So lange ist Grippe ansteckend

Schon gewusst?

So lange ist Grippe ansteckend

Bei der "echten" Grippe oder Influenza handelt es sich um eine hochansteckende Infektionskrankheit, die sich besonders schnell verbreitet. Wer sich selbst schützen möchte, sollte das Ansteckungsrisiko daher möglichst gering halten. Doch wie lange besteht diese Gefahr? Wie lange sind Grippe-Erkrankte ansteckend?

So lange besteht Infektionsgefahr

Leider keine Gute Nachricht: Während der gesamtem Dauer der Erkrankung kann der Grippevirus weitergegeben werden. In manchen Fällen sind auch noch nach Abklingen der Erkrankung Viren vorhanden.

Bei einer Grippeinfektion zeigen sich die Symptome relativ rasch: Bereits ein bis zwei Tagen nach der Ansteckung tritt typischerweise hohes Fieber auf. Achtung: Übertragbar ist das Virus bereits vor Einsetzen den ersten Symptom-Beschwerden. Wenn die Erkrankung ohne Komplikationen verläuft, dauert sie im Durchschnitt mindestens eine Woche. Je nach Schwere kann es bis zur Ausheilung der Grippe aber auch deutlich länger dauern.

Um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern, sollte der Kontakt zu Betroffenen mitunter auch einige Tage nach Genesung gemieden werden.

Grippe vs. Erkältung

"Ich habe die Grippe", hört man von Schnupfnasen häufig. In den meisten Fällen handelt es sich bei Husten, Halsschmerzen und Fieber aber "nur" um eine Erkältung oder "grippalen Infekt", die durch 200 verschiedene Arten von Viren ausgelöst werden kann.

Das ist der Unterschied von Erkältung und Grippe: 1/7
Akut Im Gegensatz zur Erkältung tritt die Grippe plötzlich und heftig auf. Alarmzeichen: starker Schüttelfrost.
Fieber Bei einem banalen grippalen Infekt steigt die Körpertemperatur oft nur minimal an. Influenza geht mit hohem Fieber über 39 Grad einher.
Schmerz Intensive Kopf- und Gliederschmerzen treten bei Grippe meist schon im Anfangsstadium auf. Herkömmliche Schmerzmittel können die Symptome lindern.
Husten Das Grippe-Virus breitet sich mit Rasanz in den Bronchien aus und führt zu starkem, trockenem Husten. Wenn möglich, den Hustenreiz nicht unterdrücken.
Matt Bei Grippe wird jede Bewegung zur Qual. Nun heißt es "ab ins Bett", denn der Kreislauf beginnt zu streiken.
Entzündung Hals- und ­Ohrenschmerzen können sowohl bei Influenza als auch im Zuge einer Erkältung auftreten. Ob Antibiotika angezeigt sind, entscheidet der Arzt.
Dauer Während eine Erkältung oft innerhalb von Tagen überwunden ist, kann es Wochen dauern, sich von der Grippe zu erholen: Schonzeit!

Unterschiede erkennen

Die Symptome bei einer echten Grippe und bei einem grippalen Infekt ähneln sich: Fieber, Husten, Schnupfen und Halsschmerzen quälen den Betroffenen. Es gibt aber auch eindeutige Merkmale, die Sie erkennen lassen, ob es sich nur um eine harmlose Verkühlung oder eine schwere Erkrankung handelt. Während eine Erkältung schleichend beginnt, zwingt die echte Grippe Betrtoffene mit Fieber und Schüttelfrost ins Bett. Eine Influenza ist eine schwere Erkrankung, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Bettruhe ist angesagt!

Bester Schutz und schnelle Hilfe

Ein grippaler Infekt trifft viele Menschen bis zu viermal im Jahr. Zwei bis drei Tage nach Ausbruch des Infektes ist der Höhepunkt meist erreicht. Der Körper reagiert auf die Vireninvasion mit Entzündung. Die Folge: Husten, Heiserkeit, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber.

So schützen Sie sich:
Mit einfachen Hygieneregeln kann das Ansteckungsrisiko deutlich gesenkt werden:
- Anhusten oder Anniesen vermeiden
- möglichst keine Hände schütteln
- häufig lüften
- Papiertaschentücher benutzen und diese sicher entsorgen
- gründlich und öfter Hände waschen
- größere Menschenansammlungen meiden

Schnelle Hilfe bei Erkältungen 1/6
Schnupfen mit laufender oder verstopfter Nase - Nasenspülung mit Salzlösung
- Luftfeuchtigkeit erhöhen
- Inhalieren

Wann sollten Sie zum Arzt? Wenn Sie nach einer Woche immer noch keine Verbesserung spüren. Wenn Schmerzen im Stirn- und Jochbeinbereich auftreten. Wenn Sie Fieber bekommen.
Schnupfen und Schmerzen im Bereich der Stirn - Nasenspülung mit Salzlösung
- Bestrahlung mit Rotlicht

Wann sollten Sie zum Arzt? Bei Fieber oder wenn Ohrenschmerzen hinzukommen.
Hustenanfälle - Rauchen einstellen!
- Inhalieren
- Viel trinken

Wann sollten Sie zum Arzt? Wenn Sie nach fünf Tagen keine Besserung oder Atemnot verspüren.
Husten, Brustschmerzen und Fieber - Brust mit Eukalyptusöl einreiben
- Kartoffelwickel machen (Hier finden Sie mehr Infos zu den besten Wickeln)
- Bettruhe

Wann sollten Sie zum Arzt?
Bei Fieber über 39 Grad, Atemnot und Schwäche.
Halsschmerzen - Mit Salzlösung gurgeln
- Trinken Sie viel!
- Hals mit Schal warmhalten

Wann sollten Sie zum Arzt? Bei eitrigen Belägen auf Mandeln und im Rachenraum und/oder Fieber über 39 Grad.
Heiserkeit - Mit lauwarmen Salbeitee gurgeln
- Stimme schonen
- Nicht rauchen
- Kein Alkohol, keine scharfen Gewürze
- Luftfeuchtigkeit erhöhenWann sollten Sie zum Arzt?  Wenn die Symptome nach einer Woche noch nicht merklich besser sind.

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