Schilddrüse

Hormonfabrik

Funktioniert meine Schilddrüse?

Stehen zu viele oder zu wenige Schilddrüsenhormone zur Verfügung, können vielfältige Krankheitsbilder entstehen. Ist Ihre Schilddrüse gesund? Machen Sie den Test!

Die schmetterlingsförmige Schilddrüse ist ein relativ kleines Organ, meist nicht größer als eine Walnuss. Umso beachtlicher ist ihre Wirkung. Mit seinen Hormonen lenkt das Mini-Organ fast alle wichtigen Funktionen im Körper, bestimmt ob dieser auf Hochtouren oder auf Sparflamme läuft. Mineralstoff- und Wasserhaushalt sowie unser Herz-Kreislauf-System werden durch die Hormone der Schilddrüse beeinflusst, ebenso Persönlichkeit, Sexualität, Fruchtbarkeit und sogar die Beschaffenheit von Haut, Haaren und Nägeln. Die Schilddrüse gibt ihre Hormone direkt in das Blut ab, kann diese aber im Gegensatz zu anderen Drüsen auch selbst speichern.

Die Schilddrüse im Überblick: 1/5
Aufbau:
Die schmetterlingsförmige Schilddrüse liegt vor der Luftröhre und besteht aus einem rechten und einem linken Lappen. Auf der Rückseite liegen (meist) vier kleine Nebenschilddrüsen.

Die Schilddrüsenhormone

Die Schilddrüse wird von Hormonen des Zwischengehirns und der Hirnanhangdrüse – dem Thyreotropoin-Releasing-Hormon (TRH) und dem Thyreoidea stimulierenden Hormon (TSH) – gesteuert.   Über einen Rückkopplungsmechanismus zwischen Gehirn und Schilddrüse erhöhen oder vermindern diese die Hormonproduktion. Aus Jod und Eiweißbausteinen bildet die Schilddrüse ihre Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Am oberen und unteren Rand an der Rückseite der Schilddrüsenlappen sitzen vier kleine Nebenschilddrüsen. Deren Aufgabe ist die Produktion eines Hormons, das den Kalziumspiegel im Blut erhöht. Es bewirkt unter anderem, dass die Knochen ihr gespeichertes Kalzium abgeben.

Funktionsstörungen

Zu den häufigsten Erkrankungen zählen die Über- (Hyperthyreose) oder Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse. Werden zu viele Schilddrüsenhormone ausgeschüttet, läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren. Dies zeigt sich durch verstärktes Schwitzen, Wärmeunverträglichkeit, Herzklopfen, schnellen unregelmäßigen Puls, Unruhe, Gewichtsverlust trotzt Appetits, Schlafstörungen, Regelstörungen oder Potenzprobleme. Werden hingegen zu wenige Hormone produziert, läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme. Die Folge: Frieren und Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, verlangsamter Puls, Wassereinlagerungen im Körper, oft Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Ernährung, raue Stimme, kalte, trockene, blassgelbe Haut, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Libido- oder Potenzstörungen.

Heißer Knoten – kalter Knoten

Etwa jeder dritte Erwachsene zwischen 20 und 60 Jahren leidet an einer Vergrößerung oder einem Knoten in der Schilddrüse, ab dem 65. Lebensjahr sogar jeder zweite. Die meisten Knoten, die sogenannten „heißen Knoten“ sind gutartige Gewebeveränderungen, die selbstständig aktiv sind, unkontrolliert Hormone bilden und ausschütten. Langfristig führt dies oft zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Die „kalten Knoten“ sind inaktive Gewebeanteile, die kein Jod aufnehmen und keine Hormone produzieren. Hinter kalten Knoten können entzündliche Prozesse, gutartige Zysten aber auch Tumore stecken.

Untersuchung der Schilddrüse

Deuten Symptome auf eine Funktionsstörung der Schilddrüse hin, wird der Wert der Hormone TSH, TRH sowie T3 und T4 im Blut untersucht. Schilddrüsenknoten werden oft nur durch Zufall entdeckt. Vor allem in der Erkältungszeit, wenn der Arzt auf der Suche nach vergrößerten Lymphknoten den Hals abtastet. Mittels Ultraschall (Sonografie) lassen sich Größe, Lage, Form und Wachstum des Knotens feststellen. Die Art (warm oder kalt) wird mittels nuklearmedizinischer Untersuchung (Szintigrafie), bei der die Jodaufnahme der Schilddrüse dargestellt wird – abgeklärt. 

Machen Sie den Test! Ist Ihre Schilddrüse gesund?

Ihr Test zum Ausdrucken:

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