Warum ist eine Grippe so gefährlich?

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Warum ist eine Grippe so gefährlich?

Folgeerkrankungen der Grippe können tödlich enden

Eine echte Grippe sollte niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Sie ist nicht nur unangenehm, sondern auch eine enorme Belastung für den Körper. Tödliche Verläufe sind glücklicherweise selten. Dennoch sterben jedes Jahr Menschen an der Grippe. Ein prominentes Opfer der Grippe war US-Popstar Prince. Ob die Grippe allerdings auch der Auslöser für seinen überraschenden Tod war ist noch unklar.

Wie tödlich ist die Grippe?
Die Anzahl der jährlichen Todesfälle, die durch die Grippe verursacht werden, ist vor allem von der Beschaffenheit der Grippeviren abhängig. Zusätzlich gibt es Risikogruppen, die von der Grippe besonders gefährdet sind. Dazu zählen ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, einem geschwächten Immunsystem und Herz- oder Lungenleiden.
Vor allem die Folgeerkrankungen der Grippe werden oft unterschätzt. Die Grippe belastet das Herz-Kreislaufsystem enorm. Eine Entzündung des Herzmuskels, des Gehirns und eine Lungenentzündung können lebensbedrohlich sein.

Bettruhe ist Pflicht
Um die Bettruhe kommen Sie in keinem Fall herum. Zumindest sieben Tage, nicht selten auch doppelt so lange, dauert eine echte Influenza. Manche fühlen sich noch Wochen danach schlapp und ausgepowert. Für übertriebenen Job-Ehrgeiz („Ohne mich geht gar nichts, ich gehe trotzdem schon früher wieder ins Büro.“) ist jetzt der falsche Zeitpunkt. Denn wer die Grippe nicht ordentlich auskuriert, riskiert nicht nur schwere Folgeerkrankungen an Herzmuskeln, sondern läuft auch Gefahr, mit ein paar Niesern gleich das ganze Büro anzustecken. Dringender Rat der Experten deshalb: Auch wenn der Chef drängt, die Gesundheit geht vor. Verlassen Sie nicht zu früh das Bett!

Grippe oder Erkältung? 1/7
Akut
Im Gegensatz zur Erkältung tritt die Grippe plötzlich und heftig auf. Alarmzeichen: starker Schüttelfrost.

Erkältung oder echte Grippe?
Doch woran erkennt man sie nun wirklich genau, die echte Influenza? Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen sind klassisch sowohl für den grippalen Infekt als auch für die echte Grippe. Im Gegensatz zur vergleichsweise harmlosen Erkältung treten die Symptome aber nicht schleichend auf und steigern sich langsam, sondern überfallen uns plötzlich und ohne jede Vorwarnung. Das Fieber kann bei Erwachsenen bis auf 40 Grad steigen. Die Betroffenen fühlen sich ständig müde und schlapp. Die Muskeln schmerzen, jede Bewegung wird zur Qual.

Sollten Sie diese Symptome an sich oder Ihren Familienangehörigen entdecken (20 Prozent der Grippe-Opfer sind jedes Jahr Kinder!), ist es höchste Zeit für einen Arztbesuch. Verschreibungspflichtige antivirale Medikamente helfen, die Grippe in den Griff zu bekommen. Doch Achtung: Entscheidend ist, dass sie möglichst früh nach Auftauchen der Symptome eingenommen werden. Nur so können Dauer und Verlauf der Krankheit positiv beeinflusst werden. Hausmittel aus Omas Trickkiste wie Hühnersuppe und Zitrusfrüchte können den Behandlungserfolg unterstützen.

Acht Fragen zur Grippe 1/8
1. Wie wird die Grippe übertragen?

Influenza-Viren werden durch kleinste Tröpfchen, etwa beim Reden, Husten oder Niesen, übertragen. Mit der eingeatmeten Luft gelangen sie bis in die Bronchien, wo sie sich in den Schleimhautzellen festsetzen und schnell vermehren. Auch durch direkten Kontakt mit virushaltigem Schleim, zum Beispiel verunreinigte Gegenstände, oder Klimaanlagen kann man sich infizieren. Influenza-Viren sind hochansteckend, daher lösen bereits geringe Virusmengen eine Infektion aus.