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Dr. Veith Moser im Talk

Dr. Veith Moser im Talk

Wodurch entstehen Kopfschmerzen?


Dr. Veith Moser: Die drei häufigsten Arten sind Migräne, Spannungskopfschmerzen und der Clusterkopfschmerz. Aber Kopfschmerzen können auch von, den Zähnen, dem Kiefer, der Wirbelsäule oder Verspannungen im Nacken kommen. Bei vielen weiß man nicht, woher sie kommen.


Wie kann man Migräne behandeln?


Dr. Moser: Migräne zu behandeln ist nicht immer leicht. Zur Verfügung stehen medikamentöse Therapien aber auch Alternativen wie Physiotherapie oder Akupunktur.  Medikamente helfen, einen Migräne-Schub abzuschwächen. Wenn das alles nicht greift, gibt es noch weitere Methoden, wie z.B. Botox.


Wie funktioniert Botox bei Migräne?


Dr. Moser: Alle 3 bis 4 Monate wird Botox in den Muskel gespritzt.  Dadurch erschlafft dieser und der Nerv ist nicht mehr eingeengt. Meist spritzt man zwischen den Augen im Bereich der „Zornesfalte“. Auch im Nacken- und Hinterkopfbereich gibt es sogenannten Triggerpunkte. Das hilft bei Migräne sehr gut,  aber auch beim Spannungskopfschmerz.


Gibt es dauerhafte Lösungen ?


Dr. Moser: Seit rund 30 Jahren weiß man, dass sich Migräne durch Entfernung bestimmter Muskelstränge zwischen den Augen behandeln lässt. Die Nerven treten aus dem Schädel durch den Knochen heraus und verlaufen durch eine relativ dicke Muskelschicht. Wenn sie da eingeengt sind, löst dies Migräne aus.  Man bezeichnet Migräne oft als Karpaltunnelsyndrom des Schädels. Entfernt man bestimmte Muskeln und befreit die Nerven, sind die Kopfschmerzen weg. In den 90er Jahren wurde diese klassische Migräne-Operation durch Botox abgelöst. Dank des neuen hochauflösenden Ultraschalls ist der chirurgische Eingriff wieder interessant und besser vorherzusagen. Man kann die ganz kleinen Nerven darstellen und sehen, ob Einengungen bestehen. Zeigt sich Besserung durch eine Probeblockade – ein örtliches Betäubungsmittel wird gezielt an die eingeengte Stelle gespritzt – wird der Nerv chirurgisch befreit.