Ist Sommerzeit-Umstellung ungesund?

Aktuelle EU-Umfrage

Ist Sommerzeit-Umstellung ungesund?

Über 4,6 Millionen Menschen aus allen 28 EU-Staaten haben an der Online-Umfrage der Europäischen Kommission zur möglichen Abschaffung der Sommerzeit teilgenommen. Dies sei ein neuer Rekord für die Teilnahme an öffentlichen Konsultationen, gab die Kommission am Freitag bekannt. Das Resultat der Umfrage und der Bericht der Kommission werde in den kommenden Wochen veröffentlicht, sagte ein Sprecher.

Gesundheitsgefährdung durch Umstellung?
Bei der Befragung gab es zwei Möglichkeiten. Einerseits die Möglichkeit das gegenwärtige Sommerzeit-System beizubehalten und andererseits die Abschaffung der zweimal jährlichen Zeitumstellung für die gesamte Union. Der Hintergrund der Diskussion ist kein rein praktischer. Denn neben den bekanntlichen Gewöhnungsschwierigkeiten könnten tatkräftige Argumente gegen ein zweimaliges Umstellen der Uhr sprechen. Kritiker sehen in der Zeitumstellung eine Gesundheitsgefährdung für Menschen.

Mit Jetlag in den Sommer
Für den Körper ist diese Umstellung eine Art "Mini-Jetlag": Körperfunktionen und Hormone müssen sich der Zeitumstellung anpassen. Typische Symptome sind Ein- und Durchschlafstörungen, Gereiztheit sowie Konzentrationsstörungen. Während manche die Umstellung sehr gut "vertragen", kann der Jetlag-Effekt anderen sehr lange nachhängen. Lesen Sie hier mehr:

Das macht die Zeitumstellung mit uns 1/7
1. Mini-Jetlag Die Zeitumstellung kann bei empfindlichen Menschen einen Mini-Jetlag verursachen. Typische Symptome sind Ein- und Durchschlafstörungen, Tagesschläfrigkeit, Schwankungen der Herzfrequenz, Verdauungsstörungen, Gereiztheit sowie Konzentrationsstörungen. Die meisten biologischen und physischen Vorgänge im Körper verlaufen nach einem natürlichen Rhythmus. Die Anpassungsphase bei der Zeitumstellung kann bis zu zehn Tage dauern.
2. Wie kann man den Körper darauf einstellen? 1. Verbringen Sie Ihre Mittagspause an der frischen Luft.
2.
Machen Sie tagsüber Pausen, um Sonnenlicht zu tanken.
3.
Verzichten Sie auf fettige Mittagsmahlzeiten.
4.
Greifen Sie eher zu leichten Speisen und Snacks.
5.
Essen Sie viel Obst und Gemüse, knabbern Sie zur Konzentrationsförderung Nüsse.
6.
Verzichten Sie auf Koffein.
2. So eichen Sie Ihre innere Uhr Licht ist der wichtigste Zeitgeber, darum müssen Sie auch Ihre innere Uhr umstellen. Dafür hilft schon eine Spaziergang am Wochenende, möglichst spät am Tag, aber noch im Tageslicht.Zur optimalen Vorbereitung auf die Zeitumstellung an den Tagen vor der Umstellung jeden Tag etwas später zu Bett gehen, eine Viertelstunde pro Tag reicht schon.
4. Bringen Sie mehr Licht in Ihr Leben! Jetzt heißt es: Licht an! Auch helles Kunstlicht am Abend hilft, die Umstellung zur Winterzeit besser zur verkraften.
Die innere Uhr orientiert sich an Licht und Dunkelheit: Halten Sie sich möglichst viel im Tageslicht und an der frischen Luft auf. Morgens sofort die Rollo rauf, einige Minuten – z.B. zur Arbeit - spazieren.
5. So handeln Sie im Schichtdienst Als Schichtarbeiter sollten Sie Ihren Chef um gleichbleibende Einsätze bitten: Zwei bis drei Wochen lang die gleiche Schicht -  Das ist für Ihren Körper weniger belastend als eine Umstellung alle drei Tage. Wenn Sie tagsüber schlafen müssen, dann dunkeln Sie das Zimmer vollständig ab.
6. So gehen Sie mit dem Jetlag um Bei Fernreisen in andere Zeitzonen nehmen Sie am besten sofort den Lebensrhythmus vor Ort an. Auch wenn Sie um 4 Uhr munter sind, versuchen Sie so lange zu schlafen, wie es die Uhr in dem Land „vorgibt“: Bleiben Sie im Bett liegen und warten auf Ihre normale Aufsteh-Zeit. Unternehmen Sie am Abend etwas, auch wenn Sie schon um 17 Uhr hundemüde sind.
7. Negative Folgen der Zeitumstellung Alljährlich warnen Schlafforscher vor den Folgen der Schlafrhythmusstörung: In den Tagen nach der Zeitumstellung kommt es durchschnittlich zu acht Prozent mehr Verkehrsunfällen durch Schlafmangel und Winterblues, außerdem steigt die Anzahl der Krankenhaus-Einweisungen mit Verdacht auf Herzinfarkt deutlich an. Insgesamt klagen mehr Menschen über Müdigkeit und Lustlosigkeit. Der Grund dafür ist eine vermehrte Produktion des Hormons Melatonin.

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