diabetes ist oft das Immunsystem geschwächt. Das und eine schlechtere Durchblutung der Haut tragen dazu bei, dass Wunden langsamer verheilen.

Infektanfälligkeit


Erhöhte Blutzuckerspiegel belasten das Immunsystem. Diabetiker sind deshalb anfälliger für verschiedene Infektionskrankheiten wie Harnwegsinfektionen, aber auch Erkältungen und grippale Infekte.

Atemgeruch


Ausschließlich beim Typ-1-Diabetes kann sich ein Azetongeruch im Atem bemerkbar machen, der an überreifes Obst erinnert. Gelangt nicht ausreichend Zucker in die Zellen, baut der Körper Fettzellen ab. Dabei entsteht u. a. Azeton.

Mehrere Arten von Diabetes
Bei Diabetes kann der Körper den Blutzucker nicht mehr selbstständig im Gleichgewicht halten, weil eine ungenügende oder keine Produktion von Insulin stattfindet. Es gibt verschiedene Arten von Diabetes, wobei Diabetes Typ 1 und Typ 2 zu den am weitesten verbreiteten Formen gehören. Diabetes Typ 2 – die häufigste Diabetesform – ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Dabei reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlich auf das Hormon Insulin. Dieses ist dafür zuständig, Traubenzucker (Glukose) aus den Blutbahnen in die Zellen zu leiten, wo er zur Energiegewinnung dient – als Folge steigt der Blutzuckerspiegel. Risikofaktoren für diese Diabetesform sind vor allem eine genetische Veranlagung, Übergewicht sowie Bewegungsmangel (siehe dazu auch Interview unten). Das Problem: Der erhöhte Blutzucker schädigt langfristig Blutgefäße und Nerven. Das kann zu zahlreichen Organproblemen führen. Folgekrankheiten der Erkrankung sind beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschwäche.

Die zweithäufigste Form ist der Typ-1-Diabetes. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass das eigene Immunsystem die Zellen in der Bauchspeicheldrüse – die das Hormon Insulin herstellen – zerstört. In der Regel entwickelt sich der Typ-1-Diabetes vor dem 40. Lebensjahr. Die Autoimmunreaktion beginnt meist schon sehr früh im Leben des Patienten, verläuft aber lange Zeit schleichend und ohne Symptome. Um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu behandeln, müssen Betroffene ihr Leben lang Insulin spritzen.

Behandlung
Diabetes Typ 2 ist bislang unheilbar. Eine gesunde Lebensweise sowie eine regelmäßige ärztliche Betreuung (mit eventueller Medikamenteneinnahme) ermöglichen dem Erkrankten ein fast normales Leben. Auch Diabetes Typ 1 gilt als unheilbar. Wie oben erwähnt, ist die einzige Behandlung dieser Diabetesform die tägliche Verabreichung von Insulin mit einer Spritze oder Insulinpumpe. Darüber hinaus ist es notwendig, dass der Betroffene die eigenen Blutzuckerwerte – mithilfe eines Blutzuckermessgeräts – überprüft. Auch in diesem Fall ist ärztliche Betreuung sowie eine gesunde Lebensweise ausschlaggebend für die Lebensqualität.

Diagnose Diabetes
Der Arzt stellt die Diagnose „Diabetes“, wenn einer dieser Grenzwerte überschritten ist und eine wiederholte Messung des Ergebnis bestätigt:

➡ Der Blutzuckerspiegel erreicht zu einem beliebigen Zeitpunkt einen Wert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder höher.

➡ Ein Nüchternblutzucker von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder höher im venösen Plasma.

➡ Ein Blutzuckerwert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder höher zwei Stunden nach einem oralen Glukosetoleranztest (OGTT).

Danach geben weitere Tests Aufschluss darüber, um welchen Diabetes-Typ es sich handelt.

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