Alles nur Hokuspokus?

Fakten-Check Homöopathie

Alles nur Hokuspokus?

Fast jeder hat schon einmal von der sanften Medizin der Homöopathie gehört. Rund um die Therapieform gibt es immer wieder ausreichend Gesprächsstoff. Die, die bereits gute Erfahrungen mit ihr gemacht haben, schwören auf sie. Und für manche kommt es gar nicht in Frage, Globuli und Co. auszuprobieren. Das kann an den vielen Mythen liegen, die sich rund um die Homöopathie ranken. Wir haben daher acht gängige Aussagen zur Homöopathie auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und den Homöopathie-Fakten-Check gemacht.

1. Homöopathie? Das sind doch die Zuckerkügelchen?
Falsch: Zwar ist die bekannteste Form der Homöopathie tatsächlich die der weißen Kügelchen – auch Globuli genannt –, aber es gibt auch viele weitere Darreichungsformen. Homöopathische Arzneimittel gibt es zum Beispiel auch in Tabletten- oder Tropfenform, als Cremen, Gels und Lutschpastillen, als Phiolen und sogar als Ampullen. Denn manche Homöopathika kann der Arzt auch injizieren.

2. Die Homöopathie ist in Österreich ziemlich beliebt.
Richtig: Die Homöopathie ist sogar die bekannteste und am häufigsten angewendete komplementärmedizinische Therapiemethode in Österreich. 62 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen haben sie im Jahr 2017 angewendet.¹

3. In homöopathischen Medikamenten ist doch gar nichts drinnen!
Falsch: In den meisten bekannten Komplexmitteln, also jenen homöopathischen Arzneien, die für bestimmte Symptome zugelassen sind, sind häufig viele Wirkstoffe enthalten, die chemisch nachweisbar sind. Es gibt allerdings vorwiegend bei Einzelmitteln auch Potenzen (das sind einfach ausgedrückt Verdünnungsschritte), die erst ab einen bestimmten Verdünnungsgrad die gewünschte Regulierung des Körpers erzielen.

4. Die Homöopathie eignet sich besonders in der Schwangerschaft oder Stillzeit.
Richtig: Die Homöopathie ist zwar in jeder Lebensphase ein hilfreicher Wegbegleiter, doch gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit sind ihre Vorteile besonders präsent. Denn die regulierenden Inhaltsstoffe der homöopathischen Arzneien können nicht – wie bei herkömmlichen Medikamenten oft üblich – auf das ungeborene Kind oder mit der Muttermild übertragen werden.

5. Zur Homöopathie gibt es doch überhaupt keine Studien.
Falsch: Dieser Mythos hält sich hartnäckig, dabei hält er einer Überprüfung nicht stand. Es gibt nämlich sogar zahlreiche Studien rund um die Wirksamkeit der Homöopathie. Darunter finden sich auch einige, die den höchsten medizinischen Evidenzansprüchen genügen. Das heißt, dass ein homöopathisches Medikament gegen ein herkömmliches Medikament und gegen eine Placebogruppe untersucht wurde, ohne dass Ärzte und Patienten wussten, welche Gruppe welche Arznei oder das Placebo bekam!

6. Eine homöopathische Behandlung darf nur von Ärzten angeboten werden.
Richtig: Gerade in der Homöopathie ist ein ausführliches Anamnesegespräch besonders wichtig, um sorgfältig die passende Arznei zu wählen. In Österreich ist die Anwendung der klassischen Homöopathie damit auch ausschließlich Ärzten vorbehalten. Und genau das ist auch von zentraler Bedeutung: Denn bei manchen Krankheiten ist eine genaue ärztliche Abklärung der Symptome vor der Wahl der passenden Therapie äußerst wichtig!

7. Homöopathische Medikamente darf doch jeder herstellen.
Falsch: In Österreich unterliegen homöopathische Arzneien dem gleichen strengen Arzneimittelgesetz (AMG) wie konventionelle Medikamente auch. Deshalb dürfen Globuli und Co. auch nur von Herstellern produziert werden, die die strengen Auflagen des Österreichischen AMG erfüllen, um eine Zulassung oder Registrierung zu erhalten, mit der die Medikamente zum Verkauf in der Apotheke zugelassen werden.

8. Bei homöopathischen Arzneimitteln gibt es keine Nebenwirkungen.
Falsch: Nebenwirkungen können auch bei homöopathischen Arzneimitteln auftreten. Allerdings sind diese nicht von schwerwiegender Natur. Was allerdings beobachtet wird, ist dass es zu einer sogenannten Erstreaktion kommen kann, bei der sich die Symptome nach der Einnahme kurz deutlicher zeigen.

¹ Quelle: GfK März 2018, Homöopathie und pflanzliche Arzneimittel, Umfrage im Auftrag der Dr. Peithner KG.
 

Dieser Text wurden freundlicherweise zu Verfügung gestellt vom Homöopathie-Experten Dr. Peithner KG.

Diesen Artikel teilen:
entgeltliche Einschaltung

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum