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Neue Studien

Wein oder Kaffee? Was uns wirklich schadet

Kaffee ist besser als sein Ruf, und Alkohol schädlicher als gedacht. 

Wie in so vielen Bereichen des Lebens lautet das Motto auch beim Kaffeekonsum "Die Dosis macht das Gift". In einer gewissen Menge kann das geliebte Heißgetränk der Gesundheit auch zuträglich sein - zu diesem Fazit kamen Forscher der Semmelweis Universität in Budapest: „Unseres Wissens nach ist dies die größte Studie zur systematischen Beobachtung der kardiovaskulären Auswirkungen von regelmäßigem Kaffeekonsum in einer Gruppe ohne diagnostizierte Herzerkrankung“, sagt die Autorin der Langzeitstudie, Dr. Judit Simon, über die Methode. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass regelmäßiges Kaffeetrinken kein Gesundheitsrisiko birgt, da selbst eine hohe tägliche Konsumation mit einer Nachbeobachtung von 10 bis 15 Jahren nicht mit negativen kardiovaskulären Auswirkungen und Mortalität in Zusammenhang gebracht werden kann", erklärt die Forscherin. 

Ran die Kaffeetasse! 

Das Studienergebnis überrascht: Moderater Kaffeekonsum hat durchaus positive Einflüsse auf unsere Gesundheit: "0,5 bis 3 Tassen Kaffee pro Tag konnten mit einem geringeren Risiko für Schlaganfälle oder Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden." Die Analyse der Wissenschaftler legt nahe, dass jene Studienteilnehmer, die regelmäßig Kaffee konsumierten, gesündere und besser funktionierende Herzen hatten. Dr Simons Fazit: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Kaffeekonsum von bis zu 3 Tassen pro Tag mit günstigen Entwicklungen des Herz-Kreislauf-Systems verbunden ist."

Gegen den täglichen Genuss von bis zu vier Tassen Kaffee mit 350 Milligramm Koffein hat  auch die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) nichts einzuwenden. Lediglich während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Kaffeetrinkerinnen kürzertreten und den Konsum auf ein bis zwei über den Tag verteilte Tassen begrenzen. Alles was über die 4 Tassen täglich hinausgeht kann den Organismus hingegen überfordern. Auch in Sachen Schönheit hat übermäßiger Kaffeekonsum unschöne Folgen: Koffein entzieht der Haut Feuchtigkeit, was Faltenbildung begünstigt.  

Wein? Lieber nein!

Bei Alkohol hingegen liefern neue Studien alarmierende Ergebnisse.Laut einer aktuellen Studie der UC San Francisco kann ein einziges Glas Alkohol das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen. Die Ergebnisse entkräften den Mythos, dass Alkohol "herzschützende" Eigenschaften besitzt. „Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto höher ist das Risiko eines akuten Vorhofflimmerns“, sagte Professor Gregory Marcus der Herzabteilung der Universität Kalifornien in San Francisco (UCSF).  Bereits kleine Mengen können gesundheitsschädlich sein: "Im Gegensatz zu einer verbreiteten Meinung, dass Vorhofflimmern mit starkem Alkoholkonsum verbunden ist, scheint es, dass sogar ein Glas Alkohol ausreichen kann, um das Risiko zu erhöhen", erklärt der Mediziner.  

Weitere Studien  belegen, dass bereits kleinen Mengen an Alkohol gesundheitsschädigend sind.