Kinderlähmung

20.03.2014

Alles über Kinderlähmung.

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Kinderlähmung ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die in ungünstigen Fällen zum Tod führen kann. Die Viruserkrankung befällt Teile des Rückenmarks und  führte in der Vergangenheit immer wieder zu Epidemien. Eine Impfung verhindert heutzutage die Verbreitung der Krankheit. Nur noch in drei Ländern kommt es gehäuft zu Infektionen: Nigeria, Pakistan und Afghanistan.

Symptome
Meist kommt es sechs bis neun Tage nach der Infektion zu einer sogenannten gemilderten Kinderlähmung, bei der das Zentralnervensystem noch nicht infiziert ist. Die erste Krankheitsphase verläuft noch ohne klassische Anzeichen. Kinderlähmung kann mit wenig kennzeichnenden Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit, Durchfall, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden beginnen. Infizieren die Viren das Zentralnervensystem geht die Krankheit in die nicht-paralytische Polio über.

Die zweite Phase ist durch Symptome wie Nackensteifigkeit, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, erhöhte Sensibilität auf äußere Reize und Fieber gekennzeichnet.  Die Muskelschmerzen kommen häufig an den Muskeln in den Beinen vor. Ein bis zwei Tage nach Beginn der zweiten Phase kommt es zu meist asymmetrischen, bleibenden Lähmungen.

Ursachen
Ursache für die Erkrankung ist eine Infektion mit einem bestimmten Erreger, dem sogenannten Poliovirus. Die Krankheit ist hochansteckend. Durch eine Impfung ist eine völlige Ausrottung der Krankheit möglich. Die Zahl der Erkrankten an Kinderlähmung ist somit seit 1988 um über 99 Prozent zurückgegangen. Die Krankheit wird fäkal-oral übertragen, das beduetet, dass Polioviren über den Stuhl ausgeschieden werden. Nahrungsmittel oder Getränke, die mit hochansteckenden Polioviren kontaminiert sind, weil sie mit infektiösem Kot erkrankter Menschen in Kontakt kamen, können zur Ansteckung führen. Eine Ansteckung durch Tröpfcheninfektion (Husten, Nießen, Küssen) ist äußerst selten.

Therapie
Die Symptome der Erkankung können gelindert werden und das Virus kann mit entsprechenden Meidkamenten bekämpft werden. Patienten wird strenge Bettruhe verordnet, außerdem ist Krankengymnastik, intensivmedizinische Behandlung und eventuell maschinelle Beatmung bei Atemlähmungen notwendig.

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