Tiere als Therapeuten

Pferd, Hund und Delfin

Tiere als Therapeuten

Sie stärken das Immunsystem, helfen bei Demenzerkrankungen und verringern das Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt. Kein Wunder, dass Tiere so gern als Therapeuten eingesetzt werden. Streicheln wir Hunde, Katzen oder Meerschweinchen nur 15 bis 30 Minuten lang, senkt sich der Blutdruck um zehn Prozent. Das Kuscheln steigert die Produktion von Wohlfühl-Hormonen wie Serotonin, Prolaktin, Oxytocin. Der höhere Glückshormonspiegel schenkt festeren Schlaf und macht geistig beweglicher.

Hunde haben eine Seele
Als der Verhaltensbiologe Laurent Amann im Alter von 26 Jahren an einer Essstörung erkrankte, machte er sich zunächst kaum Gedanken über sich selbst. Sein Hund „Rio“ beunruhigte ihn noch viel mehr. Sein damaliger Welpe verweigerte sein Futter im Napf. „Ich wusste damals nicht, ob denn vielleicht dieses Verhalten etwas mit mir zu tun haben könnte. Woher konnte mein Hund wissen, welche Sorgen und Probleme ich hatte?“, erzählt Amann, der ein Buch (Mein Hund hat eine Seele, Goldmann-Verlag) über seine Geschichte veröffentlichte, welches sich derzeit auf den Bestseller-Listen befindet. „Hunde nehmen zu nicht einmal 30 Prozent unsere Körpersprache wahr. In Wirklichkeit reagieren sie auf unsere Emotionen und Gedanken.“ Sein Hund machte den Verhaltensbiologen auf seine Essstörungen aufmerksam und ihm diese bewusst. So konnte Amann eine Therapie beginnen und die Krankheit dank „Rio“ heilen.

Pferde sind ein guter Coach
Was Laurant Amann mit seinem Hund erlebte, konnte Michael Bock mit Pferd „Krümel“ erfahren: „Für mich war die Begegnung mit dem Pferd sehr erkenntnisreich. Es ist fantastisch zu sehen, wie beinhart Pferde deine inneren Emotionen spiegeln. Bist du unsicher und schwach, so wird dir niemals ein Pferd gehorchen. Erst wenn du gelernt hast, innere Stärke zu beweisen, dann folgt der Vierbeiner.“

Delfine öffnen die Herzen
Zwar ungeeignet als Haustiere, dennoch großartig als Therapeuten: Delfine. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Zentren auf der ganzen Welt, in denen mit Delfinen heilend an kranken Menschen gearbeitet wird, etwa das Dolphin Research Center in Florida oder das Dolphin Reef in Israel. Die Meeressäuger helfen bei Autismus und Gelenksproblemen, beim Downsyndrom und auch bei Lernschwierigkeiten. Sie beeinflussen mit ihren Frequenzen die Zellen und den Gehirnzustand des Menschen und steigern so die Endorphine, unsere Glückshormone. Das bestätigt auch Autorin und Delfin-Zentrum-Gründerin auf Hawaii Lisa Biritz: „Delfine berühren uns im Herzen, bringen uns zum Lachen – und darum geht es doch im Leben.“

Buchtipp: „Mein Hund hat eine Seele“, Bestseller von Laurent Amann und Asim Aliloski, erschienen im Goldegg-Verlag, 19,99 Euro.

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