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Wichtige Fakten über die häufigsten Kopfschmerzarten:

Wichtige Fakten über die häufigsten Kopfschmerzarten:

Migräne

Ursache: Migräne zählt zu den häufigsten Kopfschmerzarten. Rund 10 % der Österreicher sind betroffen. Eingeklemmte Nerven, Gefäßverengung oder -erweiterung, Sauerstoffmangel oder Entzündungen von Hirnhaut und Hirngewebe können  Auslöser der Schmerzen sein. Stress, Lärm, hormonelle Schwankungen, Schlafentzug, Alkohol- und Drogenkonsum, Klimaveränderung, Nahrung oder Medikamente begünstigen einen Migräneanfall. Symptome: Starker, einseitig pulsierender Schmerz, der Stunden bis Tage anhält und oft mit Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen einhergeht. Behandlung: Medikamente blockieren die Freisetzung der entzündungsfördernden Botenstoffe. Entspannungstechniken, Akupunktur aber auch Nahrungsergänzungsmittel Magnesium, Coenzym Q10 und Vitamin B2 können helfen. Effizient sind lokale Botulinumtoxin-Behandlung­en oder chirurgische Nervendurchtrennung (Denervation) im Bereich der Stirnnerven.

Spannungskopfschmerz

Ursache: Diese häufigste Kopfschmerzform kann episodisch oder chronisch auftreten und  durch verspannte Nacken- Hals- und Schultermuskulatur oder eine Störung des schmerzverarbeitenden Systems ausgelöst werden. Symptome: Beidseitige, ziehende Schmerzen („Schraubstockgefühl“), die mehrere Stunden andauern. Behandlung:  Konservative Therapien helfen oft nicht lange. Medikamente können die Weiterleitung von Schmerzreizen auf die Nervenbahnen des Gehirns und Rückenmarks unterdrücken. Auch hier kann ein denervativer Eingriff helfen.

Clusterkopfschmerz

Ursache: Der Clusterkopfschmerz zählt zu den sogenannten trigeminoautonomen Kopfschmerzen. Als Ursache wird vermutet, dass die Schmerzattacken im Zwischenhirn (Hypothalamus) entstehen und vom autonomen Nervensystem und dem Trigeminusnerv (fünfter Hirnnerv, der sensible Informationen aus dem Gesichtsbereich zum Gehirn leitet) aufrecht erhalten werden. Symptome: Attackenartig auftretender, stechender, etwa 30 bis 120 Minuten andauernder Schmerz, einseitig hinter und um das Auge herum. Häufig begleitet von Beschwerden wie Augenrötungen oder Augentränen, verstopfter oder laufender Nase, geschwollenem oder hängendem Augenlid. Behandlung: Medikamentös lassen sich Stärke und Häufigkeit der Schmerzattacken verringern. Das Einatmen von reinem Sauerstoff über eine Gesichtsmaske verengt die Gefäße und lindert den Schmerz. Lokale Nervenblockaden des Hinterhauptnervs beziehungsweise neue Verfahren mit elektrischer Stimulation versprechen Hilfe.