Wählerische Esser anfälliger für Depressionen

Essverhalten im Kindesalter

Wählerische Esser anfälliger für Depressionen

Schon im Kindersitz lässt sich anhand des Essverhaltens fest stellen, ob man zu Ängsten oder Depressionen neigen wird.

Kleinkinder können manchmal ganz eigene Essregeln entwickeln, doch ab sofort sollte man diesen vielleicht etwas mehr Beachtung schenken und sie nicht als "vorübergehende Phase" ansehen. In manchen Fällen kann wählerisches essen ein Zeichen für ernst zu nehmende mentale Probleme sein, wie eine Studie heraus fand.

3000 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren wurden beobachtet. Jene Kinder die am wählerischsten mit ihrem Essen umgingen, waren doppelt so anfällig für eine Depression im späteren Lebensalter, als ihre Mitstreiter, die alles ohne Fragen und Einwände aufaßen.

Wissenschaftlerin Dr. Nancy Zucker erklärte in einem Interview: "Die Frage, die sich für alle Eltern und Ärzte stellt ist: Wann ist wählerisches essen wirklich ein Problem? Die Kinder über die wir hier sprechen sind keine Kinder, die nur Brokkoli verweigern. Das sind Kinder, die bei ihrem Essen so wählerisch sind, dass es schon Probleme verursacht." Das Essverhalten beeinflusst nicht nur die Gesundheit des Kindes und sein Wachstum, sondern auch seine sozialen Fähigkeiten und die Eltern-Kind-Beziehung.

Zwar spricht die Studie nicht dafür, dass wählerische Kinder auch im Erwachsenenalter sehr wählerisch beim Essen sein werden, doch die Chance, dass sie an Angszuständen oder gar Depressonen leiden könnten sind höher. Auch stellten die Wissenschaftler fest, dass Kinder, die besonders wählerisch beim Essen sind häufiger Kinder von ängstlichen, suchtgefährdeten oder depressiven Müttern waren.