Schlafstörungen bei Kindern: Das hilft

Einschlaf-Tipps

Schlafstörungen bei Kindern: Das hilft

 Immer mehr Kinder leiden an psychovegetativen Beschwerden aufgrund von Schulstress. Wir haben mit dem Neurowissenschaftler Dr. Marcus Täuber darüber gesprochen. Die besten Experten-Tipps, wie auch Ihr Kind endlich wieder durchschläft.

Babys und Kleinkinder schlafen nicht durch. Damit haben wir Eltern uns arrangiert. Doch auch mit Eintritt ins Kindes­alter ist mit den unruhigen Nächten leider nicht Schluss. Kindergartenkinder träumen oft wild, Grundschulkinder sind bereits von den Herausforderungen des Schulalltags gestresst und können daher schlecht einschlafen. Bei Pubertierenden ist die innere Uhr bereits dermaßen aus dem Takt, dass sie ebenfalls mit Schlafstörungen kämpfen. Dabei ist Schlaf so essenziell für die Gesundheit. Generell gilt: Neugeborene können bis zu 18 Stunden schlafen. Im Alter von ein bis vier Jahren werden zwölf Stunden empfohlen, von fünf bis neun Jahren etwa elf Stunden und von zehn bis 16 Jahren etwa  neun bis zehneinhalb Stunden. „Wird dieses Schlafpensum nicht erreicht“, so Neurobiologe und Mentaltrainer Dr. Marcus Täuber, „ist zumeist  Hektik die Ursache. Entweder Gedanken, die kreisen, Anspannung, zu viele zu verarbeitende Eindrücke oder – im Fall von Kindern, die bereits in die Schule gehen – zu hoher Druck. Diese Faktoren lösen Unruhe im Körper aus – sie resultiert in unruhigem Schlaf.“   
So können wir den Kids helfen. Liegt kein medizinisches Problem (Restless-Legs-Syndrom, oder eine psychische Erkrankung) vor, können Eltern mit einfachen Tipps und Tricks das Einschlafen und Durchschlafen erleichtern.   

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Schlafambiente:
Sorgen Sie für ein angenehmes Schlafambiente: die richtige Temperatur (um die 21 Grad), eine griffbereite Wasserflasche neben dem Bett, kein störendes Licht, kein Lärm. Im Schlaf verarbeiten wir Erlebnisse des Tages. Speziell die Zeit unmittelbar vor dem Einschlafen prägt das Gehirn. Wenn wir beim Fernsehen mit Gewalt und Leid konfrontiert sind, kann sich das auf die Schlafqualität auswirken. Oft wachen wir dann in Traumphasen auf. Lieber eine Gutenachtgeschichte lesen.


Rituale fördern den guten Schlaf
Kinder lieben Rituale. So kann eine immer wiederkehrende Einschlaf-Technik den Schlaf unterstützen. Der Experte empfiehlt: Machen Sie mit Ihrem Kind eine Entspannungs-Übung – z. B. eine progressive Muskelentspannung. Hier leitet man das Kind an, von Kopf bis Fuß jeden Körperteil nacheinander zu entspannen – Mamas kennen das aus der Yoga-Praxis: „Dein linker Fuß ist ganz entspannt, dein rechter Fuß ist ganz entspannt, …“ Gehen Sie in der Anleitung von den Zehenspitzen bis zum Scheitel. Weiters helfen sanfte Massagen – vor allem des Kieferbereiches. Denn sind wir dort verspannt, fällt das Einschlafen schwer. Gähnen Sie ­gemeinsam mit Ihrem Kind, auch das ­lockert. Legen Sie dabei immer dieselbe Tiefenentspannungsmusik auf.

Die Zeit vor dem Zubettgehen prägt unsere Träume besonders. Statt lautem Krach im TV lieber eine schöne Geschichte mit sanfter Stimme erzählen. So schläft nicht nur Ihr Kind besser ein und durch …Schöne Träume!