Jeder Vierte in der EU stirbt an Krebs

Die Zahl der Krebserkrankungen nimmt weltweit zu

Jeder Vierte in der EU stirbt an Krebs

Jeder vierte Todesfall in der EU ist durch Krebs verursacht. 2013 starben 26 Prozent an den Folgen von Krebs. Spitzenreiter war Slowenien mit 32 Prozent an krebsverursachten Todesfällen, positives Schlusslicht war Bulgarien mit nur 17 Prozent. Österreich lag mit 26 Prozent genau im EU-Durchschnitt.

Das Krebsrisiko steigt mit dem Alter
In absoluten Zahlen starben 1,296.902 Menschen an Krebs. Bei den unter 65-Jährigen liegt die Todesrate durch Krebs im EU-Durchschnitt bei 37 Prozent - in Österreich bei 38 Prozent. Bei den über 65-Jährigen sinkt die Quote auf 23 Prozent (Österreich ebenfalls 23 Prozent).

Prognose: Die Zahl der Krebskranken wird steigen
Laut einer im vergangenen Frühjahr präsentierten österreichischen Studie dürfte die Zahl der Krebspatienten in Zukunft weiter steigen. Im Jahr 2000 lebten in Österreich rund 190.000 Menschen mit Krebs, im Jahr 2010 waren es bereits etwa 305.000, im Jahr 2020 werden es wahrscheinlich 390.000 sein. Auch danach ist die Tendenz steigend. Krebs kostet die 27 EU-Staaten auf der Basis der Daten von 2009 jährlich rund 117 Milliarden Euro.
Erschreckend sind diese Zahlen vor allem in Bezug auf die mangelnden Möglichkeiten, Krebs zu bekämpfen. Nur 17 % der Weltbevölkerung haben einen Zugang zu Krebsbehandlungen.

Lungenkrebs die häufigste Ursache für Todesfälle
In der EU sind es 21 Prozent, wobei der Anteil der Männer mit 26 Prozent deutlich über dem der Frauen (15 Prozent) rangiert. Österreich kommt auf eine Todesrate durch Lungenkrebs von 18 Prozent (22 Prozent Männer und 14 Prozent Frauen). Dabei könnte ein Großteil dieser Todesfälle vermieden werden. Zigarettenverzicht gilt als wichtigste Maßnahme, um die Anzahl der Todesfälle durch Krebs zu minimíeren.

Krebserkrankungen und Todesfälle im EU-Durchschnitt
Auf Dickdarmkrebs entfallen im EU-Durchschnitt zwölf Prozent der Todesfälle, wobei dies auf Frauen und Männer gleichermaßen zutrifft. In Österreich sind es elf Prozent (gesamt sowie für Frauen und Männer). Dann folgt Brustkrebs (nur Frauen) mit sieben Prozent in der EU sowie auch in Österreich. Bauchspeicheldrüsenkrebs folgt mit sechs Prozent in der EU (sechs Prozent Männer und sieben Prozent Frauen). Österreich kommt hier auf sieben Prozent (sieben Prozent Männer und acht Prozent Frauen). Bei Prostatakrebs ist die EU-Todesrate sechs Prozent, ebenfalls in Österreich. Auffällig ist, dass Schweden mit elf Prozent an der Spitze negativ herausragt. Die geringsten Prostatakrebs-Todesfälle weisen Luxemburg, Malta, Niederlande und Rumänien mit je nur vier Prozent auf.

