Wer höher wohnt, hat ein höheres Suizidrisiko

Schockierendes US-Studienergebnis

Wer höher wohnt, hat ein höheres Suizidrisiko

So wirkt sich die Höhenlage auf die Gesundheit aus

Dass sich der Lebensraum auch auf die Gesundheit auswirkt, ist keine neue Erkenntnis. Im Gegenteil: Körperliche Beschwerden, die durch Luftverschmutzung hervorgerufen werden, sind heutzutage leider zum Alltag geworden.

Höhenangst im Westen
Verschmutzung, Lärm und knapper Platz sind für viele die Hauptargumente für ein Leben im ländlichen Raum. Ein höher gelegener Wohnort, wie es außerhalb der Ballungszentren oft der Fall ist, wurde in der Vergangenheit oft mit positiven Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung gebracht. Jetzt will eine US-amerikanische Studie der Auburn University bewiesen haben, dass Höhenlage auch gravierend negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann – nämlich auf die psychische.

Betrachtet man die USA-Karte in Hinblick auf Häufigkeit der Selbstmorde, zeigt sich ein klarer Anstieg von Ost nach West. In den westlichen Bundesstaaten ist die Landschaft meist durch Berge und Täler geprägt. In New Mexico, Wyoming, Utah, Montana und South Dakota etwa, ist die Zahl der Selbstmorde vergleichsweise sehr hoch. In Utah, wo die durchschnittliche Höhenlage bei rund sechstausend Fuß liegt, ist die Suizidrate (per 100 Tausend Menschen) um siebzig Prozent höher als der US-Durchschnitt.

Unglückliche Höhen
Die Studie zieht den Schluss, dass die Höhenlage mit der psychischen Gesundheit in Verbindung stehen muss. Warum das so ist, kann nur mit weiterführender Forschung geklärt werden. Ob sich diese Ergebnisse auch auf andere Länder wie Österreich umlegen lassen, bleibt abzuwarten. Einige Experten vermuten, dass es  einen Zusammenhang mit dem niedrigeren Sauerstoffgehalt der "Höhenluft" gibt.