Was die Zeitumstellung mit Ihrem Körper macht

Dieses Wochenende

Was die Zeitumstellung mit Ihrem Körper macht

An vielen Menschen geht die Zeitumstellung nicht spurlos vorüber und sie leiden an einer Art Mini-Jetlag.

Morgen Nacht wird wieder an den Uhren gedreht, die Sommerzeit beginnt. Um zwei springen sie auf drei Uhr vor, heutzutage meist automatisch. Dennoch bemerken wir die Umstellung auch körperlich: Der sogenannte Mini-Jetlag setzt ein. Bei der Umstellung auf die Sommerzeit fehlt eine Stunde Schlaf. Viele Menschen sind müde, unkonzentriert und fühlen sich schlapp. Am Abend dagegen sind sie noch aufgedreht, schlafen schlechter und später ein.


Innere Uhr.
Die innere Uhr des Körpers stellt sich eben nicht, wie die meisten Uhren automatisch um, sondern braucht einige Zeit – zwischen 4 und 14 Tagen –, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen infolge der Umstellung führen laut Versicherern sogar zu mehr Unfällen.

Das macht die Zeitumstellung mit uns 1/7
1. Mini-Jetlag
Die Zeitumstellung kann bei empfindlichen Menschen einen Mini-Jetlag verursachen. Typische Symptome sind Ein- und Durchschlafstörungen, Tagesschläfrigkeit, Schwankungen der Herzfrequenz, Verdauungsstörungen, Gereiztheit sowie Konzentrationsstörungen. Die meisten biologischen und physischen Vorgänge im Körper verlaufen nach einem natürlichen Rhythmus. Die Anpassungsphase bei der Zeitumstellung kann bis zu zehn Tage dauern.

Herzprobleme: Ein Viertel mehr Spitals-Aufenthalte
Viele leiden jetzt an depressiven Verstimmungen, sie sind gereizt, haben wenig Appetit, ihre Verdauung ist gestört. Untersuchungen zeigten, dass in den Tagen nach der Umstellung 25 Prozent mehr Patienten wegen Herzproblemen in Spitälern behandelt werden müssen. Wer bereits ein hohes Herzinfarktrisiko hat, ist besonders anfällig. Auch Tiere leiden, wenn die Futterzeiten um eine Stunde verschoben sind.

Abschaffung
In dieser Woche beschloss das EU-Parlament g die Zeitumstellung ab 2021 abzuschaffen. Ob dann bei uns die Winter- oder die Sommerzeit herrschen soll, ist noch nicht klar. Jedes EU-Land entscheidet allein, ob es Winter- oder Sommerzeit anwendet. Es droht ein „Flickerlteppich“ und statt des halbjährlichen Uhrendrehens sogar eine Umstellung bei jedem Grenzübertritt.