Krebserregende Lebensmittel 1/9
1. Pommes & Chips Lebensmittel, die über 175° Celsius frittiert werden bilden den krebserregenden Stoff Acrylamid. In einer Studie fand man bei Menschen, die mehrmals pro Woche Pommes oder Chips gegessen hatten, erhöhte Mengen des gefährlichen Stoffes. Acrylamid  wird im Körper in Glycidamid umgewandelt, der das Erbgut verändert. Mutierte Zellen wiederum erhöhen das Tumorrisiko. Gleiches gilt für Donuts.
2. Ethanol Dass Alkohol nicht gesund ist, weiß jeder. Doch Ethanol ist tatsächlich genauso krebserregend wie Wurst und Schinken. Zudem macht er abhängig und schädigt die Leber.
3. Konservenfutter In Lebensmitteln aus Konserven werden immer wieder hohe Aluminium-Werte beobachtet. Es kann sich im Gehirn anreichern und ist möglicherweise auch für die Alzheimer-Krankheit mitverantwortlich. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (kurz IARC) stuft Aluminium als kanzerogen ein.
4. Softdrinks mit Süßstoffen Softdrinks sind Feinde unserer Gesundheit. Mit Süßstoffen wie Aspartam sind sie jedoch genauso gefährlich und nicht gesünder als Zucker. Es besteht der Verdacht, dass Süßstoffe Krankheiten, unter anderem auch Krebs, auslösen können. Auch der in Süßgetränken enthaltene Karamellfarbstoff und dessen Derviat 4-Methylimidazol wird ausdrücklich mit der Auslösung von Krebs in Verbindung gebracht.
5. Mikrowellen-Popcorn Mikrowellen-Popcorn ist mit Chemikalien besprüht, die mit Unfruchtbarkeit, Leber-, Hoden- und Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht wurden. Die Perfluoroctansäure (PFOA) im Mikrowellen-Popcorn wird als wahrscheinlich kanzerogen eingestuft. Die Substanz wurde in weiteren Studien mit der Entstehung von Tumoren in Zusammenhang gebracht. 
 6. Transfette Gehärtete Öle machen industriell verarbeitete Lebensmittel haltbar - verändern jedoch die Struktur unserer Zellmembranen im ganzen Körper und können somit auch Krebs auslösen. Transfette finden sich in Blätterteig, Fertigsuppen, Braten-Saucen, Wurst und sogar in Müslis und Frühstücksflocken.
7. Gegrilltes Verbranntes Fett von gegrilltem Fleisch wird in der Glut zu Benzpyren - dieses kann jedoch mit dem Rauch das Fleisch auf dem Griller kontaminieren. Der Stoff ist die Hauptursache für Magenkrebs. Abhilfe schaffen Folien zwischen Grillgut und Glut.
8. Raffiniertes Mehl Eine in der Zeitschrift "Cancer Epidemology" veröffentlichte Studie zeigte, dass der regelmäßige Verzehr von raffinierten Kohlehydraten das Brustkrebsrisiko bei Frauen um 22% erhöhte. Alle hochglykämischen Lebensmittel sind dafür bekannt den Blutzuckerspiegel schnell zu erhöhen und dieser fördert das Wachstum von Krebszellen.
9. Raffinierter Zucker Das gleiche gilt für raffinierten Zucker, der den Blutzuckerspiegel ebenfalls schnell erhöht und das Wachstum von Krebszellen fördert. Besonders schädlich sind fruktosehaltige Süßstoffe wie Maissirup (HFCS). Krebszellen verstoffwechseln ihn besonders schnell, um sich ausbreiten zu können. Gefährlich sind daher alle zuckerhaltigen Speisen wie Kuchen, Limonaden, Säfte und Saucen.

Im vergangenen Jahr starben weltweit 8,2 Millionen Menschen an Krebs
Auch weltweit nimmt die Zahl der Krebserkrankungen und der Todesfälle zu. 2008 gab es insgesamt 12,7 Millionen diagnostizierte Neuerkrankungen, 2012 bereits 14,1 Millionen, stellte zu dem Thema Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem Bericht fest. Im Jahr 2008 wurden demnach 7,6 Millionen Todesfälle durch bösartige Erkrankungen weltweit registriert, im vergangenen Jahr waren es 8,2 Millionen Opfer. Krebs betrifft mehr und mehr Menschen. Jedoch können durch die moderne Medizin viele Betroffene länger leben - und es wird daran gearbeitet, aus diesen oft tödlichen Krankheiten chronische Leiden zu machen.  2012 lebten weltweit bereits 32,6 Millionen Personen im Alter über 15 Jahren mit der Diagnose Krebs.

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