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Warnzeichen richtig deuten

Warnzeichen richtig deuten

1 Atemnot:

Eine Atemnot kann bei Lungenentzündung, Keuchhusten oder obstruktiver (verengender) Bronchitis auftreten. Ebenso bei Asthma, Entzündungen des Kehlkopfes, allergischem Schock oder wenn ein Fremdkörper in die Luftwege gelangt. Warnzeichen sind Teilnahmslosigkeit, starke Unruhe, bläuliche Verfärbung der Lippen oder Haut.  

2 Übelkeit & Erbrechen:

Durch Erbrechen entledigt sich der Körper schädigender Substanzen im Magen. Wiederkehrendes Erbrechen kann durch Infekte oder psychische Belastungen ausgelöst werden. Begleiterscheinungen wie obstartiger Mundgeruch deutet auf eine Unterzuckerung hin. Übelkeit und Erbrechen können auch Symptome von Gehirnerschütterung, Hirnhautentzündung oder Migräne sein. Eine gras- oder dunkelgrüne Farbe des Erbrochenen kann auf Darmverschluss hinweisen, Blut eventuell auf eine Entzündung der Speiseröhre.

3 Fieber:

Fieber unterstützt das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheiten. Achten Sie bei Fieber auf die begleitenden Symptome wie Bauchschmerzen, Krampfanfälle, Atemnot oder Erkältung. Nasse Wickel, Waschungen oder ein lauwarmes Bad können die Temperatur senken. Steigt die Temperatur bei Babys unter sechs Monaten auf über 38 Grad, bei älteren Säuglingen auf über 38,4 Grad und bei Kleinkindern bis vier Jahre über 39 Grad, dann sollte der Kinderarzt aufgesucht werden.  

4 Bauchschmerzen:

Krampfartige Bauchschmerzen deuten auf Probleme im Darm hin. Begleitendes Fieber auf eine entzündliche Ursache wie Magen-Darm-Infekt. Treten Bauchschmerzen zusammen mit Hautausschlag oder Atembeschwerden auf, können sie durch Nahrungsmittelunverträglichkeit entstehen. Starke, mehr als vier bis sechs Stunden anhaltende Bauchschmerzen beziehungsweise ein „harter“ Bauch sind ernste Warnsignale (Blinddarmdurchbruch, Darmverschluss).

5 Durchfall:

Durchfälle sind bei Kindern häufig und erfolgen meist durch einen harmlosen Magen-Darm-Infekt. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr da sonst Austrocknung droht. Bei wiederholten, lange andauernden oder blutigen Durchfällen sollte das Kind rasch zum Arzt.

6 Kopfschmerzen:

Die häufigsten Arten von Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen oder Migräne, sie können auch als Begleiterscheinung von Fieber, Atemwegsinfektionen oder Ursache von Sehfehlern oder übermäßigem Stress auftreten. In den meisten Fällen nehmen die Kopfschmerzen von selbst wieder ab. Treten leichte bis mäßige Schmerzen vor allem abends und nach längerem Lesen, Fernsehen oder Computerspielen auf, könnte dies auf einen Sehfehler hindeuten. Kopfschmerzen nach Sturz oder mit unklaren Symptomen (Erbrechen, veränderter Urin, steifer Nacken) sollten ärztlich abgeklärt werden.

7 Ohrenschmerzen:

Häufigste Ursache von Druck und Schmerzen im Ohr ist eine Mittelohrentzündung. Weiters können Entzündungen des äußeren Gehörgangs, ein Ekzem, Fremdkörper im Ohr oder eine Verstopfung mit Ohrenschmalz vorliegen. Auf keinen Fall sollte versucht werden, das Ohr mit Wattestäbchen zu reinigen beziehungsweise Fremdkörper im Gehörgang selbst zu entfernen.  Im Sommer entstehen oft Beschwerden im Gehörgang als Folge einer Infektion durch eindringendes Wasser beim Schwimmen. Hört das Kind auf beiden Ohren nur schwer, leidet unter Taubheitsgefühl und Schnupfen, kann ein Mittelohrkatarrh (Paukenerguss) vorliegen.

8 Halsschmerzen:

Ursache sind meist virusbedingte Rachenentzündungen, die in der Regel harmlos und von Husten oder Durchfall begleitet sind. Starke Halsschmerzen und hohes Fieber lassen auf eine bakterielle Infektion schließen. Bei leichter Rötung im Rachen hilft etwa Salbeitee zum Gurgeln. Bei Belägen auf den Mandeln, länger als drei Tage anhaltenden Schmerzen oder hohem Fieber sollten Sie mit Ihrem Kind den Arzt aufsuchen.