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Kaiserschnitt - die Fakten

Kaiserschnitt - die Fakten

Voruntersuchung

Vor dem Eingriff wird die Mutter untersucht und die Herzschläge des Ungeborenen werden gemessen. Bleiben die Untersuchungen ohne Befund, geht es für die werdende Mutter weiter in den Operationssaal.

Anästhesie

Anschließend beginnt der Anästhesist schmerzhemmende Maßnahmen zu setzen. Die gängigste ist der Kreuzstich. Hierzu wird die Einstichstelle im Bereich der Lendenwirbelsäule mit ­einem Lokalanästhetikum behandelt, ehe der Arzt ein Medikament, das den Bauchbereich gefühllos macht, zwischen zwei Wirbel spritzt. Eine andere, wesentlich seltenere Methode ist die Vollnarkose.

Operationstechnik

Nach Pfannenstiel: Bei der klassischen Operation erfolgt der Hautschnitt (ca. 10–12 cm) quer zum Körper, ungefähr zwei bis drei Finger breit oberhalb der Schambeinäste. Fettgewebe und Faszien werden durchtrennt, die freiliegenden Bauchmuskeln zur Seite gedrängt, das drunter liegende Bauchfell durchtrennt und anschließend die Gebärmutter eröffnet. Kind und Plazenta werden geboren. Anschließend wird schichtweise vernäht. Dauer ca. 45 Minuten.
Nach Misgav-Ladach: Im Vergleich zur herkömmlichen OP-Technik wird auf die scharfe Durchtrennung der Bauchschichten verzichtet – Gefäße und Nerven geschont. Der Hautschnitt wird etwas höher gesetzt, Fettgewebe und Faszien nur wenige Zentimeter durchschnitten. Anschließend wird die Öffnung unter Zug – die Bauchmuskeln werden zur Seite gezogen – vergrößert. Bauchfell und Gebärmutter werden eröffnet, das Kind und die Plazenta geboren. Vernäht werden nur Muskelhüllen und Haut.
Vertikaler Schnitt: (zwischen Nabel und Schambein). Diese Technik wird vor allem bei sehr korpulenten Frauen und im Zuge eines Not-Kaiserschnitts angewendet.

Nachsorge

Nicht übernehmen! Faustregel: nicht schwerer als das Neugeborene heben.Wenige Stunden nach dem Eingriff dürfen Sie erstmals aufstehen. Der Krankenhausaufenthalt dauert in etwa drei bis fünf Tage.