Warum Großbritannien Mikroplastik in Kosmetik verbietet

Der Umwelt zuliebe:

Warum Großbritannien Mikroplastik in Kosmetik verbietet

Wussten Sie schon, dass viele Kosmetikprodukte Plastik enthalten?

Besonders schädlich für die Umwelt sind die kleine,n in Kosmetika enthaltenen, Plastikkügelchen. Sie sind vor allem in Produkten mit Peeling-Effekt und in Zahncremes enthalten. Diese werden in den Abfluss gespült gelangen allzu oft in Flüsse und Meere. Der Grund dafür ist die Größe der Teilchen: Sie sind so klein, dass sie meist ungehindert durch sämtliche Kläranlagen kommen und so in den Gewässern landen.

Zurück zum Menschen
Nicht nur die Tatsache, dass die Gewässer dadurch verschmutzt werden, ist ein Problem. Meeres- und Flusstiere nehmen die kleinen Teilchen auf und können daran zu Grunde gehen. Aber nicht nur das: Über die Nahrungskette landet das Plastik schlussendlich auch wieder beim Menschen.

Die britische Regierung plant ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika und schließt sich damit anderen Nationen an. Auch Schweden arbeitet an einem Verbot. In Österreich haben sich die Kosmetikhersteller bereits im Jahr 2015 dazu verpflichtet, kein Mikroplastik zu verarbeiten. Ein wirklich bindendes Gesetz gibt es dazu aber nicht.

Greenpeace fordert Ersatzstoffe
Die Verbraucherplattform Codecheck verglich über 100 Tausend Kosmetikprodukte der Jahre 2014 und 2016 und stellte fest, dass immer noch jedes dritte Gesichts-  und jedes zehnte Körperpeeling-Produkt Polyethylen (Mikroplastik) enthält. Auch in Make-Up sind die winzigen Kunststoffteilchen zahlreich enthalten. Laut Greenpeace wäre es nicht schwer, das gefährliche Mikroplastik durch andere, natürlichere Komponenten zu ersetzen. Etwa gemahlene Nussschalen und Fruchtkerne sowie Tonerde und Kalk wären passende Stoffe und werden bereits verwendet.

Wer ganz genau wissen möchte, was drin ist, kann viele Kosmetikartikel selbst herstellen – dazu finden sich im Internet mittlerweile zahlreiche DIY-Rezepte. Zucker eignet sich zum Beispiel sehr gut als Peeling-Medium und ergibt gemixt mit anderen Zutaten effektive und vor allem natürliche Körperpeelings. Wir haben aber auch noch andere Vorschläge für Sie:

Naturkosmetik zum Selbermachen 1/4
Eye Balm - Nährstoffreiche Augenpflege
Zutaten: 12 ml Jojobaöl, 2,5 ml Wildrosenöl,
2,5 g Sheabutter, 2,5 g Kokosöl, 2,5 g Bienenwachs, 2,5 g Kakaobutter, 1 ml (1/4 TL) Vitamin E.

Zubereitung:
Bienenwachs und Kakaobutter bei geringer Hitze im Wasserbad schmelzen. Sheabutter und Kokosöl hinzufügen und so lange umrühren, bis alle Zutaten flüssig sind. Dann aus dem Wasserbad nehmen.
Jojoba- und Wildrosenöl untermengen. Die Masse unter ständigem Rühren auskühlen lassen und dabei immer wieder mit dem Milchschäumer aufschlagen, damit sie eine cremige Konsistenz bekommt.
Sobald das Balm auf Handwärme abgekühlt ist, rühren Sie das Vitamin E unter.
Abschließend alles in einen Tiegel füllen und bei offenem Deckel vollständig abkühlen lassen.

Anwendung:
Abends vor dem Zubettgehen in sanften, kreisenden Bewegungen rund um die Augen einmassieren.

Der Augenbalsam ist maximal sechs Monate haltbar.

Tipp:
Wenn Sie Ihr Eye Balm mit Duft bevorzugen: Geben Sie noch maximal drei Tropfen ätherische Öle hinzu. Gut geeignet sind zum Beispiel je ein Tropfen Lavendel, Ylang-Ylang und Palmarosa. Scharfe ätherische Öle von Zitrusfrüchten, Teebaum, Zimt, Eukalyptus oder Minze sollten Sie besser nicht verwenden. Diese könnten die Augen reizen.