Viagra ist nicht nur für das Sexleben gut

Positiver Nebeneffekt

Viagra ist nicht nur für das Sexleben gut

1998 kam Viagra erstmals auf den Markt und hat zahlreichen Männern bei der Behandlung von Potenzstörungen geholfen. Die blaue Pille steigert zwar nicht den Sexualtrieb, kann aber bei Erregung für eine bessere und längere Erektion sorgen. Obwohl diese Wirkung von Viagra grundsätzlich als positiv eingeschätzt wird, können mit der Einnahme auch Komplikationen auftreten können. Das Medikament ist in Österreich rezeptpflichtig und sollte auf eine Tablette am Tag beschränkt werden, da ansonsten Nebenwirkungen wie Sehstörungen und Kopfschmerzen auftreten können. Zusätzlich sollte bei bestehenden Herz-Kreislauferkrankungen und niedrigem Blutdruck genaue Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, um schwere Komplikationen zu vermeiden. Umso überraschender ist daher die Erkenntnis, dass Viagra bei bestimmten Herzleiden Betroffenen helfen kann.

Viagra als Herz-Mittel?

Wenn man die Entstehungsgeschichte von Viagra kennt, so mag diese zusätzliche Wirkung gar nicht so sehr verblüffen. Tatsächlich wurde der Wirkstoff Sildenafil nämlich entwickelt, um Herzbeschwerden zu lindern. Er sollte Männern und Frauen bei der Therapie von Bluthochdruck und Herzbeschwerden helfen. Die Testergebnisse waren jedoch enttäuschend und es wurde ein ungeahnter Nebeneffekt entdeckt. Die männlichen Versuchspersonen weigerten sich angeblich sogar die restlichen Tabletten zurückzugeben und Viagra bekam plötzlich eine ganz andere Bedeutung..

Dennoch scheinen die Wissenschaftler ihr ursprüngliches Ziel nicht ganz verfehlt zu haben. Italienische Forscher konnten nun anhand der systematischen Untersuchung von 24 Studien zeigen, dass Viagra für Patienten mit vergrößertem Herzmuskel und beginnender Herzschwäche in Frage kommt. Insgesamt nahmen bei diesen Studien 1622 Personen teil, wobei 16 von den 24 Studien auch Frauen miteinbezogen. Die Therapie kommt dadurch nicht nur bei Männern in Frage. Jedoch seien erst größere klinische Studien nötig, um diese Ergebnisse zu bestätigen, so die Meinung der Forscher.

Wie stärke ich mein Herz? 1/5
Sport machen


Bewegung reguliert den Blutdruck und sorgt für elastische Gefäße. Ideal sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken oder Radfahren. Aber auch mit Treppensteigen, Gartenarbeit und Spazierengehen tun Sie Ihrem Herzen schon viel ­Gutes. Yoga hilft beim Stressabbau.

Nicht Rauchen


Zigaretten fördern Bluthochdruck, Schlaganfälle, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen, Herzinfarkte und arterielle Verschlüsse. Hören Sie deshalb lieber heute als morgen auf!

Ausreichend schlafen


Schlechte Nachricht für Nacht­eulen: Chronischer Schlafmangel vergrößert das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Versuchen Sie, regelmäßig und ausreichend zu schlafen. Ideal sind sieben bis acht Stunden.

Jetzt abnehmen

Übergewicht fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen aller Art, Bluthochdruck und Diabetes. Wenn Sie zu viele Kilos auf die Waage bringen, ist es jetzt Zeit, abzunehmen. Stellen Sie Ihre Ernährung langfristig um. Crashdiäten sind sinnlos.

Soziale Kontakte pflegen

Einsamkeit schadet Ihrem Herzen ebenso wie Kummer und Stress. Alles, was Sie unter Menschen bringt, ist hilfreich: Unternehmen Sie etwas mit Freunden, besuchen Sie die Familie, verreisen Sie oder treten Sie einem Verein bei.

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