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Lebensmittel einfrieren leicht gemacht

Lebensmittel einfrieren leicht gemacht

1. Vorbereitung

Damit die Lebensmittel möglichst unversehrt wieder aufgetaut werden können, benötigt man ein gefriergeeignetes Gefäß oder einen Gefrierbeutel. Der Behälter sollte luftdicht verschlossen werden können, damit weder Luft noch Feuchtigkeit eindringen können. Gelangt nämlich zu viel Sauerstoff zu den Lebensmitteln, entsteht Gefrierbrand. Dieser ist anhand von ausgetrockneten weißen oder leicht bräunlichen Stellen erkennbar. Lebensmittel, die von Gefrierbrand betroffen sind, gelten zwar nicht als ungesund, aber schmecken nicht mehr. Die Konsistenz kann sich dadurch verändern, Fleisch wird beispielsweise ledrig.

Tipp: Da sich die Speisen beim Einfrieren ausdehnen, sollten Sie Gefäße nicht zu voll füllen. Diese könnten sonst springen.

2. Auf die Frische achten

Planen Sie bereits im Voraus, welche Lebensmittel Sie wann benötigen. Frische Produkte, welche nach dem Einkauf länger nicht zum Einsatz kommen, sollten am besten gleich eingefroren werden, damit der Qualitätsverlust so gering wie möglich ist.

2. Einfrieren von Milchprodukten

Je nach Fettgehalt gelten beim Einfrieren von Milchprodukten verschiedene Regeln. Je fetter das Milchprodukt ist, desto einfacher kann es gefroren werden. Milch, Sauerrahm, Pudding und Joghurt sollten beispielsweise nicht in den Gefrierschrank gelangen, da sie beim Auftauen flockig werden. Hartkäse kann problemlos eingefroren werden, Frisch- und Weichkäse verlieren hingegen an Geschmack.

Tiefgekühlt haltbar: 2 bis 6 Monate

3. Einfrieren von Fleisch

Bei Fleisch gelten andere Spielregeln. Je magerer das Fleisch ist, desto länger ist es haltbar. Das Fett reagiert nämlich auch im gefrorenen Zustand mit Sauerstoff und wird dadurch mit der Zeit ranzig. Bakterien werden beim Einfrieren nicht abgetötet, sondern nur inaktiv. Aus diesem Grund sollte Fleisch auch nach dem Auftauen durchgebraten werden.

Tiefgekühlt haltbar: 2 bis 12 Monate

4. Einfrieren von Fisch

Hier gilt ebenfalls: Magerer Fisch hält länger. Zur Vorbereitung sollte Fisch entschuppt, ausgenommen, gewaschen und trockengetupft werden. Damit dieser noch länger hält, können Sie ihn glasieren. Frieren Sie dafür den Fisch zunächst auf einem Blech ein, damit er nicht festfriert. Ist er gefroren, tauchen Sie diesen kurz in kaltes Wasser. Die dadurch entstehende Eisschicht - Glasur - schützt den Fisch vor Gefrierbrand. Wickeln Sie nun den Fisch in Alufolie ein und geben Sie ihn, in einem Gefrierbeutel verpackt, zurück ins Gefrierfach.

Tiefgekühlt haltbar: Scholle und Zander bis zu 8 Monate, Aal und Lachs bis zu 3 Monate

5. Einfrieren von Gemüse

Damit Farbe, Geschmack und Qualität erhalten bleiben, ist es empfehlenswert, das Gemüse zunächst zu blanchieren . Dafür wird das Gemüse ins kochende Wasser gegeben und anschließend in Eiswasser getaucht.

Nicht Einfrieren: Gurken, Tomaten, Salate und Zwiebeln werden beim Einfrieren matschig.

Tiefgekühlt haltbar: 3 bis 12 Monate

6. Lebensmittel auftauen

Als Grundregel gilt: Schnell einfrieren, langsam auftauen. Fleisch und Fisch sollten beispielsweise unbedingt im Kühlschrank aufgetaut werden. Dies kann bis zu zehn Stunden dauern. Kippen Sie das dabei entstehende Tauwasser weg.

Ausnahmen: Obst zum Backen, rohes und blanchiertes Gemüse dürfen schnell aufgetaut werden und kommen gleich ins Backrohr oder in den Kochtopf.

7. Nicht zum Einfrieren geeignet

  • Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt
  • Milchprodukte mit geringem Fettgehalt
  • Salat mit Mayonnaise
  • Kartoffeln
  • rohe Eier mit Schale oder gekochte Eier (Besser: Eiweiß und Eigelb trennen und im Gefrierbeutel einfrieren, da sonst die Schale platzt.) Tiefgefrorene Eier niemals roh essen!