Hitze

Die 10 coolsten Hitze-Tipps!

Was passiert bei Hitze im Körper?

Wer die hohen Temperaturen auf die leichte Schulter nimmt, begibt sich – werden Symptome ignoriert – in Lebensgefahr.

Auf geht’s Richtung Süden! Wer jetzt der Sonne entgegen reist, muss innerhalb weniger Stunden einen relativ starken Temperaturanstieg verkraften, wenn man bedenkt, dass unser Organismus bereits auf die kleinsten Veränderungen reagiert. Und dennoch schafft es der Körper, auch bei großen Schwankungen seine „Betriebstemperatur“ konstant zu halten – eine wahre Höchstleistung, die nicht immer gelingt. Das zeigen die zusätzlichen Todesfälle, die Hitzewellen jeden Sommer aufs Neue fordern. „Bei den erforderlichen 37 Grad funktionieren die Stoffwechselvorgänge optimal“, weiß Allgemeinmedizinerin Dr. Doris Gapp. „Fällt die Temperatur deutlich darunter, kommen diese Abläufe zum Erliegen bzw. sie werden langsamer. Liegt Sie darüber, führt das zu Schäden an den Nervenzellen und Proteine stellen ihre Funktion ein, was im Extremfall, bei rund 42,6 Grad Körpertemperatur, tödlich enden kann – die körpereigenen Eiweiße gerinnen.“ Damit es nicht so weit kommt, verfügt der Körper über eine eigene „Klimaanlage“.

Klimaanlage Körper: 1/5
Ob Sommer oder Winter:
die Kerntemperatur des Körpers ist konstant, auch wenn sich die Temperatur der Umgebung verändert. Der Grund dafür sind biochemische Prozesse, die bei 37° C am besten ablaufen. Um diese Prozesse am Laufen zu halten, bedarf es einer Temperaturregelung, die im Organismus über verschiedene Systeme gewährleistet wird:

Ausgeklügeltes Kühlsystem

Bedenkt man, dass alleine durch Stoffwechselvorgänge die Körpertemperatur pro Stunde durchschnittlich um einen Grad steigen würde, wäre schon bald Schluss. Gebe es da nicht rund 30.000 Temperaturfühler in der Lederhaut, die rund um die Uhr ihre Messergebnisse an die wärmeempfindlichen Nervenzellen im Gehirn und in der Wirbelsäule weiterleiten würden. Schon bei geringen Abweichungen der Solltemperatur schlägt der Temperaturregler im Gehirn, der Hypothalamus, Alarm. Bei Kälte befiehlt er der Muskulatur zu zittern, und so Wärme zu erzeugen. Wird es im Körper zu heiß, fördert er die Ausschüttung gefäßerweiternder Hormone – die Blutgefäße der Haut weiten sich, so dass hier mehr Blut zirkuliert. So wird die überflüssige Hitze über das Blut in die Außenhaut transportiert und abgestrahlt. Führt das zu keiner ausreichenden Kühlung, geht ein Befehl an die zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen, Schweiß zu produzieren.
„Das Schwitzen ist die wichtigste Kühlfunktion – das alleine kühlt den Körper aber noch nicht. Erst wenn der Schweiß auf der erwärmten Haut verdunstet, entsteht Verdunstungskälte und dem Körper wird Wärme entzogen“, erklärt die Expertin.

Die 10 besten Tipps zum Abkühlen 1/10
Ab in den Schatten!
Bei den vorherrschenden Temperaturen legen sich ohnehin nur die Wenigsten freiwillig in die pralle Sonne. Suchen Sie sich – vor allem während der gleißenden Mittagshitze – ein geeignetes Schattenplätzchen oder setzen Sie sich in (nicht zu stark!) gekühlte Räume. Am kühlsten ist übrigens Baumschatten. Wichtig: Wer glaubt, im Schatten auf Sonnencreme verzichten zu können, der irrt! Also unbedingt eincremen und Kopfbedeckung nicht vergessen.

Hitze: Die große Gefahr des Sommers

Besonders wichtig ist es, die „Klimaanlage“ mit ausreichend „Kühlflüssigkeit“, in unserem Fall Wasser, zu befüllen. Wer nicht genug trinkt, riskiert in Kombination mit der verstärkten Durchblutung Kreislaufprobleme. Denn durch die verstärkte Durchblutung der Haut sinkt der Blutdruck – das Gehirn wird nicht mehr ausreichend versorgt. Die Folgen: Kopfschmerzen, Schwindel, Abgeschlagenheit bis hin zu Fieber, Verwirrtheit oder Ohnmacht. „Treten erste Anzeichen auf, ist die Sonne sofort zu vermeiden, die Flüssigkeitszufuhr – im Idealfall durch elektrolytreiche Getränke – zu erhöhen und die Körpertemperatur gegebenenfalls durch feuchte, kühle Tücher zu reduzieren“, gibt Dr. Gapp Erste-Hilfe-Tipps. „Werden die Symptome stärker oder verliert der Betroffene gar sein Bewusstsein, ist umgehend ein Notarzt zu verständigen – werden nicht schnell die richtigen Maßnahmen gesetzt, droht akute Lebensgefahr.“ Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, verraten wir Ihnen die 10 besten Tipps, damit Sie trotz gleißender Hitze cool bleiben. Genießen Sie den Sommer!

Dr. Doris Gapp im Talk 1/5

Was passiert in unserem Körper, wenn die Außentemperaturen steigen?

Dr. Doris Gapp: Unser Körper versucht, die Körpertemperatur konstant zu halten, da nur bei einer Temperatur von maximal 37° alle Stoffwechselfunktionen optimal funktionieren.