Feinstaub

Österreichische Forscher

Herausforderung: Feinstaub exakt messen

Je kleiner Staubpartikel sind, umso gesundheitsschädlicher sind sie.

Ein Forscherteam aus Graz und Villach hat nun einen hochgenauen optischen Sensor entwickelt, der kleinste Schadstoffe aus Verbrennungsmotoren mit einer Größe unter 0,2 Mikrometer aufspüren kann. Die Messung sei nunmehr nicht nur präziser, sondern auch schneller möglich, teilte das Carinthian Tech Research (CTR) am Dienstag mit.

Die neue Entwicklung findet bereits Anwendung in der jüngsten Generation eines Abgasmessgerätes des Grazer Prüftechnik-Spezialisten AVL, der den Sensor gemeinsam mit dem Forschungszentrum CTR in Villach entwickelt hat. Das Gerät werde sowohl in der Automobilentwicklung als auch der laufenden Überprüfung von Motoren eingesetzt, sagte CTR-Forschungsleiter für photonische Systemtechnik, Martin Kraft, im Gespräch mit der APA.

Um 20 Prozent verbesserte Leistung

Der neue Nanopartikelsensor habe eine um 20 Prozent verbesserte Leistung zum Vorgänger: "Wir erreichen eine hohe Trennschärfe in Bezug auf den Durchmesser der Nanopartikel und erhalten schnellere Messergebnisse", hob Tristan Reinisch, Teamleiter Produktentwicklung bei AVL, hervor.

Um Emissionen von so geringer Größe wie die Feinstäube aus Abgasmotoren messen zu können, werden die Nanopartikel in eine übersättigte Atmosphäre geleitet. In dieser erzeugen die Luftschadstoffe eine Art Nebel, dessen Tröpfchen dann einzeln gezählt werden können. "Die Detektion erfolgt über ein optisches System", erklärte Kraft.