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Studie

Kann man süchtig nach Sex sein?

Immer öfter hört man, jemand sei sexsüchtig. Tiger Wood zum Beispiel. Wir verraten Ihnen, was wirklich dahinter steckt.

Sucht. Ein Begriff, dem man sich mittlerweile sehr schnell bedient, sobald jemand etwas in einer gewissen Häufigkeit macht. Der New Yorker Sex Therapeut, Ian Kerner, weist aber darauf hin, dass es zumindest die angebliche Sucht nach Sex nicht gibt. Prominente wie Russel Brand, Tiger Woods, David Duchovny sowie Charlie Sheen haben sich aber genau aus dieser vermeintlichen Abhängigkeit in eine Entzugsklinik eingewiesen. Aber wenn es die Sexsucht als solche gar nicht gibt, ist es nur ein neuer Weg Menschen als „krank“ diagnostizieren zu können um mit Therapien und Medikamenten ordentlich Kasse zu machen? Ja und nein. Es ist mitunter einer der Gründe für die Entstehung von „Sexsucht“. Des Weiteren bedient sich der Mensch gern an Ausreden für bestimmte Verhaltensweisen, vor allem wenn es um Betrug geht. Es ist einfacher von einer Sucht zu sprechen, als tatsächlich Verantwortung für seine Schuld zu übernehmen. Aber es gibt auch einen kleinen Teil der Menschen, der ein ernstzunehmendes Problem mit Sex hat: Nämlich dann wenn es keine Befriedigung mehr gibt und der Sex EInfluss auf Beruf und soziale Kontakte genommen hat, besser gesagt das Leben bestimmt.

Die Forschung

Ian Kerner hat das Gehirn von Menschen, die von einer Substanz abhängig sind, was das Mögen bis hin zum tiefen Verlangen umfasst mit dem angeblicher Sexsüchtiger mittels Scan untersucht. Und einen deutlichen Unterschied gesehen. Vielmehr ähneln deren Hirnstimulationen Personen mit einer erhöhten Libido. Daher ist seinen Erfahrungen nach ein Sexabhängiger jemand der eine höhere Libido hat, als er für normal hält. In diesem Fall ist es nichts was eine Behandlung verlangt. Anders ist das bei Menschen die Sex als Hauptbewältigungsmechanismus verwenden um ihre Ängsten und Emotionen zu regeln, wo es ein Problem, aber keine Sucht darstellt. Diese Personen müssen lernen sich ihren Gefühlen zu stellen und sie zu verarbeiten, anstatt zu verdrängen. Die gefährlichste Form der sexuellen Begierde, die man vielleicht als Sexsucht bezeichnen kann, ist, wenn man nicht mehr in der Lage ist einen Höhepunkt zu erleben. Da man nur selten udn selten oder zu gar keinem Orgasmus mehr kommt, verstärkt sich der innerliche Drang es immer und immer wieder zu versuchen um endlich Befridiegung zu finden. Dieser Wahn und das zwingende Bedürfnis werden mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt. Bei dieser, glücklicherweise nur kleinen Gruppe an Menschen ist eine intensive Therapie unausweichlich.

Fakten zum Thema Sexsucht:

Kann man süchtig nach Sex sein? 1/7
Hypersexualität?
Als Hypersexualität wird in der Medizin, der Klinischen Psychologie und der Sexualwissenschaft ein gesteigertes sexuelles Verlangen beziehungsweise sexuell motiviertes Handeln bezeichnet. Das Wort "Sucht" ist ein äußerst inflationär benutzter Begriff und wird von der Weltgesundheitsorganisation seit 1964 nicht mehr verwendet.