23. November 2014 18:00
Gesund-Ratgeber
Wunder der Heilung
Die richtige Mischung aus Meditation, Bewegung und Nährstoffzufuhr kann zur Heilung beitragen.
Wunder der Heilung
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Es ist wie ein Wunder!“ – Diesen Satz hört der bekannte Gastroenterologe und Internist Dr. Ulrich Strunz in seiner Praxis regelmäßig von Patienten, die nach Jahren des Leidens scheinbar plötzlich wieder gesund geworden sind. „Weil sie sich darauf einlassen, ihren ganz persönlichen Weg der Heilung zu suchen. Weil sie die Hoffnung nicht aufgeben. Weil sie immer weiterkämpfen. Bis das Wunder da ist“, so der Arzt.
 
Heilung ist machbar

In seinem neusten Buch Wunder der Heilung (Heyne-Verlag, um 18,50 Euro) stellt Dr. Strunz Fälle von Betroffenen vor, deren Genesung auf den ersten Blick aussieht wie ein Wunder, bei genauerem Hinschauen aber eine aus medizinischer Sicht völlig logische Folge der immer gleichen Veränderungen sind. Um die eignen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, empfiehlt Strunz drei einfache Maßnahmen: Überprüfung und Anpassung des Vitalstoff-Pegels im Blut, Meditation und ausreichend Bewegung.

Die Kraft der Meditation
Viele Erkrankungen haben ihre Ursache nachgewiesenermaßen in unserem vom Stress geprägten Lebensstil. Die biologische Erklärung dahinter ist einfach: Stress führt im Körper zur Ausschüttung der Stresshormone Kortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Hin und wieder ist das ganz sinnvoll, weil wir uns dadurch in einem Zustand erweiterter Wachsamkeit befinden. Hat der Körper jedoch nicht die Gelegenheit, zwischendurch zu entspannen, führt diese dauernde Alarmbereitschaft zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall, Muskelbeschwerden wie Rückenschmerzen, eine höhere Anfälligkeit für Infekte, Allergien, Tinnitus und psychische Erkrankungen. Besonders weitverbreitet: Spannungskopfschmerz.

Die Gegenmaßnahme: Entspannung pur durch Meditation. Dr. Strunz kennt die Effekte: „Es geht auch ohne Pharma. In einer Studie wurde Schmerz durch eine 50 Grad warme Herdplatte exakt hergestellt. Wurde Meditation nur knapp eineinhalb Stunden trainiert, empfanden die Probanden den Schmerz um 40 Prozent weniger intensiv und um 75 Prozent weniger unangenehm. Diese Werte übertreffen manche Schmerztabletten.“



Die Macht der Bewegung
„Der Körper will genutzt werden, er will körperliche Leistung zeigen – sonst gerät er aus dem Gleichgewicht. Und bringt auch die Seele in Schieflage“, erklärt der Mediziner. Die antidepressive Wirkung von Sport ist längst erwiesen, ein moderates Ausdauertraining hat eine ausgleichende Wirkung auf die Stoffwechselabläufe im Gehirn. Die Bildung von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin wird gefördert, Stress beseitigt, indem die Konzentration des Stresshormons Cortisol deutlich gesenkt wird. Körperliche Aktivität hat auf den gesamten Körper positive Auswirkungen – egal, wie ungern unser innerer Schweinehund das hören will.

Blut-Tuning

Dass oft sogar schon das Auffüllen leerer Vitalstoffspeicher zu einer Heilung führen kann, beweisen jene Patienten von Dr. Strunz eindrucksvoll, die sich einem sogenannten Bluttuning unterzogen haben.  Dabei handelt es sich um eine Messung aller Blutwerte, die Aufschluss über die Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen gibt, sowie eine Empfehlung, welche Speicher aufgefüllt werden müssen oder bereits Hinweis auf eine Erkrankung sein können. Mittels Nahrung und Nahrungsergänzungspräparaten wird der Körper anschließend gezielt optimal versorgt.

Dr. Strunz empfiehlt außerdem, auf Kohlenhydrate zu verzichten. So wird nicht nur der Energieabfall nach dem Essen vermieden, sondern auch ein Mitverursacher zahlreicher Krankheiten vom Speiseplan gestrichen.