Dame in rosa Bluse nascht an einem Cupcake.

Low Carb statt Low Fat

Low Carb statt Low Fat: Warum uns Zucker schadet!

Zucker und Zivilisationskrankheiten gehören eng zusammen.

Alles über die Risiken von Zucker und gute Gründe für Low Carb

Warum eigentlich Low Carb?
 
Der Begriff „Low Carb“ kommt aus dem Englischen und steht für „wenig Kohlenhydrate“. Bei einer Low Carb Ernährung geht es also um eine Diät, bei der auf Kohlenhydrate zugunsten von Fetten und Proteinen verzichtet wird. Für die meisten Anhänger einer Low Carb Diät sind Eiweiße unter den Makronährstoffen der Goldstandard. Der Hauptgrund: Ein Gramm Protein besitzt mit 4 Kilokalorien so wenig Kalorien wie Kohlenhydrate, aber hält ähnlich nachhaltig satt wie Lipide.
 
Auch Benjamin Oltmann, der seit Jahren mit seinem Low Carb Konzept „Abnehmen ohne Hunger“ für Furore sorgt, setzt bevorzugt auf Proteine, um für seine Leser attraktive Rezepte zum Abnehmen zu präsentieren. Auch kohlenhydratarme Lebensmittel können leckere Gerichte sein und seine Low Carb Rezepte zum Abnehmen sind unter diesem Link einsehbar.
 
Low Carb ist unter den Diätkonzepten der Gegenspieler von Low Fat und wurde in den 1970er-Jahren durch den Bestseller von Robert Atkins einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Doch warum sind Kohlenhydrate und nicht Fette die Hauptursache für das Übel Übergewicht in der heutigen Zeit?
 
Die Metapher von Kohle und Papier
 
Stellen wir uns den Organismus als einen Ofen vor, der wie unser Körper nach einem Brennwert verlangt. Fette sind in diesem Bild die Kohlebriketts. Werden sie in den Kamin geworfen, dann halten sie den Ofen lange warm – er kann lange davon zehren. Wird hingegen Papier in den Ofen befördert, dann ist es schnell aufgebraucht. Die Wirkung tritt zwar schnell ein, ist aber ebenso schnell wieder vorbei. In dieser Metapher ist Papier mit Zucker vergleichbar und damit mit Kohlenhydraten, die besonders kurzkettig sind und deswegen schnell verstoffwechselt werden. 
 
Wer sich vergegenwärtigt, was passiert, wenn wir unseren Appetit mit Fetten oder Kohlenhydraten stillen, wird schnell die Analogie erkennen. Während Fette schnell und nachhaltig sättigen – der Sättigungseffekt reicht bis zu elf Stunden beim Verzehr einer Weihnachtsgans, können wir uns mit Zucker nur so vollstopfen. Es dauert lange, bis unser Appetit gestillt ist, und auch der Hunger wird sich schnell wieder zurückmelden.
 
Droge Zucker
 
Ein weiteres Problem dabei ist, dass Zucker ein beliebter Geschmacksverstärker ist, der an Regionen im Gehirn andockt, die unser Belohnungssystem aktivieren. Besonders Süßigkeiten und Fertiggerichte sind in hohen Mengen mit solch minderwertigem Zucker bestückt, der unsere Lust auf Süßes anfacht und eine ernste Suchtgefahr in sich birgt. Dazu passt, dass Zucker in der freien Natur im Gegensatz zu Fetten eigentlich kaum vorkommt. Erst die systematische Anpflanzung von Zuckerrohr und der Zuckerrübe als Weiterentwicklung der Runkelrübe sorgte für die unnatürlich hohen Zuckermengen in der Ernährung der heutigen Zeit. Verglichen mit der Zeit von vor 200 Jahren nehmen wir aktuell etwa die zwanzigfache Zuckermenge in uns auf und geben einem eigentlichen Luxusobjekt den Status der Allgegenwärtigkeit.
 
Zu viel Zucker führt in das Metabolische Syndrom
 
Konsumieren wir Zucker, dann geschieht Folgendes: Die Insulinpumpe in der Bauchspeicheldrüse beginnt das Hormon Insulin für den Zuckertransport zu produzieren. Ist diese aktiv, dann blockiert das den Abbau aller anderen Nährstoffe im Körper und damit auch der Fette. Besonders problematisch sind die kurzkettigen Kohlenhydrate, denn deren Ketten bestehen nur aus einem Glied (Einfachzucker) oder zwei Gliedern (Zweifachzucker). Sie sind entsprechend schnell enzymatisch aufgespalten und die Insulinpumpe ist bis zur Überforderung aktiv. Wird die Insulinpumpe nun dauerhaft über Gebühr beansprucht, dann kann dies zu ihrem Verschleiß führen, der gesundheitlich schlimme Folgen hat.
 
Die entsprechenden Symptome werden unter dem Metabolischen Syndrom zusammengefasst, das im englischsprachigen Raum nicht zufällig „Deadly quartett“ genannt wird. Die Symptome decken sich mit denen, die wir als typische Zivilisationskrankheiten identifizieren. Es sind Symptome wie Bluthochdruck, ein hoher Blutzucker- und Blutfettspiegel, Gefäßverkalkungen, Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein dauerhaftes, unstillbares Hungergefühl, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Trägheit und Nierenschäden. Das metabolische Syndrom ist die Vorstufe von Diabetes mellitus, einer gefürchteten Erkrankung, die mit erheblichen Beeinträchtigungen im Lebensstil einhergeht.