Immunsystem: Wie die Abwehr arbeitet

Immunsystem: Wie die Abwehr arbeitet

Wichtigster Schutz
 

Das Immunsystem ist kein einzelner Mechanismus, sondern umfasst verschiedene Organe und Prozesse auf Zellebene. Dieses komplexe Zusammenspiel sorgt dafür, dass schädliche Eindringlinge und entartete Zellen erkannt und ­bekämpft werden. Das Immunsystem ist rund um die Uhr im Betrieb – denn schädliche Einflüsse aus der Umwelt sind permanent und nicht nur in Form von Viren und Bakterien. Auch vor Luftverschmutzung, Strahlung, Chemie und mehr schützt uns unsere Abwehr. Ist unser Immun­system geschwächt, haben äußerliche Faktoren leichteres Spiel.

Zwei Systeme
 

Meist ist von zwei Hauptsystemen der Immunabwehr die Rede: 1. unspezifisches Immunsystem: Dieses „angeborene“ Immunsystem bildet die generelle Verteidigungs­linie. Seine Hauptaufgabe ist die Abwehr von allem, das als körperfremd erkannt wird. 2. spezifisches ­Immunsystem: Unsere Immunabwehr lernt dazu und bildet Antikörper gegen bestimmte Stoffe. Diese richten sich gezielt gegen Erreger, mit denen der Körper bereits Kontakt hatte.
Auf dieser Dynamik basiert das Prinzip des Impfens (z. B. der Grippeimpfung): Dem Körper werden inaktive oder abgeschwächte Krankheitserreger verabreicht. So wird unser ­Organismus auf ungefährliche Weise dazu angeregt, Antikörper gegen ebendiese Erreger zu bilden. Bewirkt, dass wir auch gegen aktive Erreger, wie Influenza-Viren, geschützt sind.

Übertragung
 

Meist werden die Krankheitserreger über Tröpfchen über die Luft (bei Husten oder Niesen), über Gegenstände (Türgriff) oder beim Händeschütteln von einem zum anderen weitergegeben. Die Eintrittspforten sind Nasen- und Rachenschleimhaut. Darum ist v. a. gründliches Hände­waschen sehr wichtig, um nicht anzustecken oder angesteckt zu werden.