Influenza - Neuerkrankungen in Wien stabil

13.000 Fälle

Influenza - Neuerkrankungen in Wien stabil

Die Zahl der Influenza-Neuerkrankungen in Wien ist im Wochenvergleich praktisch stabil geblieben. In der Vorwoche kamen 13.000 Fälle an "echter" Virus-Grippe und an grippalen Infekten hinzu, berichtete die MA 15 (Gesundheitsdienst der Stadt) am Dienstag. Das waren laut den Hochrechnungen 600 Erkrankte weniger als zuletzt.

Ihren Höhepunkt hatte die aktuelle Grippewelle laut den übermittelten Daten zu Beginn des Jahres. In der ersten Kalenderwoche wurden in Wien 19.700 Neuerkrankungen gemeldet. Im Umlauf sind dabei vor allem A(H3N2)-Viren.

Auch in Graz, wo ebenfalls ein Influenza-Monitoring besteht, ging die Zahl der Grippe-Kranken weiter zurück. In der Vorwoche gab es rund 3.100 Neuerkrankungen, nach zuvor 3.300 Fällen.

Acht Fragen zur Grippe 1/8
1. Wie wird die Grippe übertragen? 
Influenza-Viren werden durch kleinste Tröpfchen, etwa beim Reden, Husten oder Niesen, übertragen. Mit der eingeatmeten Luft gelangen sie bis in die Bronchien, wo sie sich in den Schleimhautzellen festsetzen und schnell vermehren. Auch durch direkten Kontakt mit virushaltigem Schleim, zum Beispiel verunreinigte Gegenstände, oder Klimaanlagen kann man sich infizieren. Influenza-Viren sind hochansteckend, daher lösen bereits geringe Virusmengen eine Infektion aus.
2. Woran erkenne ich die echte influenza?


Im Gegensatz zur Erkältung tritt die echte Grippe plötzlich und heftig auf. Typische Alarmzeichen sind starker Schüttelfrost, hohes Fieber bis zu 40 Grad und intensive Kopf- und Gliederschmerzen. Jede Bewegung wird zur Qual, man fühlt sich permanent schlapp. Dazu breitet sich der Grippevirus rasant in den Bronchien aus und führt zu starkem, trockenen Husten. Hals- und Ohrenschmerzen wie auch Übelkeit oder Erbrechen sind mögliche Begleiterscheinungen.

3. Warum greift der 
Impfstoff heuer nicht? 
Die derzeit zirkulierenden Virenstämme sind sogenannte Driftvarianten. Der Impfstoff schützt vor einem A/H1N1-Virus, einem A/H3N2-Virus und einem Influenza-B-Virus. Das H3N2-Virus hat sich anders entwickelt, als im Frühjahr 2014 von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorausgesagt wurde. Der Impfstoff kann die Symptome aber deutlich lindern.
4. Wie lange dauert die Grippe im Schnitt?

Meist sieben bis 14 Tage. Wichtig ist Bettruhe, und dass man nicht zu früh wieder „aufsteht“. Halb krank wieder ins Büro gehen ist kontraproduktiv! Damit riskieren Sie nicht nur selbst einen Rückfall, sondern auch, dass Sie Arbeitskollegen anstecken. Mit der Grippe ist nicht zu spaßen: Manche Patienten leiden nach Abklingen einer Influenza noch Wochen an Mattheit, Leistungsschwäche, Unwohlsein.

5. Was sollte man 
keinesfalls tun?


Sich anstrengen! Wer sich zu viel zumutet, riskiert Herzmuskelentzündungen und andere schwerwiegende Folgen. Zumindest eine Woche lang ist absolute Bettruhe angesagt. Und selbst wenn Sie sich danach wieder absolut fit fühlen, muten Sie Ihrem Körper nicht gleich wieder zu viel zu. Schalten Sie im Fitnessstudio einen Gang herunter. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich von den Strapazen zu erholen.

6. Bekommt man Grippe, wenn man friert?


Nein, denn die Influenza wird durch Viren ausgelöst, nicht durch niedrige Temperaturen. Zu leicht bekleidet für die Außentemperatur zu sein, verschlechtert aber die Abwehrlage und ermöglicht die Vermehrung von Viren. Mütze, Schal und Handschuhe sind deshalb im Winter Pflicht!

7. Gehöre ich zur 
Risikogruppe?


Besonders gefährdet sind alle Menschen, deren Immunsystem nicht voll funktionstüchtig ist: chronisch Herz- oder Lungenerkrankte, Diabetiker, Schwangere, Ältere und jene, die beruflich oder privat viel in Kontakt mit anderen stehen. Das Alter spielt keine Rolle. Immer häufiger erkranken aber auch junge, völlig gesunde Menschen und Kinder.

8. Gibt es Leute, die gegen Grippe immun sind?


Immun nicht, aber ob Sie erkranken oder nicht, ist – neben Lebensstil und Zustand Ihres Immunsystems – auch genetisch bedingt. Es gebe tatsächlich Menschen, deren Abwehrlage von vornherein besser gegen Infektionen gewappnet ist. Falls Sie dazu gehören: Glückwunsch!

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