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Hyaluronsäure-Therapie bei Knorpelschäden

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Hyaluronsäure kommt natürlich in unserem Körper vor und sorgt dafür, dass in den Gelenken alles läuft „wie geschmiert“. Bei Arthrose und anderen Knorpelschäden kann sie von außen injiziert werden. 

Knorpel sind die Stoßdämpfer in unseren Gelenken. Sind sie gesund, sorgen sie dafür, dass die Gelenkflächen ideal aufeinander gleiten und fangen Erschütterungen bei Bewegungen ab. Großen Anteil an dieser Funktion hat die Hyaluronsäure in der Gelenkflüssigkeit. Denn diese Gelenkflüssigkeit oder Synovia ist für die Ernährung des Knorpels zuständig und versorgt ihn mit allem, was er braucht.

Zu wenig Hyaluron bei Knorpelschäden

Bei Knorpelschäden und -erkrankungen wie der Arthrose ist die schützende und dämpfende Funktion der Knorpel beeinträchtigt. Durch die Injektion von Hyaluronsäure in das Gelenk können Fachärzte die Beweglichkeit von Patienten wieder verbessern und Schmerzen lindern. Denn dank seiner positiven viskoelastischen Eigenschaften wirkt Hyaluron wie ein Schmiermittel für die Gelenke.

Kompetente Fachärzte

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Hyaluron-Präparaten auf dem Markt. Um hier das richtige zu finden, sollten Sie sich für die Hyaluronsäure-Therapie in die Hände von erfahrenen Orthopäden und Knorpelspezialisten begeben. Denn spezialisierte Fachärzte können genau jene Produkte auswählen, die durch nachgewiesene Wirksamkeit und Sicherheit sowie hohen Patientenkomfort überzeugen.

Verschiedene Behandlungsansätze

Bei der Hyaluronsäure-Therapie von Knorpelschäden gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Diese sollten individuell für jeden Patienten ausgewählt werden, um das ideale Resultat zu erzielen: ein bewegliches Gelenk ohne Schmerzen. Für Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits vom Knorpelzentrum Wien – einem Spezialisten auf dem Gebiet der Knorpelregeneration – zählen Behandlungen wie die kombinierte Hyaluronsäure-Cortison-Therapie, die Hyaluron-Therapie in Verbindung mit Knorpelsubstanzen und die Injektion mit der Doppelkammerspritze zu den bewährtesten bzw. fortschrittlichsten Methoden.

Hyaluronsäure-Cortison-Therapie

Die kombinierte Hyaluron-Cortison-Therapie verspricht vor allem bei aktivierter Arthrose gute Ergebnisse. Von „aktiviert“ spricht man bei Arthrose, wenn der vorhandene Abrieb des Knorpels zu Entzündungen im Gelenk führt. Bei der Kombi-Therapie wirken einerseits die schmierenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Hyaluronsäure, andererseits die entzündungshemmenden Eigenschaften des Cortisons. Sie führt daher zu einer verbesserten Beweglichkeit und einer schnellen, anhaltenden Schmerzlinderung.

Hyaluron und Knorpelsubstanzen

Neben dem Cortison gibt es weitere Wirkstoffe, die mit der Hyaluronsäure kombiniert werden können. Dazu zählen die sogenannten Knorpelsubstanzen. Ein Beispiel ist die Behandlung mit dem Präparat Hialurom Hondro©, das aus Hyaluronsäure und Chondroitin besteht. Zweiteres kommt von Natur aus im Knorpel vor und ist dort für die Festigkeit verantwortlich. Durch die Injektion dieser beiden Wirkstoffe von außen werden Schmerzen gelindert, die Mobilität verbessert und der Knorpel geschützt.

Doppelkammerspritze zur Hyaluronsäure-Therapie

Ein besonders innovativer Ansatz ist die Anwendung der Doppelkammerspritze bei der Hyaluronsäure-Therapie. Wie der Name bereits vermuten lässt, kommt dabei eine Spritze mit zwei Kammern zum Einsatz. Die erste enthält eine Lösung mit niedrigmolekularer Hyaluronsäure, die andere eine mit Hyaluron mit hohem Molekulargewicht. Durch die Kombination dieser beiden Lösungen mit unterschiedlichen Eigenschaften werden nach der Injektion sowohl die Knorpeloberflächen schützend bedeckt als auch Schäden gefüllt. So lindert die Behandlung mit der Doppelkammerspritze effektiv Schmerzen und verbessert die Beweglichkeit.

Qual der Therapie-Wahl

Hyaluronsäure ist also ein wichtiger Bestandteil der modernen Behandlung von Knorpelschäden wie Arthrose. Bei der großen Zahl an möglichen Therapieformen und laufenden Neuentwicklungen erscheint die Suche nach der optimalen Behandlung aber auf den ersten Blick gar nicht so einfach. Wenden Sie sich daher immer an einen Facharzt und lassen Sie sich eingehend zu den Therapieoptionen beraten.