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Ihr Kräuter-Ratgeber

Ihr Kräuter-Ratgeber

April

Bärlauch:  

Verwendet werden können die Zwiebeln und Blätter. Bärlauch enthält viele ätherische Öle, Vitamin C und Eisen. Schmecken im Salat und in der Suppe besonders gut. Wirkungsweise: stark blut­reinigend, harntreibend, blutdrucksenkend, antiseptisch. Sammeln: in Auwäldern und humusreichen Laubwäldern.

Löwenzahn:

Bei einer gestörten Kalziumaufnahme kann Löwenzahn vermehrt verwendet werden. Wirkungsweise: gallebildend, nierenanregend, leberstärkend, stoffwechselanregend, antirheumatisch. Sammeln: Wiesen, Weiden, Gärten.

Gundelrebe:  

Davon kann das ganze Kraut verwendet werden. Wirkungsweise: schleimlösend, lungenwirksam, harnsäurelösend, magenwirksam. Es regt den Stoffwechsel an und hilft bei Blasenleiden sowie chronischem Schnupfen und Husten. Sammeln: Es wächst auf Wiesen, Feldrändern, entlang von Hecken und Gebüschen und in lichten Wäldern.

Knoblauchrauke:  

Sie kann leicht im Garten angesiedelt werden und samt sich immer wieder selbst aus. Wirkungsweise: wundheilend, schleimlösend, desinfizierend. Dieses Kraut gehört in jede Frühjahrskur zur Stärkung der Abwehrkräfte. Bei entzündetem Zahnfleisch oder Mandelentzündungen gurgelt man 10 Minuten mit einem starken Aufguss. ­Sammeln: in Gärten, bei feuchten Hecken und Gebüschen.

Waldmeister:  

Er macht ein frohes Herz und heilt viele Altersleiden. Wird auch oft als Schlaf-Tee  bei Menschen verwendet, die nervös sind, Herzklopfen und Harnbeschwerden haben. Wirkungsweise: anregend, herzstärkend, harntreibend, schweißtreibend, keimtötend, beruhigend, schlaffördernd, blutreinigend, leberstärkend und krampflösend. Sammeln: dort, wo viel Immergrün gedeiht. Bevorzugte ­Orte sind schattige Buschwälder.

Zaunwicke:  

Es lassen sich Blätter, Triebe und die Samen verwerten. Die jungen Triebspitzen sind sehr nährstoffreich, saftig und knackig und erinnern im Geschmack an Erbsen.  Wirkungsweise: Aufgrund des hohen Eiweisgehalts wirkt das Kraut verdauungsfördernd, entschlackend, stoffwechselanregend. Sammeln: Sie ist fast überall an Waldrändern zu finden, in Gebüschen und in der Nähe von Äckern und Wiesen.

Bingelkraut:  

Das Kraut wird in der Homöopathie verwendet: bei chronischen rheumatischen Erkrankungen, Blasenbeschwerden oder Magen- und Darmerkrankungen. Wirkungsweise: verdauungsfördernd, abführend. Sammeln: in Laub- und Auenwäldern, an Wegen, auf Äckern, vor allem aber im Donauraum.

Mai

Gänseblümchen:  

Von diesem Korbblütler wird nur der Blütenkopf verwendet. Er ist reich an Saponinen, ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Flavonoiden. Die aus der frischen Pflanze hergestellte Essenz wird bei Verletzungen der Muskelfasern, Quetschungen und anderen Hauterkrankungen angewendet. Wirkungsweise: blutreinigend, schleim­lösend, wassertreibend. Sammeln: Es kommt praktisch überall vor. Neben Feldern, auf Grasflächen, in Gärten, an Wegrändern.

Sanikel:  

Gehört seit dem Altertum zu den wirkungsvollen und beliebtesten Heilpflanzen.  Wirkungsweise: Sie wirkt entzündungshemmend, wundhei­lend und eignet sich für die Behandlung von Magenproblemen und Atemwegs­erkrankungen. Für den Tee 2 TL Sanikel mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. 2 Tassen pro Tag trinken. Sammeln: in schattigen Buchenwäldern und Gebirgsgegenden.

Aronia:

Die Pflanze enthalt viele Anthocyane, die gegen freie Radikale, die für unseren Alterungsprozess verantwortlich sind, wirken. Zum Gebrauch werden ausschließlich die Früchte verwendet. Wirkungsweise: stoffwechselanregend und schützt vor freien Radikalen, Toxinen. Sammeln: überall, wo nahrhafter Boden und viel Sonne ist.

Katzenpfötchen:  

Wirkungsweise: harn-gallentreibend. Bei geschwollenen Mandeln oder einer
Mandelentzündung ist häufiges Gurgeln mit einem Aufguss zu empfehlen.
Sammeln: wächst auf kalkarmen Magerwiesen.

Juni

Mäuseklee:

Wirkungsweise: antibakteriell, hilft bei Magen- und Darmerkrankungen kleiner Kinder. Sammeln: auf sandigem Rasen und Wegrändern, in der Nähe von Bahngleisen oder ­alten Bahnhöfen, an Waldrändern.

Gänsefingerkraut:  

Dieses Kraut enthält Gerbstoffe, Flavonoide und Kalzium. Wirkungsweise:
krampflösend, wundheilend. Wenn man oft mit Blätter-Absud gurgelt, festigt es lockere Zähne. Auch bei geröteten Augen kann es helfen. Hierfür ein Tuch mit starkem Tee befeuchten und auf die ­geschlossenen Lider legen. Sammeln: auf grasbewachsenen Plätzen, an
Bächen und Teichen, an Wegrändern und Gräben.

Waldbeere:  

Von der Walderdbeere können Sie die Früchte, Blätter und die Wurzeln verwenden. Sie ist reich an Flavonoiden, Säuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Gerbstoffen. Wirkungsweise: Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes sind die Erdbeerblätter ein Heilmittel gegen Durchfall. Außerdem wirkt die Beere blutreinigend. Sammeln: häufig an Waldrändern und lichten Stellen im Wald; auch an abgeholzten Stellen in Mischwäldern.

Ackerhellerkraut:  

Diese Pflanze (sie sprießt bereits im April, hat im Juni Hochsaison) riecht sehr stark und schmeckt ähnlich wie Kresse. Die Blätter können fein gehackt in Suppen oder Salaten verwendet werden.
Wirkungsweise: schleimlösend, harn- und schweißtreibend, bakterientötend. Sammeln:
auf Äckern, Wegrändern, Weinbergen und Fichten­kulturen.