Toilette

Bakterienfalle

Warum Sie niemals Klopapier auf die Toilette legen sollten

Klopapier schützt nicht vor Bakterien, im Gegenteil

Wie man sich auf einer öffentlichen Toilette verhalten soll, haben wir bereits als Kind von unseren Eltern gelernt. Viele Menschen ekeln sich vor diesem Ort und haben Angst vor Infektionen. Aus diesem Grund gibt es alle möglichen Tipps und Tricks, um die öffentliche Toilette so schnell wie möglich wieder zu verlassen, ohne mit den Verschmutzungen in Kontakt zu kommen. Manche hocken sich daher über die Klobrille, andere bedecken den Sitz mit Klopapier, um sich vor den vermeintlichen Bakterien zu schützen. Tatsächlich sind beide Methoden nicht nötig und letztere sogar bedenklich.

Wie gefährlich sind die Verunreinigungen auf dem Toilettensitz?

Üblicherweise erfolgen Infektionen nicht über das Sitzen auf der Klobrille. Auch bei Verunreinigungen der Klobrille, wie beispielsweise Durchfall aufgrund einer Salmonellenvergiftung, erfolgt die Infektion nicht über der Haut. Nur wenn die Erreger in den Mund gelangen, werden sie gefährlich. Aus diesem Grund sind Wasserhähne und Türklinken viel gefährlicher als die Toilette selbst. Sind diese verunreinigt, können die Erreger beim nächsten Essen oder Griff in den Mund zu einer Infektion führen. Auf das Händewaschen sollte daher auf keinen Fall verzichtet werden. An stark verunreinigten Orten kann auch ein Desinfektionsmittel für die Hände sinnvoll sein.

Toilettenpapier als Sch(m)utz?

Manche haben die Angewohnheit, Toilettenpapier auf den Sitz zu legen, um so eine kleine "Barriere" herzustellen. Das Klopapier schützt uns allerdings nicht vor Bakterien, sondern enthält oft mehr Verunreinigungen als die Klobrille selbst. Diese wird nämlich regelmäßig mit antibakteriellen Produkten gereinigt und hat eine Oberfläche, die weniger Bakterien anzieht als das Toilettenpapier. Bei jeder Betätigung der Klospülung werden die Bakterien im Raum verteilt und gelangen so unter anderem auf das Klopapier. Bringen Sie daher wenn möglich eigenes Toilettenpapier mit und stellen Sie niemals Ihre Tasche auf den Boden in öffentlichen Toiletten.

Weitere Ekel-Mythen im Check

Diashow: Bakterienfallen im Check

Kurz am Boden gefallen? Eine Magen-Darm-Erkrankung ist so ziemlich das Schlimmste, was Ihnen hier im Normalfall passieren kann. Wenn Sie Allergiker sind, können Tierhaare am Essen problematisch werden. Die Bakterienbelastung ist vor allem von der Konsistenz der Nahrung abhängig. Aber Sie würden doch hoffentlich kein Eis vom Boden schlecken, oder ?!

Wenn es schlecht läuft, kommt es zu einer Bindehautentzündung. Normaler Weise zwinkern wir und die Tränenflüssigkeit spült die Keime weg. Schlimmer wäre, wenn der Fingernagel die Hornhaut zerkratzt. Das kann andauernde Sehstörungen herbeiführen.

Hier greifen viele Menschen zu. Ihrer Meinung nach zu viele? Gut möglich. Keime gelangen in die Schüssel und können Grippeviren, den Norovirus oder Magen-Darm-Viren übertragen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering. Durch die kurze Berührung hält sich die Keimzahl in Grenzen.

Das ist vor allem gefährlich, wenn Sie ausrutschen und hinfallen. Alternativ können Sie sich auch einen Hautpilz holen, oder einen Nagel eintreten.

Ihr Kind nimmt eine Münze in den Mund? Nur ein geschwächtes Immunsystem kann hier zu Krankheiten führen. Viel problematischer wäre es, wenn das Kind die Münze verschluckt. Deshalb bewahren Sie lieber Ruhe und überzeugen Sie das Kind mit sanfter Überredungskunst, wieder den Mund zu öffnen.

Die Horrorvorstellung jeder Frau. Hier haben Männer nämlich einen gewaltigen Vorteil. Aber was passiert wirklich, wenn man sich mal auf eine urinbesprenkelte Toilette setzt? Auch wenn die vorige Benutzerin den Sitz nach der Beschmutzung abgewischt hat, bleiben Urinspuren oben. Im Normalfall wird der Hintern einfach nur nass, wenn wir uns auf eine dreckige Toilette setzen. Was aber viel schlimmer ist: Wenn Sie den Sitz anfassen, ohne sich anschließend die Hände zu waschen, dann drohen Erkältung, Grippe und Magen-Darm-Infekte. Also immer schön nach dem Toilettenbesuch die Hände waschen.

Halb so schlimm. Alte Kissen sind unbequem und führen Nackenschmerzen herbei. Bei Allergikern ist es besonders unangenehm: Die Kissen, die nicht gewaschen oder gelüftet werden, sind mit Hausstaub, Gräsern und Pollen belastet. Dadurch bekommen Sie schlecht Luft und Atemprobleme.

Es ist Grippezeit und alle nießen? Werden Sie nicht gleich hysterisch. Achten Sie lieber darauf, Ihr Immunsystem zu stärken. Dieses kann die Erreger erfolgreich bekämpfen. Im schlimmsten Fall bekommen Sie nämlich: Die Grippe. Auch Hände waschen ist in diesem Fall besonders wichtig.