MERS-Virus: Die wichtigsten Fakten

Schwere Lungeninfektionen

MERS-Virus: Die wichtigsten Fakten

Das MERS-Virus ("Middle Eastern Respiratory Syndrome Coronavirus") geistert buchstäblich seit 2012 durch den Nahen Osten und mit "importierten" Fällen durch die westlichen Industriestaaten. Es hat auch für große Aufregung bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesorgt. Das Virus ist verwandt mit dem Corona-Virus SARS und ruft vor allem schwere Lungeninfektionen hervor.

MERS-Virus: Die wichtigsten Fakten 1/8
1. Was ist MERS? Das Virus ist verwandt mit dem Corona-Virus SARS und ruft vor allem schwere Lungeninfektionen hervor.
2. Wie wird MERS übertragen? Obwohl der Großteil der Fälle vermutlich eine tierische Infektionsquelle hat, wurden auch limitierte Mensch-zu-Mensch Übertragungen in Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und Großbritannien beobachtet. Eine Reihe von Studien ließen es immer wahrscheinlicher erscheinen, dass Dromedare als großes tierisches Reservoir für dieses Virus dienten. Es sei möglicherweise auch in Afrika weitverbreitet, schrieben die Spezialisten vom Department für Virologie der MedUni Wien zu dem Thema.
3. Welche Symptome treten auf? Die Erkrankung beginnt meist 2-13 Tage nach der Ansteckung mit Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Teilweise treten zusätzlich Durchfall und Erbrechen auf.
4. Welche Folgen hat eine Infektion? MERS kann schwere Lungenentzündungen hervorrufen und auch zu Nierenversagen führen. Mehr als 40 Prozent der Patienten sterben.
5. Gibt es eine vorbeugende Impfung? Nein, momentan gibt es keine Impfung.
6. Wer ist besonders gefährdet? Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen ein höheres Infektionsrisiko haben.
7. Wie viele Fälle gibt es bereits? Bisher sind weltweit 800 Fälle bekannt. In der EU sind bisher zwölf "importiere" Fälle aufgetreten.
8. Besteht in Österreich Gefahr? Laut einer Aussendung des Gesundheitsministeriums besteht in Österreich derzeit kein erhöhtes Risiko für eine MERS-Erkrankung.


SARS
Das SARS-Virus hatte 2002 zu einem Ausbruch von Erkrankungen in Asien und - "importiert" - in Kanada geführt. Die ersten Fälle dieser Virusinfektion (Coronavirus) gab es Mitte November 2011 in Goangdong in China. Insgesamt gab es damals 8.437 Erkrankungsfälle. Singapur und Kanada waren mit 438 Erkrankungen und 44 Todesfällen die außerhalb Chinas am stärksten betroffenen Länder.

Lungenentzündungen
Bisher traten die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierten MERS-Erkrankungen, die vor allem durch schwerste Lungenentzündungen und Komplikationen charakterisiert sind, vor allem in Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Die Krankheit wurde aber auch in andere Staaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Tunesien, Großbritannien) "exportiert".

Mensch-zu-Mensch Übertragungen?
Obwohl der Großteil der Fälle vermutlich eine tierische Infektionsquelle hat, wurden auch limitierte Mensch-zu-Mensch Übertragungen in Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und Großbritannien beobachtet. Eine Reihe von Studien ließen es immer wahrscheinlicher erscheinen, dass Dromedare als großes tierisches Reservoir für dieses Virus dienten. Es sei möglicherweise auch in Afrika weitverbreitet, schrieben die Spezialisten vom Department für Virologie der MedUni Wien zu dem Thema.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum