So wird der Garten zur Vitamin-Bar

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Rosmarin

Beim Zerreiben der Blätter verströmt Rosmarin einen herrlichen Geruch. Er blüht ab März. Rosmarin braucht im Garten einen sehr sonnigen, trockenen Platz und ist nicht winterhart. Daher fühlt sich Rosmarin im Topf sehr wohl. So kann er auch im Treppenhaus oder am Flur überwintern.

Tipp: Rosmarin-Fußbad

Die Wirkstoffe des Rosmarins fördern die Durchblutung, sein frischer Duft belebt und steigert die Konzentration. So geht das Fußbad: 25 g Blätter auf einen Liter kochendes Wasser geben, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen, dem Fußbad zugeben. Danach die Füße mit Sheabutter eincremen. Machen Sie dieses Bad nicht bei Bluthochdruck und auch nicht, wenn Sie schwanger sind.

Lavendel

Der duftende Lavendel braucht jedenfalls einen sonnigen Standort mit durchlässigem Boden, kann aber auch gut an einem sonnigen Balkon im Topf gezogen werden.

Tipp: Gelsenfreie Zone

Setzen Sie Lavendel gleich in mehreren Kisten: Das schaut nicht nur hübsch aus und liefert einen herrlichen Duft in lauen Sommernächten, sondern sorgt auch für eine mücken- und gelsenfreie Zone. Gleichzeitig ist Lavendel eine gute Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.

Ringelblume

Die Ringelblume taugt leider nicht für den Balkon. Sie benötigt viel Sonne und einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden.

Tipp: Ringelblumensalbe
Sie heilt Wunden, mildert Hautreizungen, hilft bei rissigen Händen. So geht die Salbe: 200 ml Öl (Jojobaöl) erwärmen und 40 g Bienenwachs dazugeben. Das Öl und das schmelzende Wachs gut verrühren, anschließend eine Hand voll gezupfte Blütenköpfe (Juni) dazugeben. 20 Minuten bei sanfter Hitze rühren, dann die flüssige Salbe durch ein Sieb in ein verschließbares Glas geben, abkühlen lassen. Fertig.

Radieschen

Von Februar bis August direkt in Kästen in normale Blumenerde säen. Erde gleichmäßig feucht halten. Radieschen brauchen viel Sonne. Jedoch sollten sie von der Mittagssonne abgeschirmt werden.

Das steckt im Radieschen: Senföle, Vitamin C, Betacarotin.

Das kann das Radieschen: Senföle sollen krebshemmend wirken und stärken das Immunsystem.

Karotten

Von März bis Juli können Karotten direkt in Kübel gesät werden. Einfach mit Blumenerde mit etwas Sand mischen. Das orange Gemüse braucht viel Sonne – jedoch auch vor der Mittagssonne schützen!

Das steckt in der Karotte: Betacarotin, Kalium, Ballaststoffe.

Das kann die Karotte: Sie ist gut für die Haut, stärkt das Immunsystem und hilft bei Durchfall.

Blattsalat

Um den Salat im Kästchen zu halten, müssen Sie ihn im Freiland ab April aussäen und vorziehen. Blattsalate brauchen gleichmäßig feuchte Erde, einen sonnigen Standort.

Das steckt im Blattsalat: Betacarotin, Vitamin C, Ballaststoffe.

Das kann Salat: Er ist gut für die Verdauung und eine kalorienarme Ernährung.

Kohlrabi

Wer Kohlrabi mag, kann diesen ab April in großen Töpfen säen oder auch direkt die Jungpflanze setzen. Die Erde mit etwas reifem Kompost mischen. Kohlrabi mag die Sonne. Achtung: Besonders auf der Terrasse vor Schnecken schützen!

Das steckt im Kohlrabi: Magnesium, Selen, Senföle.

Das kann Kohlrabi: Er ist gut für die Muskeln, hat eine krebshemmende Wirkung und stärkt das Immunsystem.

Spinat

Das „Popeye-Gemüse“ können Sie bereits ab Februar säen. Er braucht regelmäßig feuchte Erde und einen sonnigen Platz. Nicht düngen. Spinat wird vor der Blüte geerntet.

Das steckt im Spinat: Vitamin C, Betacarotin, Magnesium.

Das kann Spinat: Schützt vor freien Radikalen, ist gut für die Augen und für die Muskeln.

Darauf sollten sie achten

Damit das Gemüse gut sprießt, sollten Sie darauf achten: Südost- und Südwestbalkone eignen sich gut für Salat, Karotten, Radieschen. Westbalkone sollten vor Regen und starkem Wind geschützt sein. Südbalkone können für manche Gemüsearten (zum Beispiel Blattsalat) zu heiß werden. Pflanzen immer mittags gut beschatten!

Wählen Sie das richtige Gefäß. Gefäße sollten ausreichend groß sein, damit sie genügend Platz für die Wurzel haben. Geeignet sind Tonkübel, Balkonkästen, Hängeampeln, alte Körbe. Schwere Kübel auf dem Balkon möglichst nah an der Hauswand platzieren. Alle Pflanzengefäße müssen Löcher im Boden haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Richtig gießen: Gemüse wie Karotten, Radieschen, Spinat, Salat brauchen in guter Erde keinen extra Dünger. Kohlrabi oder Kürbis werden alle paar Wochen gedüngt. Gegossen wird, sobald die Erde angetrocknet ist.