Migräne

Nebenwirkungsfrei

Dieses Pflaster hilft gegen Migräne

Eine neue Entwicklung soll Migränepatienten ohne Nebenwirkungen von Schmerzen befreien.

Wer des Öfteren einen Migräneanfall erleidet, kann von den heftigen Schmerzen - oft in Kombination mit Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Geräuschempfindlichkeit - ein Lied singen. In dieser Situation hilft meistens nur noch der Griff zur Schmerztablette, wenn überhaupt. Diese hilft zwar die Schmerzen zu unterdrücken, ist aber reich an Nebenwirkungen. Sie kann auf Dauer Leber und Niere schaden, zu Magenbeschwerden, Müdigkeit und Erbrechen führen. Auch sogenannte medikamenteninduzierte Kopfschmerzen können durch die häufige Einnahme von Schmerzmittel entstehen. Aus diesen Gründen versuchen Migränepatienten die Einnahme von Schmerzmitteln zu reduzieren. Eine Möglichkeit, dies zu tun, könnte in Zukunft eine Art kabelloses Pflaster sein.

Pflaster gegen Kopfschmerzen

Ein sogenanntes Migräne-Pflaster kann mit Hilfe von elektrischer Stimulation Schmerzsignale blockieren. Via Smartphone-App kann das Gerät bedient werden. Die Wirkung des Pflasters wurde bisher an 70 Probanden getestet, die mindestens zwei Schmerzattacken im Monat aufwiesen. Das Gerät wurde dabei an den Oberarm aufgelegt und für 20 Minuten genutzt. Damit die Wirkung nicht verfälscht wurde, durften die Studienteilnehmer vor und nach der Anwendung keine Schmerztabletten zu sich nehmen.
Das Ergebnis der Studie überzeugte, da die Geräte eine ähnliche schmerzlindernde Wirksamkeit wie Schmerztabletten aufwiesen. 64 Prozent verspürten während der Behandlung und 50 Prozent noch zwei Stunden nach der Behandlung einen schmerzlindernden Effekt. Besonders groß war die Wirkung, wenn das Gerät innerhalb von 20 Minuten nach Auftreten des Migräneanfalls eingesetzt wurde. Auch ein Placebo-Effekt konnte ausgeschlossen werden. Laut Entwickler David Yarnitsky soll das Gerät besonders leicht zu bedienen und auch ganz ohne Nebenwirkungen sein.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Migräne behandeln: 1/4
Medikamente
können die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe hemmen, Weiterleitung von Schmerzreizen unterdrücken, erweiterte Gefäße verengen oder Begleiterscheinungen (Übelkeit) lindern.