Ohnmacht

So reagieren Sie richtig!

Erste Hilfe bei Ohnmacht

Die wichtigsten Informationen über Ursachen, Anzeichen und Behandlung von Ohnmachtsanfällen

Es rauscht in den Ohren, ein Flimmern vor den Augen und dann wird alles schwarz und man sackt langsam zu Boden – man wird ohnmächtig. Kurze Zeit später ist man meist wieder bei Bewusstsein. Diesen Zustand der kurzen Bewusstseinsstörung erleidet fast jeder Zweite mindestens einmal in seinem Leben. Die Ursachen sind im größten Teil der Fälle harmlos. Langes Stehen, rasches Aufrichten,  ein Schreckmoment oder der Anblick von Blut sind häufige Beispiele für die Auslöser einer Ohnmacht. Das Blut versackt in den Beingefäßen und das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick 1/5
Definition
Eine plötzlich auftretende meist kurz anhaltende Bewusstlosigkeit wird als Ohnmacht oder Synkope bezeichnet. Besonders ältere Menschen oder Kinder können betroffen sein. Die Ohnmacht wird durch eine Minderdurchblutung des Gehirns ausgelöst und geht meist mit einem Verlust des Muskeltonus einher. Eine Synkope kann harmlos, aber auch ein Symptom vieler Erkrankungen sein.

Nicht immer harmlos

Obwohl eine Ohnmacht – auch Synkope genannt – meist harmlos ist, sollte vor allem bei häufigem Auftreten ein Arzt aufgesucht werden. Ohnmachtsanfälle können nämlich auch Symptome ernst zu nehmender Erkrankungen sein. Beispielsweise können Störungen der Herzfunktion, neurologische Erkrankungen (etwa Epilepsie) oder ein Schlaganfall einem plötzlichen Bewusstseinsverlust zugrunde liegen.

Notfall- Maßnahmen: 1/5
Bringen Sie den Ohnmächtigen aus Menschenansammlungen oder möglichen Gefahrenzonen und legen Sie ihn flach auf den Rücken. Beine hoch lagern verbessert die Durchblutung des ­Gehirns.

Vorbeugen

Eine hundertprozentig wirksame Methode, eine Ohnmacht zu verhindern, gibt es nicht. Folgende Maßnahmen können sich jedoch als hilfreich erweisen – vorausgesetzt, es liegt keine Erkrankung vor: Vermeiden Sie längeres Stehen, vor allem in stickigen Räumen und wenn Sie müde sind.  Richten Sie sich nicht abrupt auf und achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr (zwei Liter pro Tag). Müssen Sie länger stehen oder spüren Sie schon erste Symptome, dann spannen Sie hin und wieder die Bauch-, Gesäß- und Wadenmuskulatur an oder gehen Sie in die Hocke. Auch Fingerhakeln hilft. Verschränken Sie die Finger fest ineinander und ziehen Sie die Hände mit beiden Armen auseinander. Diese Übungen lassen den Blutdruck meist wieder steigen.

Diagnose: 1/5
Anamnese
Unter anderem stellt der Arzt Fragen zu Häufigkeit und Situation des Auftretens der Ohnmacht.

In den meisten Fällen haben Ohnmachtsanfälle recht harmlose Ursachen. Hier finden Sie die besten Tipps aus Homöopathie und traditioneller chinesischer Medizin:

Ohnmacht aus Sicht der TCM

Ursache
Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin gibt es zwei Ursachen für eine Ohnmacht: chronische Nieren-Qi-Schwäche oder akute Nieren- und Herz-Qi-Schwäche.

Chronische Nieren-Qi-Schwäche
Symptome: Der Patient leidet im Alltag unter Schwindel, niedrigem Blutdruck, Kraftlosigkeit in den Beinen, kalten Füßen, Kreuzschmerzen, Tinnitus, Durchfall, oberflächlichem Atem oder einem blassen Gesicht. Der Puls ist schwach und langsam, die Zunge hell oder hell mit ­dickem, weißen Belag.
Ernährung: Der Patient soll warm frühstücken beziehungsweise generell warm essen und warm trinken. Empfohlen wird das regelmäßige Essen von Hühner- oder Rindsuppe.
Empfohlene Lebensmittel: Kürbis, Yamswurzel, Maroni, Walnüsse, Rind-, Hühner- oder Lammfleisch, Bärlauch.
Empfohlene Kräuter: Shan Yao, Shan Zhu Yu, Ba Ji Tian, Bu Gu Zi, Lu Rong, Sang Ji Sheng, Xu Duan, Du Zhong.

Akute Nieren- und Herz-Qi-Schwäche
Symptome: Der Patient leidet manchmal ­unter grundlosem Schwitzen, Schlafstörung, Herzrasen, Aufregung, Nervosität, Kreuzschmerzen, geschwollenen Beinen oder Kopfschmerzen. Der Puls ist schwankend, die Zunge lilafärbig.
Empfehlung: Verzicht auf Alkohol, regelmäßige Bewegung, ausreichend trinken, genügend Schlaf.
Empfohlene Lebensmittel: Tomaten, Salbei, Yamswurzel, Azukibohnen, Beeren, Wassermelonen.
Empfohlene Kräuter: Mai Dong, Wu Wei Zi, Tu Si Zi, Yuan Zhi, Ling Zhi, Dang Shen, Zhi Gan Cao, Huang Qi.

Homöopathie kann helfen 1/8
Hinweis
Ein Bewusstseinsverlust oder Ohnmacht kann durch unterschiedliche ­Situationen ausgelöst werden. Je nach Ursache haben sich verschiedene homöopathische Arzneien bewährt. Bei wiederholt auftretenden Ohnmachtszuständen muss selbstverständlich eine Abklärung erfolgen. Homöopathie ist eine individuelle Therapiemethode, bei der immer die gesamte Situation des Menschen in Betracht gezogen werden muss. Bewährte Arzneien sind nicht individuell abgestimmt und haben daher auch beschränkte Wirkmöglichkeiten. Die Arzneien in der Potenz D 12, 1 x 5 Kügelchen.